Bereits letztes Jahr gehörte der kostenlose Sampler “A Familyre Christmas” zu den abwechslungsreichsten und gelungensten Weihnachtssamplern aus der Indie-Pop/Rock-Ecke. Auch dieses Jahr ist die diesjährige Ausgabe eine der gelungensten Zusammenstellungen an moderner, kostenloser Weihnachtsmusik, die man im Netz legal finden kann. Wer auf unkitschigen, leicht angeschrägten Low-Fi-Pop/Rock steht, der wird an diesem Download seine Freude haben. Hier sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein – außer man sucht abgegriffene Weihnachtsklischees.
Happy birthday, Leonard Cohen … etwas verspätet, aber wenn es der 77. Geburtstag ist, dann darf man auch bestimmt einige Tage später gratulieren. Hier ein wundervoller Film, halb Hommage, halb Tribute an den großen kanadischen Singer/Songwriter der ersten Generation.
Huch, ist schon wieder eine Woche vergangen und hier im Blog ist nicht veröffentlicht worden, seid dem letzten #musicmonday-Eintrag?! Dann wird es aber höchste Zeit! Der heutige Eintrag ist außerdem eine besondere Herzensangelegenheit: Über die in Woodstock lebende Singer/Songwriterin Sarah Fimm habe ich an dieser Stelle schon des öfteren berichtet. Ihr letztes Album “Near Infinite Possibility”, möglicherweise ihr bisher bestes, auf jeden Fall ihr abwechslungsreichstes Album, gehört zu meinen absoluten Favoriten des laufenden Jahres.
Vor einigen Wochen hat nun Sarah Fimm rund die Hälfte der Songs beim 100% legalen Musik-Filesharing-Netzwerk frostclick.com als Torrent freigegeben. Dies ist eine einmalige Gelegenheit (gerade in Ergänzung zum nach wie vor downloadbaren “Karma Phala Project“) rund die Hälfte der Songs des neuen Albums kennenzulernen. Dabei hat Sarah Fimm bei der Songauswahl darauf geachtet, dass einige Highlights des Albums (“Sleeping Satellites”, “Yellow”) mit dabei sind, andere Highlights fehlen und laden den geneigten Hörer dazu ein, die schön gestaltete CD für ein paar Kröten zu erwerben.
Manchmal komme ich mir vor, wie der jute, alte Sokrates: Ich weiß, dass ich nichts weiß (und bitte keine Belehrungen darüber, dass dies eigentlich eine »verfälschende Verkürzung eines Zitats aus Platons Apologie« ist, lesen kann ich selbst!). Je länger ich mich mit kostenloser, mit freien Lizenzen ausgestatteter Musik aus dem Internet beschäftigte, desto weniger habe ich den Eindruck, einen einigermaßen umfassenden Überblick zu erlangen. So passiert es immer wieder, dass ich einige wirklich dicke Fische jahrelang übersehe. Jüngstes Beispiel meines Dicke-Fische-Übersehologismus ist die US-amerikanische Singer/Songwriterin Kristin Hersh. Die ist eigentlich schon ziemlich lange ein Begriff in der Indie-Szene, zunächst in den 1980ern mit ihrer Band Throwing Muses, dann ab Mitte der 1990er verstärkt als Solistin. Eigentlich ist sie genau mein Zielgruppe, Typus Singer/Songwriterin der schrägeren Art mit kratzig-rockiger Attitüde – und doch habe ich sie bisher weitgehend ignoriert und das, obwohl sie vor einigen Jahren eine der Initiatoren der Open-Source-Musikplattform CASH Music (!) ist.
Well, das hat sich nun gründlich geändert, als ich auf einer meiner Lieblingsseiten, dem hier schon oft empfohlenen Free Music Archive zwei komplette Alben von ihr fand, nämlich Speedbath (working) (2009, s. rechts) und Crooked Beginnings (2010), letzteres eine Art überartete Fassung ihres aktuellen “kommerziellen” (im Sinne von käuflich erwerbbarem) Album Crooked. Die Alben haben Song-Überschneidungen, allerdings klingen die Versionen deutlich verschieden.
