Posts Tagged “Postrock”

Eigentlich muss man die Musik von  Matt Stevens kaum noch vorstellen. Der Londoner Gitarrist hat sich einen guten Namen in der freien Musikszene und darüber hinaus gemacht. #musicmondaySo wurde sein Debütalbum “Ghost” unter anderem auf den Babyblauen Seiten besprochen (mit guten 10/15 Punkten). Trotzdem, es kann ja sein, dass man bisher noch nichts von ihm gehört hat, dann sollte man das allerdings schleunigst nachholen. Sein neues Album “Relic” ist wirklich eine sehr gute musikalische Reise durch den modernen Prog und Postrock geworden – kein schleimiger Retrokram, sondern pure Energie und Kreativität. Ein Ein-Mann-Orchester mit bemerkenswertem Talent.

“Relic” gibt es als Pay-what-you-want-Download (ohne Mindestpreis, also auch ggf. kostenlos) aus seiner bandcamp.com-Seite. Dort kann man auch die CD-Ausgabe des Albums bestellen.

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kostenlosGestern habe ich über die interessantesten und besten kostenlosen Neuerscheinungen aus dem April gebloggt, heute schiebe ich, der Vollständigkeit halber, noch eine Liste mit den besten Veröffentlichungen der Monate Januar bis März des laufenden Jahres nach. Auf ein Mixtape müsst aber allerdings dieses Mal verzichten, dennoch: Klicken, Reinhören und Entdecken lohnt sich.
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kostenlosMittlerweile komme ich mit dem Bloggen über empfehlenswerte kostenlose Downloads (mit oder ohne CC-Lizenz) an dieser und an anderer Stelle kaum noch nach. Darum gibt es ab heute monatlich eine unkommentierte Liste mit den interessantesten und besten Neuerscheinungen aus dem April, die man (derzeit) kostenlos beziehen kann. Wenn sie mit einer freien Lizenz ausgestattet sind, habe ich das extra vermerkt [= (CC)], ansonsten Einige habe ich hier vorgestellt, andere nicht. Alle sind auf jeden Fall mal ein Reinhören wert. Dafür gibt es ein kleines Mixtape dazu, damit man direkt einmal in die Musik reinschnupp – äh lauschen kann. Die Liste kann erweitert werden (s. Update-Datum), falls ich in den nächsten Wochen noch über interessante April-Veröffentlichungen stoße, das Mixtape bleibt aber davon unberührt.
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OKX - A Tribute To OK ComputerIm Zusammenhang mit dem eben → hier vorgestelltem kompletten Covers des neuen Radioheadalbums »The King Of Limbs« der Band Robotanists, sei auch an dieser Stelle noch einmal auf das wirklich sehr gut gemachte Coveralbum »OKX – A Tribute To OK Computer« hingewiesen (ich habe es eigentlich schon mit ähnlichen Worten in meinem Adventskalender auf uergsel.de → getan), das die beliebte US-amerikanische Musik-Website Stereogum vor einigen Jahren veröffentlicht hat.
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Radiohead gehören seit Jahren zu den beliebtesten Bands im Musikbusiness und sie gehören zu den derzeit meist gecoverten Bands. Meine Artikel über diversen empfehlenswerten Radiohead-Cover der letzten Monate (z. B. von Amanda Palmer → hier und von Alex Schaaf für Kammerensemble und Sänger → hier) gehören zu den beliebtesten Artikeln und Dauerbrennern in diesem Blog. Ich selbst freue mich auch immer wieder über die Bearbeitungen, offenbar lassen sich die Songs der britischen Band besonders gut covern.
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Gerade haben Amplifier mit ihrem Comeback-Album »The Octopus« für einige Furore in der Prog-Szene und auch außerhalb gesorgt, schon legen sie ein Geschenk für die Fans nach: Seit heute (eigentlich ab morgen: Erscheinungsdatum 14. Februar 2011, sic!) kann man auf ihrer bandcamp.com-Seite die 4-Track-EP »Fractal« kostenlos in allen möglichen Formaten (MP3, FLAC usw.) herunterladen. Die vier Stücke auf Fractal entstanden in den selben Sessions, aus denen auch das hochgelobte Album The Octopus hervorging und sollen einen guten Einblick in die Kompositionsprozess der Band geben (so die Eigen-Angabe). Es handelt sich um improvisierte, nicht nachbearbeitete Stücke.

Die EP gibt es → hier.

Übrigens kann man das wirklich hörenswerte Album The Octopus dort ebenfalls günstig digital erwerben oder komplett im Streaming anhören.

Wer auf die etwas lauteren Porcupine Tree, Muse und Oceansize steht, der sollte unbedingt einmal in dieses Album hineinhören. Amplifier sind längst mehr als ein Geheimtipp. Erfreulich, dass sie bei aller stilistischer Nähe einen ziemlich unverwechselbaren Sound haben, der sie von ihren Mitbewerbern unterscheidet.

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»Heavy poor man’s post-rock based on rusty guitars and organs« so die Selbstbeschreibung beim Sey-Hello-Debüt, das ich in meinem → Adventskalender-Beitrag auf uergsel.de zitiert habe und die nach wie vor für die Musik des schwedischen Multi-Instrumentalisten Sebastian Larsson alias Sey Hollo zu stimmen scheint, auch auf seiner neuen EP »Growth«, einer der ersten Veröffentlichungen des noch sehr jungen Jahres.

Es ist wirklich roher, dreckiger Postrock, den Larsson hier kultiviert (sic!): Seine Alben entstehen innerhalb weniger Tage und werden binnen kürzester Zeit veröffentlicht, as is, sozusagen, kein Feinschliff, kein posthume Überarbeitungen, kein ausgeklügeltes Mastering. Was bei vielen anderen unprofessionell klingen würde, bleibt bei Larsson alias Sey Hollo dennoch erstaunlich hochwertig, statt feiner Balance und filigraner Klangarchitekturen setzt er auf den unverfälschten Moment, eine Art rohe Kreativität, allerdings überrascht er immer wieder mit originellen Ideen, Samples oder fast lyrischen Momenten.

