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Meine Rezensionen im Schallplattenmann #647 vom 12.10.2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #647 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Album des Monats September 2009: Philip Glass – Koyaanisqatsi

Philip Glass - Koyaanisqatsi

Sowohl der Film „Koyaanisqatsi“, als auch der Soundtrack von Philip Glass (*1937) sind Meilensteine und erlangten schon kurz nach dem Erscheinen absoluten Kultstatus. Der dialoglose, handlungslose Film mit seinen suggestiv aneinander montierten Bildern mit der hypnotischen Musik von Philip Glass, seinem Debüt als Soundtrack-Komponisten, begeistert auch heute noch eine neue Generation von Kinogängern. Für Glass war „Koyaanisqatsi“ nicht nur der Einstieg in die Soundtrack-Welt, sondern auch der Durchbruch im Massenbewusstsein der Pop-Kultur. Neue Musik (oder Minimal Music oder etwas, was die Hörer diffus unter ‚Klassik‘ einordneten) wurde breiten Hörerschichten bewusst. Der Soundtrack zu „Koyaanisqatsi“ nahm Berührungsängste.

Als die erste Fassung der Filmmusik 1983 erschien, wurde die Musik der üblichen Spielzeit der Vinyl-Schallplatte angepasst, ’nur‘ 46 Minuten Musik, obwohl doch der Film selbst fast doppelt so lang ist und über weite Strecken mit Musik unterlegt ist. 1998 nahm das Philip Glass Ensemble die Musik neu auf, ergänzte die Tracklist um zwei verwendete, aber nicht bei der Erstausgabe veröffentlichte Stücke und erweiterte die bereits veröffentlichten Tracks (teilweise) um mehrere Minuten. Dafür wurde die Musik allerdings von den Filmgeräuschen befreit und eher als eigenständiges Werk eingespielt. Die nun erschienene Neuausgabe („Complete Soundtrack Version“) des Soundtracks enthält endlich die vollständigen, ungekürzten originalen Aufnahmen von 1983, also jene, die für den Film verwendet wurden (und nicht die Neuaufnahmen von 1998).

Es gibt nicht viele Soundtracks, die man wirklich gehört haben muss, aber dieser ist definitiv einer der wichtigsten Soundtracks des 20. Jahrhunderts; ss gibt nicht viele Werke der Neuen Musik (oder meinetwegen der Minimal Music), die ich jedem vorbehaltlos an Herz legen würde, weil sie weit über das Genre hinaus zeitlose Relevanz besitzen, Philip Glass‘ „Koyaanisqatsi“ ist mit Sicherheit eine dieser ganz raren Werke. Gerade in dieser „Complete Soundtrack Version“ ist „Koyaanisqatsi“ ist unverzichtbar.

Interpretation
Klang
Booklet & Gestaltung
Preis / Leistung

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #639 vom 10.08.09

Meine Rezensionen in der Ausgabe #639 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Peter und der Wolf auf Italienisch

OK OK, Italien hat Berlusconi, aber Italien hat auch den großartigen Roberto Benigni und einen Claudio Abbado 🙂

Ein Ausschnitt aus der Live-Aufführung vom 25. Oktober 2008 in Bologna von Sergei Prokofievs „Peter und der Wolf“ (Ital. „Pierino e il lupo“) des Orchestra Mozart unter der Leitung von Maestro Claudio Abbado. Die Texte werden von Roberto Benigni vorgetragen. Das Ganze lief im italienischen Staatsfernsehen RAI am Weihnachtstag und ist mittlerweile auf DVD erhältlich, logischerweise ist die italienischsprachige Version üblicherweise nur in Italien erhältlich.

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #631 vom 8. Juni 2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #631 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #629 vom 18. Mai 2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #629 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #627 vom 4. Mai 2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #627 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Steve Reich erhält Pulitzer-Preis für Musik

Gerade auf www.klassik.com gelesen:

Der US-amerikanische Komponist Steve Reich erhält den diesjährigen Pulitzer-Preis für Musik. (…)  In der Jurybegründung heißt es, dass Reichs Werk durch seine „Fähigkeit, eine Anfangsenergie in eine breit angelegte musikalische Form zu transferieren“ überzeugt habe.

Die ganze Meldung gibt es hier → http://aktuell.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=6977

Maurice Ravel – L’Enfant et le Sortilèges

Maurice Ravel, 1912

Maurice Ravel, 1912

Maurice Ravel (1875-1937) ist nicht gerade für seine Opern bekannt, Kunststück: Seine beiden Vokalwerke für die Bühne L’Heure espagnole („Die spanische Stunde“, Uraufführung 1911) und L’Enfant et les Sortilèges („Das Kind und der Zauberspuk“, Uraufführung 1925) sind zwei sehr gelungene, aber ungewöhnliche Umsetzungen für die Oper.
In den letzten Wochen sind gleich zwei Neuaufnahmen von „L’Enfant et les Sortilèges“ erschienen, eine mit echter Starbesetzung (Simon Rattle, Berliner Philharmoniker, Magdalena Kožená), die andere bloß mit nordamerikanischen Nachwuchssängern. Da sollte doch die Wahl leicht fallen, oder?

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4’33“ als Download

The First Movement Of John Cage’s 4′ 33″ Is Today’s iTunes „Discovery Download“ auf stereogum.com

The First Movement Of John Cage’s 4′ 33″ Is Today’s iTunes „Discovery Download“. Obviously it sounds awesome, obviously you should download it, and definitely post a review.

Wunderbar!

Ich liebe intelligente April-Scherze. Das hier ist definitiv einer der besten, der mir in den letzten Jahren untergekommen ist, gefunden auf den Seiten des vorzüglichen US-amerikanischen Indie-Webzines Stereogum

Wer nun nicht weiß, was 4’33“ ist, der sollte seine Lücke schleunigst schließen. Es ist in gewisser Weise eines der wichtigsten Stücke des 20. Jahrhunderts.

http://de.wikipedia.org/wiki/4’33“

und das unvermeidbare YouTube-Video dazu:

Ich überlege gerade, ob ich 4’33“ nicht als Klingelton für mein Handy nehmen soll 😉