Wer Ani DiFranco, Regina Spector, Patti Smith und die etwas kantigeren, rockigeren Singer/Songwriterinnen mag, das Ganze mit einer Stimme, die stellenweise wie eine etwas drogenfreiere, jüngere Variante von Marianne Faithfull erinnert, der ist bei Kristin Hersh genau richtig. Alles andere als Blümchen-Musik, wenn ich das mal so nennen darf.
Die beiden Alben (und eigenes andere “lose” Material gibt es als sehr gute MP3s (256 bzw 320 kbps) hier:
Gestern habe ich über die interessantesten und besten kostenlosen Neuerscheinungen aus dem April gebloggt, heute schiebe ich, der Vollständigkeit halber, noch eine Liste mit den besten Veröffentlichungen der Monate Januar bis März des laufenden Jahres nach. Auf ein Mixtape müsst aber allerdings dieses Mal verzichten, dennoch: Klicken, Reinhören und Entdecken lohnt sich. Den Rest des Eintrages lesen »
In wenigen Tagen (am 5. Mai oder so) erscheint das neue Album von Sarah Fimm, das ich mit Spannung erwarte, denn den vorab veröffentlichen Stücken nach (die im Rahmen des Karma Phala Project zu hören waren, das übrigens nach wie vor kostenlos downloadbar ist) könnte “Near Infinite Possibility” eines der absoluten Highlights des Jahres (Achtung! Hype-Alarm!!) werden.
Während ich mir die Spannung heute an einem ereignisreichen und nicht ganz erfreulichen Tag nicht mit einem flüchtigen Hinhören ruinieren wollte – ich werde mir Zeit nehmen, das Album von vorne bis hinten in aller Ruhe zu hören auch wenn das wahrscheinlich heißt, dass ich bis zu meinem Urlaub warten muss – sei an dieser Stelle auf einen Artikel auf sputnikmusic.com hingewiesen, bei dem das komplette Album im Stream previewen kann.
2010 habe ich mich zum ersten Mal ernsthaft mit kostenloser Musik (alias “net music”, “netlabel music”, “free music”, “open source music” usw.) im Internet beschäftigt, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Es ist ein wirklich ein immens weites, unübersichtliches Feld und ich bin weit davon entfernt einen Überblick zu haben (ich glaube ehrlich gesagt, den hat niemand), aber es gibt dennoch eine ganz Reihe Alben (die meisten habe ich an dieser Stelle bereits im Laufe des letzten Jahres vorgestellt), die ich für empfehlenswert halte, nicht nur weil sie kostenlos sind (denn kostenlose Musik gibt es im Internet wirklich mehr als genug), sondern weil es einfach sehr gute Musik ist, die viel zu schade ist, um einfach übergangen zu werden. Weitere empfehlenswerte kostenlose Musik findet ihr auch hier in meinem Blog, wenn ihr die Artikel mit der Tag kostenlos durchseht.
Mir ist durchaus bewusst, dass diese Liste noch viel viel subjektiver ist, als die zuvor gepostete »ever popular Top 20 CDs released in 2010«-Liste, aber was nützt es? Ich kann nur das bewerten um empfehlen, was ich kenne. Also hadert nicht, wenn ihr meint, hier würden entscheidende Free-Music- und Open-Source-Alben fehlen, hinterlasst mir einfach einen Kommentar im Blog mit einem entsprechenden Hinweis. Den Rest des Eintrages lesen »
Immer noch nicht genug Weihnachtsmusik für die kommenden Tage? Dann wird es aber höchste Zeit! Ich habe den Eindruck, dass nicht nur viele Musikfreunde auf den letzten Drücker Weihnachtsmusik suchen, sondern dass auch viele Künstler bis kurz vor Weihnachten mit der Veröffentlichung ihrer Weihnachtsalben gewartet haben. Hier sind die letzten Fundstücke in Sachen kostenlose Weihnachtsmusik, gefunden bei bandcamp.com und noisetrade.com.
Various – A Familyre Christmas – Volume 3
Aus dem Dunstkreis desangesagtesten Indie-Label der USA Asthmatic Kitty (Sufjan Stevens, My Brightest Diamond) kommt dieser gelungene Weihnachtssampler mit einigen ihrer Künstler. Volume 1 (2007) und Volume 2 (2008) sind nur gegen einen (geringen) Obulus zu haben, Volume 3 gibt es (derzeit) umsonst. Wer Sufjan Stevens’ EP-Sammlung »Songs for Christmas« mag, der wird auch dieses Album mögen. Und Sufjan Stevens spielt und singt auch auf einem Stück mit. Der vielleicht beste aktuelle Indie-Sampler in Sachen Weihnachten.
