Schlagwort-Archive: Minimal music

Kostenlos (bis zum 11/11/12) und sehr gut: Vocal Minimal Music von Georgina Brett „Non Sense A“

Stellt euch Minimal Music ohne Instrumente vor; stellt euch Lieder ohne Worte, ohne Texte vor; stellt euch Ambient Music vor, die nur mit der Stimme in sich wiederholenden Schleifen („Loops“) entsteht: Genau so sieht das musikalische Universum der Londoner Künstlerin Georgina Brett aus.

Ihr neues Album „Non Sense A“ ist bis zum 11. November 2012 auf ihrer Bandcamp-Seite kostenlos downloadbar (und wird danach nur einen geringen Betrag kosten). Und es ist ein Album, dass ich allen wärmsten empfehlen kann, die wissen wollen, was man mit wenig Aufwand, viel Kreativität und einer geübten Stimme machen kann.

Mein Tipp: Hört unbedingt in jedes Stück hinein, bevor ihr euch für oder gegen eine Download entscheidet. Jedes Stück hat seinen spezifisch eigenen Charakter.

Kostenlos und sehr gut: Minimal Music trifft auf intelligente Popmusik — das Debüt von Sean Morin alias Mai, Mai

Dies ist ein Album für alle, die sich vorstellen können, dass man Minimal Music und intelligente Popmusik sinnvoll miteinander verbinden kann. Stellenweise klingt es so, als ob Björk, Philip Glass, Radiohead, Terry Riley und Owen Pallett miteinander musizieren würden.

„Mai, Mai Variations Vol. 1“ (mai, Ital. = Nie) ist das vielversprechende Debüt des in Portland/Oregon heimischen Multiinstrumentalisten und Komponisten Sean Morin. Ich bin mir sicher, dass man von Morin in Zukunft noch einiges erwarten kann…

Kostenlos und sehr gut: Bemerkenswerte Neuerscheinungen – Januar bis März 2011

kostenlosGestern habe ich über die interessantesten und besten kostenlosen Neuerscheinungen aus dem April gebloggt, heute schiebe ich, der Vollständigkeit halber, noch eine Liste mit den besten Veröffentlichungen der Monate Januar bis März des laufenden Jahres nach. Auf ein Mixtape müsst aber allerdings dieses Mal verzichten, dennoch: Klicken, Reinhören und Entdecken lohnt sich.
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Kostenlos und sehr gut: Bosques de mi mente – Nueve dias de invierno

Pünktlich zum Sonnenaufgang hier in Köln am längsten Tag des Jahres möchte ich euch ein winterliches Album mit minimalistischer Instrumentalmusik vorstellen (so bin ich halt: Typsiche Gute-Laune-Musik gibts bei mir bestimmt nicht ;-)): Bosques de mi mente (zu Deutsch etwa ‚Die Wälder meiner Gedanken‚) ist das Solo-Projekt des Madrilenen Nacho (sic!), der seit einigen Jahren in der CC-Szene seine Alben auf diversen Netlabels und Plattformen veröffentlicht. „Nueve dias de invierno“ (Neun Wintertage) ist das fünfte Album des Projekts. Es entstand an neun Wintertagen (ha!), zwischen dem 20. und dem 28. Februar und ist seit Mitte März auf diversen Downloadplattformen kostenlos erhältlich (siehe unten).

Bosques de mi mente – Nueve dias de invierno - CoverNueve dias de invierno ist ein gelungenes Beispiel für die zahllosen Veröffentlichungen aus dem Instrumental-/ Ambient- /Minimal-Segment, die man auf den zahlreichen Netlabels finden kann. Musik, die ohne großen Aufwand komponiert und produziert wurde und die dennoch ihren Anspruch erfüllen: Entspannende, fast meditative Musik für ruhige Momente, etwa beim Lesen, beim Malen, beim Schreiben oder einfach nur so, zum Einschlafen (denn Musik, die einen in den Schlaf wiegt, ist alles andere als langweilig).

Bosques de mi mente – Nueve dias de invierno auf jamendo.com (MP3 VBR V2, ca 190 kbps)

Bosques de mi mente – Nueve dias de invierno auf archive.org (MP3, 320 kbps)

Bosques de mi mente – Nueve dias de invierno beim Netlabel CRLM Office (MP3, 256 kbps)

Übersicht über alle Bosques-de-mi-Mente-Veröffentlichungen (mit Downloadlinks)

Kostenlos und sehr gut: Minimal Music von Heinali

Heinlali - Into The SeaDass das Internet eine Fülle von legalen Quellen für kostenlose Musik bietet, ist eine Binsenweisheit. Nicht alles, was man findet gefällt einem, nicht alles, was man findet, genügt den eigenen Qualitätsanforderungen. Aber ab und zu findet man dann doch zumindest hörenswerte Newcomer.

