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Eurovision Song Contest 2010: (almost) Live-Reviews der Final-Beiträge

ESC 2010 Logo -Bild: © NDR/EBU

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Sooo, jetzt sind alle Titel durch und hier sind meine ungeschönten Unverschämtheiten, die ich während der Performances notiert habe zum Nachlesen- nur falls ihr euch während des Zwischenprogramms und während der Punktevergabe langweilt.

Mein Tipp für das erste Viertel des Feldes ist upgedated und fett markiert.

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Eurovision Song Contest 2010: Startreihenfolge und meine Favoriten für die Plätze 1 – 10

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In 12 Stunden geht es also los: Der musikalisch belangloseste Contest kürt einmal mehr ein One-Hit-Wonder für einen Abend (denn seien wir ehrlich: Internationale Karrieren sind beim Grand Prix/ ESC nur in absoluten Ausnahmefällen gestartet – und kommt mir nicht immer wieder mit ABBA).

Hier nun die Startreihenfolge für das heutige Finale des Eurovision Song Contest 2010 in Oslo. Die 10 Teilnehmer, die ich unter den ersten 10 sehe sind fett hervorgehoben:

  1. Aserbaidschan: Safura – Drip Drop
  2. Spanien: Daniel Diges – Algo Pequeñito (Something Tiny)
  3. Norwegen: Didrik Solli-Tangen – My Heart Is Yours
  4. Moldawien: Sunstroke Project & Olia Tira – Run Away
  5. Zypern: Jon Lilygreen & The Islanders – Life Looks Better In Spring
  6. Bosnien/Herzegowina: Vukašin Brajić – Thunder And Lightning
  7. Belgien: Tom Dice – Me And My Guitar
  8. Serbien: Milan Stanković – Ovo Je Balkan
  9. Weißrussland: 3+2 – Butterflies
  10. Irland: Niamh Kavanagh – It’s For You
  11. Griechenland: Giorgos Alkaios & Friends – Opa
  12. Großbritannien: Josh – That Sounds Good To Me
  13. Georgien: Sofia Nizharadze – Shine
  14. Türkei: maNga – We Could Be The Same
  15. Albanien: Juliana Pasha – It’s All About You
  16. Island: Hera Björk – Je Ne Sais Quoi
  17. Ukraine: Alyosha – Sweet People
  18. Frankreich: Jessy Matador – Alllez Olla Olé
  19. Rumänien: Paula Seling & Ovi – Playing With Fire
  20. Russland: Peter Nalitch & Friends – Lost And Forgotten
  21. Armenien: Eva Rivas – Apricot Stone
  22. Deutschland: Lena – Satellite
  23. Portugal: Filipa Azevedo – Há Dias Assim
  24. Israel: Harel Skaat – Milim
  25. Dänemark: Chanée & N’evergreen – In A Moment Like This

So, jetzt habe ich mich dieses Jahr ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt. Ein paar Titel sind meiner Meinung nach sichere Kandidaten für die Top 10 (vor allem Griechenland, Aserbaidschan, Serbien und Deutschland – was bitte nicht unbedingt als Qualitätskriterium gelten sollte), ein paar könnten auch echt durchgereicht werden (Belgien, Zypern und Island) und andere artverwandte Songs (sagen wir mal Norwegen, Israel, Portugal als Balladen/Schnulzen-Vertreter und Rumänien, Armenien und Albanien als typische ESC-Popnummern) könnten weiter vorne landen. Ein paar Sachen scheinen mir sicher: Großbritannien, Frankreich, Spanien, Irland (allesamt auch wirklich grauenvoll!) werden sich hinten einordnen. Da steckt auch sicher ein wenig Wunschdenken hinter.

Wie es dann wirklich ausgeht, erfahren wir heute Abend ab 21 Uhr im TV oder bei den Live-Streams auf eurovision.de und eurovision.tv

Meine Sympathien gehören morgen (als Italiener, der lange in Deutschland lebt) der deutschen Teilnehmerin Lena (aus Sympathie-Gründen und weil ich Lena gerne als Galionsfigur für ein anderes Deutschland sehe, als es im Ausland immer dargestellt wird) und der Türkei (aus musikalischen Gründen – weil mir ihre Musik am ehesten zusagt).

Aber wenn ich ganz ehrlich bin rechne ich morgen mit einem Sieg der Griechen. Was ja dann auch irgendwie nicht die Welt verändern würde.

Eurovision Song Contest 2010: Gedanken

Ich bin morgen Abend froh, wenn der ESC-Kram vorbei ist. Es ist ja schon fast zwanghaft, dass man sich diesen belanglosen Müll anhört und anguckt. Und darüber bloggt. Das Streben nach Ruhm. We’re only in it for the reader…
Hmmm… Vielleicht sollte ich nächstes Jahr mal eine ESC-Blog-Pause einlegen, nachher glaubt jemand noch, ich würde wirklich solche Musik in irgendeiner Weise mögen.
Andererseits habe ich eine diebische Freude daran mir das Spektakel anzugucken, deutlich seltener erfreulich ist es anzuhören. Zumindest manchmal, auch wenn ich mit Sanremo und dem ESC eigentlich völlig ausgelastet bin, was die Dauerberieselung mit schlechter, bestenfalls mittelmäßiger Popmusik anbelangt. Denn egal wer morgen gewinnt, sein/ihr Ruhm wird bereits Sonntag beginnen zu verblassen und in 7 Tagen wird man schon Schwierigkeiten haben sich an den Song zu erinnern. Nicht, dass das was in den Charts liefe deutlich besser wäre…
Und dann rückt die Fußball-WM ins Auge des nationalen Interesses. Wenn es Lena/irgendein anderer Teilnehmer nicht beim ESC richtet, dann muss eben der Fußball die nationale Ehre retten, verteidigen oder definieren. Und wenn man nicht daran teilnimmt, dann muss eben das verhasste Nachbarland/der erklärte Fußballfeind besonders schlecht abschneiden.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Eurovision Song Contest 2010: Meine Trash-Top-5

Schon letztes Jahr gestand ich meinen Lesern ja, dass meine ansonsten so engelsgleiche (nicht Engels-gleich … boah, was ihr immer denkt) Seele ein dunkles Geheimnis birgt:

»Der einzige Grund, warum ich den ESC so gerne gucke, ist das ungewöhnliche Aufkommen an Schund-Beiträgen aus aller Herren Ländern und meine diebische Freude daran, darüber abzulästern. Nirgendwo sieht man schlechtere Sänger, dämlichere Kostüme und albernere Tanz-Einlagen als beim Eurovision Song Contest.«

Trotz mehrerer Therapien, Teufelsaustreibungen und Teufelstänze hat sich daran nichts geändert.
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Eurovision Song Contest 2010: Das Semifinale, Teil 2

»Kein Song ohne Geige?« Von wegen – tatsächlich habe ich heute beim 2. Semifinale nicht eine einzige Geige auf der Bühne gesehen (und das nach dem Violinen-Overkill vom Dienstag). Der heutige Abend war deutlich stärker als der Dienstag. Das eigentliche Highlight des Abends war der Einspieler mit dem Philharmonischen Chor Oslo, der die Reise eines Jungen quer durch Europa nach Oslo (auf die Bühne) kongenial in Töne setzte. Und die Abstimmung selbst wurde zum Krimi: Zwei der Mitfavoriten, Schweden und die Niederlande, haben es nicht ins Finale geschafft – das ist eine dicke Überraschung!

Hier die Teilnehmer des 2. Semifinals in der Reihefolge ihrer Auftritte und einige böse, fiese, gemeine kritische Anmerkungen. Die fettgeschriebenen Teilnehmer sind für das Finale am Samstag qualifiziert:
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Eurovision Song Contest 2010: Das Semifinale, Teil 1

»Das erste Semifinale brachte am Dienstag natürlich das erwartete Grauen.« Ein Satz den ich mühelos jedes Jahr schon mal vorab in den Blogartikel-Entwurf Copy-&-Pasten kann, denn seit Jahren sind die Semifinals die ungekürzten Trash-Highlights, die auch von der Abschlussveranstaltung nicht getoppt werden können. Aber ich muss gestehen, das heutige 1. Semifinale war eher langweilig und bis auf die üblichen 80er-Referenzen waren keine epochalen Katastrophen dabei – ach ja, quasi jede Band hatte einen Geiger auf der Bühne, wow, so plump wurde das (vermeintliche) Erfolgsrezept vom letzten Jahr schon lange nicht mehr imitiert. Ausnahme ist freilich der Serbe Milan Stanković, einer Art Yugo-Prinz-Eisenherz im Discokostüm.

Das Halbfinale selbst war zwar bunt, aber deutlich biederer und weniger großkotzig inszeniert, als die russische Variante letzten Jahres. Die Einspielfilmchen waren unfassbar unwitzig. Der Mangel an Sonne und Wärme macht sich halt irgendwie nicht nur in Black Metal bemerkbar.