Spätestens seit der sehr erfolgreichen (und sehr gelungenen) Sufjan Stevens 5-fach-EP »Songs for Christmas« überlässt die Indie-Gemeinde die Weihnachtsmusik nicht mehr der konventionellen Musikszene. Weihnachtsmusik muss alles andere als konventionell, konservativ oder kitschig sein – Weihnachtsmusik lässt sich auch so gestalten,dass sie auf jenen gefällt, die normalerweise nicht das hören, was gerade in den Charts angesagt ist (oder vor 20-30 angesagt war).
Gerade auf dem Download-Portal bandcamp.com gibt es eine Fülle von gut gemachten, unterhaltsamen Indie-, Alternative Rock/Folk- und Lo-Fi-Produktionen, die man kostenlos herunterladen kann und mit denen man sein Weihnachtsfest musikalisch anders gestalten kann. Ich habe mich in den letzten Tagen bei bandcamp.com umgesehen und ein paar empfehlenswerte, kostenlose Weihnachtsmusik-Alben und -EPs für euch herausgesucht. Ich habe mich dabei auf jene Alben beschränkt, die wirklich als “Free Download” angeboten werden und jene ausgeklammert, die den Download auf pay-what-you-want-Basis ohne Mindestsumme anbieten. Das hätte die Auswahl nicht unerheblich vergrößert und den Rahmen dieses Artikels gesprengt.
Selbstverständlich empfehle ich jedem, der sich wirklich für gute Weihnachtsmusik interessiert nicht nur auf kostenlose Musik zuzugreifen. Das ist ein Luxus, den sich nicht alle Musiker leisten können, vor allem, wenn sie versuchen davon zu leben. Hie und da können aber diese Downloads auch sehr nützlich sein, wenn es darum geht, neue, unbekannte Künstler kennenzulernen, als Teaser sozusagen. Gerade wenn man auf Indie-Kram steht, führt eh kein Weg an Sufjan Stevens’ EP vorbei. Die gibt es übrigens auch bei bandcamp.com, zu einem sehr fairen Preis nämlich (12 Dollar für 42 Tracks). Den Rest des Eintrages lesen »
jamendo.com ist das größte mir bekannte Portal für kostenlose Musik und trotz eines sehr unübersichtlichen Katalogs – wie bei allen großen Musikportalen täte ein konsequentes Tagging ohne Dubletten und ohne nationale Schreibvarianten (z.B. Prog vs. Progrock vs. Progressive Rock vs. Progressive) Not – und trotz der fehlenden Qualitätskontrolle – bei Jamendo darf jeder seinen Kram hochladen und manchmal klingt es so, als ob es wirklich jeder machen würde, ganz gleich ob er musikalisches Talent besitzt oder nicht – habe ich bei Jamendo schon so einige Entdeckungen gemacht. Allein, man muss schon etwas Geduld mitbringen, um die viele viele Spreu vom Weizen zu trennen.
Ich habe mir mal heute den Spaß gemacht mich durch alle Angebote mit der Tag »Christmas« zu klicken und lade jeden dazu ein, der schon immer einmal wissen wollte, wie einfallslos, wie schlecht, wie peinlich Amateurmusiker sein können. Es ist wirklich extrem viel Ausschuss dabei, Sachen, die man noch nicht einmal dem schäbigsten Supermarkt als Muzak wünscht. Die Auswahl an guter oder zumindest hörbarer Weihnachtsmusik ist relativ klein, drum hier meine vier Tipps. Ich sag’s aber lieber gleich: Es gibt deutlich Besseres, wenn man bereit ist, ein paar Euro im Laden für ein vernünftiges Weihnachtsalbum hinzublättern. Den Rest des Eintrages lesen »
Nächste Ausgabe von s| a| m #48
wird am 29. 09. 2011, von 21:00-23:00 Uhr
auf dem Stream des Senders Metal Refinement gesendet. Thema: t.b.a.
Paralleler Chat im IRC zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement