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Kostenlos und sehr … äh … schräg: Sal hört gerade Uncle Monsterface – Jokey Jingles Ultimate Dance Party Mix Volume III

Ich habe es schon mehrfach an dieser Stelle erwähnt: Ich habe eine Schwäche für Cover-Versionen. Und wer mich kennt, der weiß: Ich habe eine ausgesprochene Schwäche für trashige Musik, ganz gleich ob unfreiwillig (Bata Illic, Karel Gott, Dschinghis Khan) oder freiwillig (beispielsweise → Nanowar). Vielleicht habe ich auch nur die Schnauze voll, nach all den Jahren in denen ich bemüht war nur „ernsthafte“ Musik zu hören und mir bisweilen die Ernsthaftigkeit herbeizureden (aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden…).

Uncle Monsterface – Jokey Jingles Ultimate Dance Party Mix Volume IIIHeute bin ich bei meiner neuen Quelle für geniale und obskure Cover-Versionen (→ Cover Me) auf die US-amerikanische Band Uncle Monsterface (geiler Bandname, gell?) gestoßen, die dort gerade als Tipp angepriesen werden, zurecht, wie ich meine. Das Trio (oder Quartett? oder Duo? Hm…) aus Brooklyn, Ney York hat bereits vor einigen Monaten eine EP namens »Jokey Jingles – Ultimate Dance Party Mix Volume III« veröffentlicht (natürlich sind Vol. I und II nie erschienen) mit fünf Coverversionen der besonderen Art. Hier ein Vorgeschmack:
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Samantha Fox complete on Ukulele

Über das Projekt „The Beatles Complete on Ukulete“ habe ich an dieser Stelle vor einigen Monaten schon berichtet. Mittlerweile gehen die Initiatoren David Barratt und Roger Greenawalt getrennte Wege, das Projekt betreuen sie nun abwechselnd und nicht mehr gemeinsam, aber die Reihe wird unbeirrt fortgesetzt.

Die dieswöchige Ausgabe birgt allerdings ein Deja-Vu der besonderen Art: Die Neuinterpretation von „I Should Have Known Better“ hat niemand Geringeres als 80er-Pin-Up-Star Samantha Fox besorgt. Samantha Fox war in den 1980ern eine Art feuchter Traum der englischen Männer, die mit ihren billigen Pop-Nummern („Touch me (I Feel Your Body)“; „Do Ya Do Ya (Wanna Please Me)“) für deutlich weniger Furore sorgte, als mit ihrer Oberweite. Als sie sich Anfang der 2000er als lesbisch outete, brach für viele Yellow-Press-Leser gewiss eine Welt zusammen.

Nun ist das ehemalige Fotomodell (hüstel) mal wieder aus der Versenkung hervor gekrochen und nimmt an diesem Beatles-Cover-Projekt teil – und guess what: Singen kann sie immer noch nicht besonders und ehrlich gesagt klingt die Nummer fast genauso billig produziert, wie ihre Grusel-Hits aus den Achtzigern…

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Eurovision Song Contest 2010: (almost) Live-Reviews der Final-Beiträge

ESC 2010 Logo -Bild: © NDR/EBU

Logo: © NDR/EBU

Sooo, jetzt sind alle Titel durch und hier sind meine ungeschönten Unverschämtheiten, die ich während der Performances notiert habe zum Nachlesen- nur falls ihr euch während des Zwischenprogramms und während der Punktevergabe langweilt.

Mein Tipp für das erste Viertel des Feldes ist upgedated und fett markiert.

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Eurovision Song Contest 2010: Startreihenfolge und meine Favoriten für die Plätze 1 – 10

ESC 2010 Logo -Bild: © NDR/EBU

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In 12 Stunden geht es also los: Der musikalisch belangloseste Contest kürt einmal mehr ein One-Hit-Wonder für einen Abend (denn seien wir ehrlich: Internationale Karrieren sind beim Grand Prix/ ESC nur in absoluten Ausnahmefällen gestartet – und kommt mir nicht immer wieder mit ABBA).

Hier nun die Startreihenfolge für das heutige Finale des Eurovision Song Contest 2010 in Oslo. Die 10 Teilnehmer, die ich unter den ersten 10 sehe sind fett hervorgehoben:

  1. Aserbaidschan: Safura – Drip Drop
  2. Spanien: Daniel Diges – Algo Pequeñito (Something Tiny)
  3. Norwegen: Didrik Solli-Tangen – My Heart Is Yours
  4. Moldawien: Sunstroke Project & Olia Tira – Run Away
  5. Zypern: Jon Lilygreen & The Islanders – Life Looks Better In Spring
  6. Bosnien/Herzegowina: Vukašin Brajić – Thunder And Lightning
  7. Belgien: Tom Dice – Me And My Guitar
  8. Serbien: Milan Stanković – Ovo Je Balkan
  9. Weißrussland: 3+2 – Butterflies
  10. Irland: Niamh Kavanagh – It’s For You
  11. Griechenland: Giorgos Alkaios & Friends – Opa
  12. Großbritannien: Josh – That Sounds Good To Me
  13. Georgien: Sofia Nizharadze – Shine
  14. Türkei: maNga – We Could Be The Same
  15. Albanien: Juliana Pasha – It’s All About You
  16. Island: Hera Björk – Je Ne Sais Quoi
  17. Ukraine: Alyosha – Sweet People
  18. Frankreich: Jessy Matador – Alllez Olla Olé
  19. Rumänien: Paula Seling & Ovi – Playing With Fire
  20. Russland: Peter Nalitch & Friends – Lost And Forgotten
  21. Armenien: Eva Rivas – Apricot Stone
  22. Deutschland: Lena – Satellite
  23. Portugal: Filipa Azevedo – Há Dias Assim
  24. Israel: Harel Skaat – Milim
  25. Dänemark: Chanée & N’evergreen – In A Moment Like This

So, jetzt habe ich mich dieses Jahr ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt. Ein paar Titel sind meiner Meinung nach sichere Kandidaten für die Top 10 (vor allem Griechenland, Aserbaidschan, Serbien und Deutschland – was bitte nicht unbedingt als Qualitätskriterium gelten sollte), ein paar könnten auch echt durchgereicht werden (Belgien, Zypern und Island) und andere artverwandte Songs (sagen wir mal Norwegen, Israel, Portugal als Balladen/Schnulzen-Vertreter und Rumänien, Armenien und Albanien als typische ESC-Popnummern) könnten weiter vorne landen. Ein paar Sachen scheinen mir sicher: Großbritannien, Frankreich, Spanien, Irland (allesamt auch wirklich grauenvoll!) werden sich hinten einordnen. Da steckt auch sicher ein wenig Wunschdenken hinter.

Wie es dann wirklich ausgeht, erfahren wir heute Abend ab 21 Uhr im TV oder bei den Live-Streams auf eurovision.de und eurovision.tv

Meine Sympathien gehören morgen (als Italiener, der lange in Deutschland lebt) der deutschen Teilnehmerin Lena (aus Sympathie-Gründen und weil ich Lena gerne als Galionsfigur für ein anderes Deutschland sehe, als es im Ausland immer dargestellt wird) und der Türkei (aus musikalischen Gründen – weil mir ihre Musik am ehesten zusagt).

Aber wenn ich ganz ehrlich bin rechne ich morgen mit einem Sieg der Griechen. Was ja dann auch irgendwie nicht die Welt verändern würde.

Eurovision Song Contest 2010: Gedanken

Ich bin morgen Abend froh, wenn der ESC-Kram vorbei ist. Es ist ja schon fast zwanghaft, dass man sich diesen belanglosen Müll anhört und anguckt. Und darüber bloggt. Das Streben nach Ruhm. We’re only in it for the reader…
Hmmm… Vielleicht sollte ich nächstes Jahr mal eine ESC-Blog-Pause einlegen, nachher glaubt jemand noch, ich würde wirklich solche Musik in irgendeiner Weise mögen.
Andererseits habe ich eine diebische Freude daran mir das Spektakel anzugucken, deutlich seltener erfreulich ist es anzuhören. Zumindest manchmal, auch wenn ich mit Sanremo und dem ESC eigentlich völlig ausgelastet bin, was die Dauerberieselung mit schlechter, bestenfalls mittelmäßiger Popmusik anbelangt. Denn egal wer morgen gewinnt, sein/ihr Ruhm wird bereits Sonntag beginnen zu verblassen und in 7 Tagen wird man schon Schwierigkeiten haben sich an den Song zu erinnern. Nicht, dass das was in den Charts liefe deutlich besser wäre…
Und dann rückt die Fußball-WM ins Auge des nationalen Interesses. Wenn es Lena/irgendein anderer Teilnehmer nicht beim ESC richtet, dann muss eben der Fußball die nationale Ehre retten, verteidigen oder definieren. Und wenn man nicht daran teilnimmt, dann muss eben das verhasste Nachbarland/der erklärte Fußballfeind besonders schlecht abschneiden.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Eurovision Song Contest 2010: Meine Trash-Top-5

Schon letztes Jahr gestand ich meinen Lesern ja, dass meine ansonsten so engelsgleiche (nicht Engels-gleich … boah, was ihr immer denkt) Seele ein dunkles Geheimnis birgt:

»Der einzige Grund, warum ich den ESC so gerne gucke, ist das ungewöhnliche Aufkommen an Schund-Beiträgen aus aller Herren Ländern und meine diebische Freude daran, darüber abzulästern. Nirgendwo sieht man schlechtere Sänger, dämlichere Kostüme und albernere Tanz-Einlagen als beim Eurovision Song Contest.«

Trotz mehrerer Therapien, Teufelsaustreibungen und Teufelstänze hat sich daran nichts geändert.
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Eurovision Song Contest 2010: Das Semifinale, Teil 2

»Kein Song ohne Geige?« Von wegen – tatsächlich habe ich heute beim 2. Semifinale nicht eine einzige Geige auf der Bühne gesehen (und das nach dem Violinen-Overkill vom Dienstag). Der heutige Abend war deutlich stärker als der Dienstag. Das eigentliche Highlight des Abends war der Einspieler mit dem Philharmonischen Chor Oslo, der die Reise eines Jungen quer durch Europa nach Oslo (auf die Bühne) kongenial in Töne setzte. Und die Abstimmung selbst wurde zum Krimi: Zwei der Mitfavoriten, Schweden und die Niederlande, haben es nicht ins Finale geschafft – das ist eine dicke Überraschung!

Hier die Teilnehmer des 2. Semifinals in der Reihefolge ihrer Auftritte und einige böse, fiese, gemeine kritische Anmerkungen. Die fettgeschriebenen Teilnehmer sind für das Finale am Samstag qualifiziert:
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Eurovision Song Contest 2010: Das Semifinale, Teil 1

»Das erste Semifinale brachte am Dienstag natürlich das erwartete Grauen.« Ein Satz den ich mühelos jedes Jahr schon mal vorab in den Blogartikel-Entwurf Copy-&-Pasten kann, denn seit Jahren sind die Semifinals die ungekürzten Trash-Highlights, die auch von der Abschlussveranstaltung nicht getoppt werden können. Aber ich muss gestehen, das heutige 1. Semifinale war eher langweilig und bis auf die üblichen 80er-Referenzen waren keine epochalen Katastrophen dabei – ach ja, quasi jede Band hatte einen Geiger auf der Bühne, wow, so plump wurde das (vermeintliche) Erfolgsrezept vom letzten Jahr schon lange nicht mehr imitiert. Ausnahme ist freilich der Serbe Milan Stanković, einer Art Yugo-Prinz-Eisenherz im Discokostüm.

Das Halbfinale selbst war zwar bunt, aber deutlich biederer und weniger großkotzig inszeniert, als die russische Variante letzten Jahres. Die Einspielfilmchen waren unfassbar unwitzig. Der Mangel an Sonne und Wärme macht sich halt irgendwie nicht nur in Black Metal bemerkbar.

Die Moderatoren Nadia Hasnaoui (die Dunkelhaarige), Haddy Jatou N’jie (die Dunkelhäutige) und Erik Solbakken (der Blonde aus der Boygroup) sprachen verständliches Englisch (da sind wir anderes gewöhnt), aber haben mich auch nicht umgehauen mit ihrem Charme. Aber man kriegt nicht gleich Ausschlag, wenn sie auf dem Bildschirm sind (das sind wir anderes gewöhnt).

Hier die Teilnehmer des 1. Semifinals in der Reihefolge ihrer Auftritte und einige böse, fiese, gemeine kritische Anmerkungen. Die fettgeschriebenen Teilnehmer sind für das Finale am Samstag qualifiziert:
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Eurovision Song Contest 2010: Daten, Fakten, Termine

ESC 2010 Logo -Bild: © NDR/EBUDieses Jahr wird alles anders beim Eurovision Song Contest. Glaubt zumindest ganz Deutschland. Immerhin gibt es mit Lena (Meyer-Landrut) endlich mal wieder eine Kandidatin, hinter der Deutschland zu stehen scheint und für die man sich nicht (fremd-) schämen muss. Nach dem letztjährigen Desaster von „Alex Swings, Oscar Sings!- Miss Kiss Kiss Bang“ (20. Platz, 35 Punkte) kann es ja nur noch besser werden, oder?

Ich wage mich schon jetzt einmal aus dem Fenster – und ich habe mir es verkniffen die Beiträge vorab auf Youtube zu hören – und behaupte jetzt einfach einmal: Lena wird im ersten Drittel des ESC landen (also Pi mal Daumen im einstelligen Bereich der Finalisten). Ob es mehr werden könnte wage ich erst nach den Semifinals zu bewerten. Wie immer gebe ich meinen Senf zum ESC hier ab, keine Sorge.

Fassen wir erst einmal die „technischen Daten“ zusammen:

Die TV-Termine für den 55. Eurovision Song Contest 2010 aus der Osloer  Telnor Arena (auf deutschen Sendern, Österreich und Schweiz, s. „Finale“):

Erstes Semifinale

Di., 25. Mai, ab 21.00 Uhr live auf NDR (dem dritten Programm des Norddeutschen Rundfunk, bundesweit über Kabel, Satellit und in weiten Teilen Deutschlands über DVB-T frei empfangbar)

zeitversetzte Wiederholung des 1. Semifinales ab 23;00 Uhr auf EinsFestival

Die Teilnehmer (in Startreihenfolge): Moldawien, Russland, Estland, Slowakei, Finnland, Lettland, Serbien, Bosnien/Herzegowina, Polen, Belgien, Malta, Albanien, Griechenland, Portugal, Mazedonien, Weißrussland, Island

Achtung: Deutschland ist stimmberechtigt! Man kann also für Favoriten aus anderen Ländern anrufen!

Zweites Semifinale

Do. 27. Mai, ab 21.00 Uhr live auf EinsFestival (digitales Programm der ARD, bundesweit über Kabel, Satellit und in weiten Teilen Deutschlands über DVB-T frei empfangbar)

zeitversetzte Wiederholung des 2. Semifinales am Fr. 28.05, 00;55 Uhr auf NDR

Die Teilnehmer (in Startreihenfolge): Litauen, Armenien, Israel, Dänemark, Schweiz, Schweden, Aserbaidschan, Ukraine, Niederlande, Rumänien, Slowenien, Irland, Bulgarien, Zypern, Kroatien, Georgien, Türkei.

Achtung: Deutschland ist in diesem Semifinale NICHT stimmberechtigt! Man kann also NICHT für Favoriten aus diesem Startfeld anrufen!

Jeweils die Top 10 der beiden durch Televoting und eine Fachjury (Gewichtung 50:50) ermittelten Semifinale-Tabellen qualifiziert sich für das Finale, zu dem dann noch die „Big Four“ Frankreich, Spanien, Großbritannien, Deutschland (aufgrund ihrer hohen Beiträge in die Eurovisions-Kasse) und das letztjährige Siegerland Norwegen (als Ausrichter) am Finalabend kommen.

Finale

Sa., 29. Mai, ab 21.00 Uhr live auf Das Erste, zuvor „Countdown für Oslo„, ebenfalls Das Erste.

Übrigens: Das Schweizer Fernsehen überträgt auf SF2 das Finale ebenfalls live, die in Österreich berechtigte Rundfunkanstalt ORF hat auf eine Teilnahme verzichtet und strahlt weder die Semifinals, noch das Finale live aus.

Streaming-Tipps

Auf der offiziellen Eurovision Song Contest-Website kann man sich die die Semifinals und natürlich das Finale im Streaming live anschauen:

http://www.eurovision.tv/page/multimedia/tv

Erstmals dieses Jahr streamt auch die ARD alle drei Shows live im Internet:

http://www.eurovision.de

Alle Teilnehmer mit ihren offiziellen Videos und massig Backstage-Material kann man im offiziellen YouTube-Channel des ESC anschauen:

http://www.youtube.com/eurovision

Es gibt auch einen offiziellen deutschen Youtube-Channel zum ESC

http://www.youtube.com/user/esc

Raab rettet Deutschland beim Eurovision Song Contest 2010

Raab soll Grand Prix retten – Kölner Stadt-Anzeiger

Nun also doch: Raab rettet Deutschland. Zumindest beim Eurovision Song Contest. Nachdem die deutsche Nationalehre im Eurovision Song Contest 2009 (für mich nicht ganz unerwartet) mit dem 20. Platz gekränkt wurde, soll’s nun Stefan Raab richten: Für die nächste Ausgabe am 29. Mai in Oslo werden die Teilnehmer vom Kölner Moderator gecastet.  In der jüngeren Vergangenheit hatte Raab dreimal als Songschreiber und Künstler am ESC teilgenommen und damit die besten deutschen Platzierungen erzielt (1998 als als Produzent von Guildo Horn, Platz 7; 2000 als Produzent und Sänger, Platz 5 und 2004 als Produzent von Max Mutzke, Platz 8).

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