Die Moderatoren Nadia Hasnaoui (die Dunkelhaarige), Haddy Jatou N’jie (die Dunkelhäutige) und Erik Solbakken (der Blonde aus der Boygroup) sprachen verständliches Englisch (da sind wir anderes gewöhnt), aber haben mich auch nicht umgehauen mit ihrem Charme. Aber man kriegt nicht gleich Ausschlag, wenn sie auf dem Bildschirm sind (das sind wir anderes gewöhnt).

Hier die Teilnehmer des 1. Semifinals in der Reihefolge ihrer Auftritte und einige böse, fiese, gemeine kritische Anmerkungen. Die fettgeschriebenen Teilnehmer sind für das Finale am Samstag qualifiziert:
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Eurovision Song Contest 2010: Daten, Fakten, Termine

ESC 2010 Logo -Bild: © NDR/EBUDieses Jahr wird alles anders beim Eurovision Song Contest. Glaubt zumindest ganz Deutschland. Immerhin gibt es mit Lena (Meyer-Landrut) endlich mal wieder eine Kandidatin, hinter der Deutschland zu stehen scheint und für die man sich nicht (fremd-) schämen muss. Nach dem letztjährigen Desaster von „Alex Swings, Oscar Sings!- Miss Kiss Kiss Bang“ (20. Platz, 35 Punkte) kann es ja nur noch besser werden, oder?

Ich wage mich schon jetzt einmal aus dem Fenster – und ich habe mir es verkniffen die Beiträge vorab auf Youtube zu hören – und behaupte jetzt einfach einmal: Lena wird im ersten Drittel des ESC landen (also Pi mal Daumen im einstelligen Bereich der Finalisten). Ob es mehr werden könnte wage ich erst nach den Semifinals zu bewerten. Wie immer gebe ich meinen Senf zum ESC hier ab, keine Sorge.

Fassen wir erst einmal die „technischen Daten“ zusammen:

Die TV-Termine für den 55. Eurovision Song Contest 2010 aus der Osloer  Telnor Arena (auf deutschen Sendern, Österreich und Schweiz, s. „Finale“):

Erstes Semifinale

Di., 25. Mai, ab 21.00 Uhr live auf NDR (dem dritten Programm des Norddeutschen Rundfunk, bundesweit über Kabel, Satellit und in weiten Teilen Deutschlands über DVB-T frei empfangbar)

zeitversetzte Wiederholung des 1. Semifinales ab 23;00 Uhr auf EinsFestival

Die Teilnehmer (in Startreihenfolge): Moldawien, Russland, Estland, Slowakei, Finnland, Lettland, Serbien, Bosnien/Herzegowina, Polen, Belgien, Malta, Albanien, Griechenland, Portugal, Mazedonien, Weißrussland, Island

Achtung: Deutschland ist stimmberechtigt! Man kann also für Favoriten aus anderen Ländern anrufen!

Zweites Semifinale

Do. 27. Mai, ab 21.00 Uhr live auf EinsFestival (digitales Programm der ARD, bundesweit über Kabel, Satellit und in weiten Teilen Deutschlands über DVB-T frei empfangbar)

zeitversetzte Wiederholung des 2. Semifinales am Fr. 28.05, 00;55 Uhr auf NDR

Die Teilnehmer (in Startreihenfolge): Litauen, Armenien, Israel, Dänemark, Schweiz, Schweden, Aserbaidschan, Ukraine, Niederlande, Rumänien, Slowenien, Irland, Bulgarien, Zypern, Kroatien, Georgien, Türkei.

Achtung: Deutschland ist in diesem Semifinale NICHT stimmberechtigt! Man kann also NICHT für Favoriten aus diesem Startfeld anrufen!

Jeweils die Top 10 der beiden durch Televoting und eine Fachjury (Gewichtung 50:50) ermittelten Semifinale-Tabellen qualifiziert sich für das Finale, zu dem dann noch die „Big Four“ Frankreich, Spanien, Großbritannien, Deutschland (aufgrund ihrer hohen Beiträge in die Eurovisions-Kasse) und das letztjährige Siegerland Norwegen (als Ausrichter) am Finalabend kommen.

Finale

Sa., 29. Mai, ab 21.00 Uhr live auf Das Erste, zuvor „Countdown für Oslo„, ebenfalls Das Erste.

Übrigens: Das Schweizer Fernsehen überträgt auf SF2 das Finale ebenfalls live, die in Österreich berechtigte Rundfunkanstalt ORF hat auf eine Teilnahme verzichtet und strahlt weder die Semifinals, noch das Finale live aus.

Streaming-Tipps

Auf der offiziellen Eurovision Song Contest-Website kann man sich die die Semifinals und natürlich das Finale im Streaming live anschauen:

http://www.eurovision.tv/page/multimedia/tv

Erstmals dieses Jahr streamt auch die ARD alle drei Shows live im Internet:

http://www.eurovision.de

Alle Teilnehmer mit ihren offiziellen Videos und massig Backstage-Material kann man im offiziellen YouTube-Channel des ESC anschauen:

http://www.youtube.com/eurovision

Es gibt auch einen offiziellen deutschen Youtube-Channel zum ESC

http://www.youtube.com/user/esc

Raab rettet Deutschland beim Eurovision Song Contest 2010

Raab soll Grand Prix retten – Kölner Stadt-Anzeiger

Nun also doch: Raab rettet Deutschland. Zumindest beim Eurovision Song Contest. Nachdem die deutsche Nationalehre im Eurovision Song Contest 2009 (für mich nicht ganz unerwartet) mit dem 20. Platz gekränkt wurde, soll’s nun Stefan Raab richten: Für die nächste Ausgabe am 29. Mai in Oslo werden die Teilnehmer vom Kölner Moderator gecastet.  In der jüngeren Vergangenheit hatte Raab dreimal als Songschreiber und Künstler am ESC teilgenommen und damit die besten deutschen Platzierungen erzielt (1998 als als Produzent von Guildo Horn, Platz 7; 2000 als Produzent und Sänger, Platz 5 und 2004 als Produzent von Max Mutzke, Platz 8).

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Eurovision Song Contest 2009: Das Ergebnis

Und hier das abschließende vollständige Ergebnis des Eurovision Song Contest 2009 in Moskau:

  1. Norwegen: Alexander Rybak – Fairytale (387 Punkte)
    http://www.youtube.com/watch?v=fBFFlL58UTM
  2. Island: Yohanna – Is it true? (218 Punkte)
  3. Aserbaidschan: AySel & Arash – Always (207 Punkte)
  4. Türkei: Hadise – Düm Tek Tek (177 Punkte)
  5. Großbritannien: Jade Ewn – It’s My Time (173 Punkte)
  6. Estland: Urban Symphony – Rändajad (129 Punkte)
  7. Griechenland: Sakis Rouvas – This Is Our Night (120 Punkte)
  8. Frankreich: Patricia Kaas – Et S’il Fallait Le Faire (107 Punkte)
  9. Bosnien Herzegowina: Regina – Bistra Voda (106 Punkte)
  10. Armenien: Inga & Anush – Jan Jan (92 Punkte)
  11. Russland: Anastasia Prikhodko – Mamo (91 Punkte)
  12. Ukraine: Svetlana Loboda – Be my Valentine! (Anti-crisis Girl) (76 Punkte)
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Eurovision Song Contest 2009: Das Finale – Der Wettbewerb