Eher zufällig stolperte ich über die Myspace-Seite des ukrainischen Musikers, Komponisten und Produzenten Oleg „Heinali“ Shpudeiko (eigentlich stolperte er über mich, denn er schickte mir eine Freundschaftsanfrage), dessen Musik eine teilweise sehr angenehme Mischung aus Minimal Music, Drum’n’Bass und Postrock ist. Philip Glass meets Sigur Ros meets Björk oder so. Seine Alben sind kostenlos auf seiner bandcamp.com-Seite (was es nicht so alles gibt) in verschiedenen Formaten downloadbar. Seine neue EP „Into The Sea“ ist wirklich nicht übel, vor allem der erste Teil des Titelstücks „Into The Sea“ und Track 3 „Icarus“. Auf jeden Fall ein Tipp für alle, die Minimal Music schätzen.

Das Video zum Titelstück wurde von der dänischen Nachwuchs-Regisseurin Charlotte Trier gestaltet und ist sehenswert.

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #643 vom 14.09.2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #643 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

  • Malika Ayane – Malika Ayane
    Internationaler Pop (mit italienischem Akzent)
    (2009, CD; Sugar)

    (…) Die italienischen Songs des Albums sind wirklich hörenswert, die englischsprachigen sind (textlich und gesanglich) brave Stangenware aus der Provinz. Im Sinne unserer Wertungen ergibt dies ein halbes Album ‚erfreuliche Delikatesse‘, ein halbes Album ’solides Handwerk‘.

  • Philip Glass – Koyaanisqatsi
    Ein Meilenstein in der Geschichte der Soundtracks, nun vollständig in der „Complete Soundtrack Version“
    (1983/2009, CD; OMM)

    (…) Es gibt nicht viele Soundtracks, die man wirklich gehört haben muss, aber dieser ist definitiv einer der wichtigsten des 20. Jahrhunderts; es gibt nicht viele Werke der Minimal Music, die ich jedem vorbehaltlos an Herz (oder ins Ohr) legen würde, Philip Glass‘ „Koyaanisqatsi“ ist mit Sicherheit eines dieser ganz raren Werke, die alle Musikhörer faszinieren können: schlichtweg unverzichtbar, gerade in dieser Ausgabe.

Album des Monats September 2009: Philip Glass – Koyaanisqatsi

Philip Glass - Koyaanisqatsi

Sowohl der Film „Koyaanisqatsi“, als auch der Soundtrack von Philip Glass (*1937) sind Meilensteine und erlangten schon kurz nach dem Erscheinen absoluten Kultstatus. Der dialoglose, handlungslose Film mit seinen suggestiv aneinander montierten Bildern mit der hypnotischen Musik von Philip Glass, seinem Debüt als Soundtrack-Komponisten, begeistert auch heute noch eine neue Generation von Kinogängern. Für Glass war „Koyaanisqatsi“ nicht nur der Einstieg in die Soundtrack-Welt, sondern auch der Durchbruch im Massenbewusstsein der Pop-Kultur. Neue Musik (oder Minimal Music oder etwas, was die Hörer diffus unter ‚Klassik‘ einordneten) wurde breiten Hörerschichten bewusst. Der Soundtrack zu „Koyaanisqatsi“ nahm Berührungsängste.

Als die erste Fassung der Filmmusik 1983 erschien, wurde die Musik der üblichen Spielzeit der Vinyl-Schallplatte angepasst, ’nur‘ 46 Minuten Musik, obwohl doch der Film selbst fast doppelt so lang ist und über weite Strecken mit Musik unterlegt ist. 1998 nahm das Philip Glass Ensemble die Musik neu auf, ergänzte die Tracklist um zwei verwendete, aber nicht bei der Erstausgabe veröffentlichte Stücke und erweiterte die bereits veröffentlichten Tracks (teilweise) um mehrere Minuten. Dafür wurde die Musik allerdings von den Filmgeräuschen befreit und eher als eigenständiges Werk eingespielt. Die nun erschienene Neuausgabe („Complete Soundtrack Version“) des Soundtracks enthält endlich die vollständigen, ungekürzten originalen Aufnahmen von 1983, also jene, die für den Film verwendet wurden (und nicht die Neuaufnahmen von 1998).

Es gibt nicht viele Soundtracks, die man wirklich gehört haben muss, aber dieser ist definitiv einer der wichtigsten Soundtracks des 20. Jahrhunderts; ss gibt nicht viele Werke der Neuen Musik (oder meinetwegen der Minimal Music), die ich jedem vorbehaltlos an Herz legen würde, weil sie weit über das Genre hinaus zeitlose Relevanz besitzen, Philip Glass‘ „Koyaanisqatsi“ ist mit Sicherheit eine dieser ganz raren Werke. Gerade in dieser „Complete Soundtrack Version“ ist „Koyaanisqatsi“ ist unverzichtbar.

Interpretation
Klang
Booklet & Gestaltung
Preis / Leistung

Steve Reich erhält Pulitzer-Preis für Musik

Gerade auf www.klassik.com gelesen:

Der US-amerikanische Komponist Steve Reich erhält den diesjährigen Pulitzer-Preis für Musik. (…)  In der Jurybegründung heißt es, dass Reichs Werk durch seine „Fähigkeit, eine Anfangsenergie in eine breit angelegte musikalische Form zu transferieren“ überzeugt habe.

Die ganze Meldung gibt es hier → http://aktuell.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=6977