Wer es beim Postrock gerne auch mal krachen lässt und die Dinger gar nicht immer so lupenrein mag, der sollte unbedingt in das Album reinhören (links). Da seine freien Downloads bei bandcamp.com derzeit aufgebraucht sind (Bandcamp stellt den Künstlern neuerdings nur eine begrenzte Anzahl von kostenlosen, freien Downloads zur Verfügung), kann man die neue EP → hier in sehr guter MP3-Qualität (256 kbps) oder als FLAC-Version → hier beim Sharehoster mediafire.com (selbstverständlich legal) downloaden.

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Radiohead sind ja wirklich Wiederholungstäter: Erst vor wenigen Wochen, am 23. August2010 erschien ihre von Fans genau ein Jahr zuvor gefilmtes Konzert in Prag als aufwendig gestaltete DVD → Live in Praha, schon gibt es einen neuen DVD-Download. Am 24. Januar 2010 spielten Radiohead ein Benefiz-Konzert in der Music Box in Los Angeles für die Erdbebenopfer in Haiti. Das Konzert wurde von Fans (mit Erlaubnis der Band) mitgeschnitten und liegt seit Heiligabend (als Weihnachtsgeschenk) als Doppel-DVD-Download kostenlos (mit der Bitte um eine Spende für die Erdbebenhilfe) zum Download vor.

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Radiohead gehören seit Jahren zu den beliebtesten Bands im Musikbusiness. Kaum eine andere Band hat mehr Fans und kaum eine andere zeitgenössische Band wird so oft gecovert, wie Radiohead (zuletzt von Amanda Palmer auf der Ukulele, s. Artikel dazu → hier).

Bei meinem letzten Fischzug beim Download-Portal bandcamp.com fand ich beim Stöbern in der ansonsten nicht so wirklich erquicklichen Klassik-Sektion dort ein interessantes Album des US-amerikanischen Musikers Alex Schaaf (der auch unter dem Pseudonym Yellow Ostrich Musik veröffentlicht): Er hat Radioheads vielleicht wichtigstes Album »Kid A« für zwei Klaviere, zwei Violinen, zwei Cellos und sechs Stimmen arrangiert und aufgenommen und bietet das komplette Album kostenlos zum Download an. Wie immer bei bandcamp.com kann man zwischen allen möglichen Audioformaten wählen (MP3, FLAC, AAC, OGG, ALAC – ich empfehle ja immer das verlustfreie FLAC, das heute alle Software-Player abspielen können, das man sehr gut in WAVs umwandeln kann, um daraus eine Audio-CD fürs Auto zu machen und das man leicht in MP3s für den tragbaren MP3-Player umwandeln kann) . Ich finde die Arrangements sehr gelungen, etwas Probleme macht mir hie und da der Gesang – aber dass der Gesang etwas seltsam anmutet, gehört ja auch bei Radiohead selbst zum Konzept. Thom Yorkes Stimme ist ja nun auch nicht ganz … äh … unumstritten. Muss aber wohl so sein.

Alex Schaaf scheint übrigens ein seltsamer Vogel zu sein. So hat er (unter seinem Pseudonym Yellow Ostrich) eine EP mit dem Titel »The Morgan Freeman EP« veröffentlicht, die ausdrücklich von Morgan Freemans Wikipedia-Seite (!) inspiriert wurde. Das Album kann man ebenfalls bei bandcamp.com in voller Länge anhören und auf Pay-what-you-want-Basis erwerben, ohne dass eine Mindestzahlung verlangt wird (Wer will kann also auch 0$ zahlen, was freilich nicht ganz fair ist, wenn man das Album wirklich öfter hören möchte). Dieses Prinzip gilt übrigens für all seine (zahlreichen) Alben, EPs und Singles, die er dort veröffentlicht hat, auch für seine letzte EP »Fade Cave«, die er gänzlich ohne Instrumente, lediglich mit Stimmen und einer Rhythmus-Maschine produziert hat.

Alex Schaaf – Radiohead’s Kid A: Re​-​imagined bei bandcamp.com
Yellow Ostrich – The Morgan Freeman EP bei bandcamp.com
Yellow Ostrich – Fade Cave EP bei bandcamp.com

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Radiohead - Prague DVD - Bild: petrklapper.comRadiohead sind ja Wiederholungstäter: Nachdem sie das Business 2007 mit der quasi-gratis-Veröffentlichung von “In Rainbows” hinlänglich schockten (s. dazu meinen → Blog-Artikel auf uergsel.de), nachdem sie ihre letzte Single “These are my twisted Words” ebenfalls kostenlos ins Netz stellten (s. dazu meinen → Blog-Artikel auf diesen Seiten) haben sie sich wieder etwas besonderes für die Fans ausgedacht: Ihr Konzert vom 23. August 2009 (tolles Datum ;-) ) in Prag wurde von 50 Fans aus verschiedenen Positionen gefilmt und anschließend zu einer semi-professionellen DVD zusammengeschitten. Die Tonspur für die DVD wurde von der Band zur Verfügung gestellt. Seit dem 23.08.2010 kann man das Konzert komplett kostenlos in verschiedenen Formaten kostenlos herunterladen: als PAL-DVD, als NTSC-DVD, als Quicktime-MOV, als MKV, als MP4 für den iPod und als AVI. Demnächst erscheint eine BluRay-Fassung und selbstverständlich kann man sich den Mitschnitt komplett bei YouTube angucken:

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