  1. Litauen: Sasha Son – Love
    Auch beim zweiten Durchlauf kann mich Sasha, das Muttersöhnchen nicht überzeugen. Die Harmonien in den Strophen sind außerdem verdächtig nah an »We Are The Champions«.
  2. Israel: Noa & Mira Awad – There Must Be Another Way
    Irgendwie passt der Refrain nicht in den Song, aber was soll’s: Hier zählt die Absicht – ich glaube, der Song landet im vorderen Drittel.
  3. Frankreich: Patricia Kaas – Et S’il Fallait Le Faire
    Der erste Titel der Big Four ist auch mein Favorit der vier gesetzten Nationen: Die Kaas kann waas… äh… was.
  4. Schweden: Malena Ernman – La Voix
    Das geht beim zweiten Mal noch weniger: Schlager-Nightwish mit 70er-Disco-Beat. Richtig furchtbar.
  5. Kroatien: Igor Cukrov feat. Andrea – Lijepa Tena
    Auch beim zweiten Mal trifft sie („Andrea“) keinen Ton. Furchtbar.
  6. Portugal: Fior-de-lis – Todas As Ruas Do Amor
    Fröhliche Portugiesen? Und – der Percussionist hat doch etwas sehr … ähm … femines, oder?
  7. Island: Yohanna – Is it true?
    Auch beim zweiten Mal: Sehr gut gesungen, leider immer noch in diesem Lampenschirm-Kleid. Schöne, klassische Grand-Prix-Ballade…
  8. Griechenland: Sakis Rouvas – This Is Our Night
    Was für ein Kontrast! Griechenland ist ein Garant des Grauens – die absolut tuntigste Performance des Abends. Das kann nicht schlimmer werden.
  9. Armenien: Inga & Anush – Jan Jan
    Tja, eigentlich wäre der Song ok, wenn… wenn die Sängerinnen mehr könnten. So ist es eine sehr anstrengend zu hörende Nummer.
  10. Russland: Anastasia Prikhodko – Mamo
    Eine Ukrainerin, die für Russland singt. Hui, Völkerverständigung! Leider ist der Song sehr schlecht gesungen. Die schlechteste Gesangsperformance bisher.
  11. Aserbaidschan: AySel & Arash – Always
    Der griechische Song noch mal, remixed von DJ Bobo im Osteuropa-Mix. Plumper geht es nimmer.
  12. Bosnien Herzegowina: Regina – Bistra Voda
    Eine schöne Balkan-Hymne, sehr stark inszeniert. Einer meiner Favoriten.
  13. Moldawien: Nelly Ciobanu – Hora Din Moldova
    Druckvoller Auftritt, mitreißende Performance, tolle Volkstänze: Vermutlich zu folkloristisch, um vorne zu landen.
  14. Malta: Chiara – What If We
    Der Malteserin wird immer eine gute Stimme nachgesagt: Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Sie ist laut und tonsicher aber ich stimme quäkselt. Ich mag das nicht.
  15. Estland: Urban Symphony – Rändajad
    Elfenpop. Wieder schön. Aber chancenlos.
  16. Dänemark: Brinck – Believe Again
    Berechnender Radio-Pop-Müll. Das darf einfach nicht gewinnen. Eine kalkuliertere Nummer gibt es dieses Jahr nicht.
  17. Deutschland: Alex Swings, Oscar Sings!- Miss Kiss Kiss Bang
    Schleimiger Provinz-Swing mit Titten-Einlage von Dita von Teese. Hat Deutschland nichts besseres zu bieten?
  18. Türkei: Hadise – Düm Tek Tek
    Wenn sexy Dance-Pop, dann Hadise. Sehr sexy,sehr druckvoll. Große Siegchancen.
  19. Albanien: Kejsi Tola – Carry Me In Your Dreams
    Die provinzielle Kopie der Türkin. Ganz schwach. Großartig das türkisfarbene Ganzkörperkondom.
  20. Norwegen: Alexander Rybak – Fairytale
    Der gesetzte Favorit kann mich auch beim zweiten Mal nicht überzeugen – aber sicher: Das Ding geht ins Ohr.
  21. Ukraine: Svetlana Loboda – Be my Valentine! (Anti-crisis Girl)
    Auch im Finale: Grell, laut, fast schon aggressiv-sexuell: Dabei tritt der Song völlig in den Hintergrund. Der Gesang gehört übrigens zu den schwächsten des Abends.
  22. Rumänien: Elena – The Balkan Girls
    Nach der Ukraine wirkt die Nummer wirklich fast harmlos. Die unglückliche Startnummer kostet der Rumänin sicher viele Punkte. Das ist sehr lahm.
  23. Großbritannien: Jade Ewn – It’s My Time
    Das ist ja fuuuurchtbar: Lloyd-Webber schreibt eine belanglose Nummer und Diane Warren textet belanglos drüber. Das klingt wie eine B-Seite von Whitney Houston, die 2019 ein Comeback mit „alten Sachen“ versucht.
  24. Finnland: Waldo’s People – Lose Control
    Auch beim zweiten Mal überzeugt mit Waldo überhaupt nicht. Das ist eine sehr billige DJ Bobo-Nummer. Furchtbar gesungen und mit viel Pyrotechnik aufgemotzt.
  25. Spanien: Soraya – La Noche Es Para Mí (The Night Is For Me)
    Huch?! Die Türkei, die waren doch schon mal? Ah, nein, Spanien will sich mal nicht blamieren. Hm, ob es hiermit gelingt?

Fazit: Keine Überraschungen nach dem Halbfinale. Nach den Performances sehe ich immer noch die Türkei, Ukraine und Norwegen ganz weit vorne. Außenseiter-Chancen für Israel, Moldawien, Bosnien und Griechenland. Und vielleicht Island und Frankreich – nicht ganz vorne, aber respektabel.