Schlagwort-Archive: Metal

Kostenlos und sehr gut: Bemerkenswerte Neuerscheinungen – Januar bis März 2011

kostenlosGestern habe ich über die interessantesten und besten kostenlosen Neuerscheinungen aus dem April gebloggt, heute schiebe ich, der Vollständigkeit halber, noch eine Liste mit den besten Veröffentlichungen der Monate Januar bis März des laufenden Jahres nach. Auf ein Mixtape müsst aber allerdings dieses Mal verzichten, dennoch: Klicken, Reinhören und Entdecken lohnt sich.
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Kostenlos und sehr laut: Zwei interessante und ungewöhnliche Metal-Sampler: NYC Sucks Vol. 1 & 2

Ich bin ja nachgewiesenermaßen kein Metal-besonders-viel-Ahnunghaber und bekennender Metal-Skeptiker, aber diese beiden Metal-Sampler (Ist heute alles Metal, was viele Gitarren hat und laut ist?), die ich einmal mehr im vorzüglichen Free Album Galore-Blog in diesem Artikel gefunden habe, klingen bei ersten Durchzappen so interessant, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte, denn es handelt sich hier um alles andere als den üblichen kommerziellen Metal-Müll, der einem sonst so gerne um die Ohren gehauen wird.

Wie bei so vielen Dingen stellt sich New York als ganz besondere Stadt dar, auch (offenbar) wenn es Metal geht: Zum einen, weil die hier auf den zwei Samplern »New York Sucks« gebotene Bandbreite »from death to tech to prog to grind to black to hardcore to doom and more« für ausreichend Abwechslung sorgt (was ich bei Metal immer wichtig finde), zum anderen weil die Qualität der einzelnen Beiträge teilweise aufhorchen lässt. Da scheint mir der eine oder andere Name dabei zu sein, den man sich vielleicht merken/näher begutachten sollte.

Keinesfalls nur Metal-Fans, auch Prog-Fans sollten hier mal reinhören (gerade der erste Track „The Ladder“ von East Of The Wall (s. rechts) mit seinen King-Crimson-Referenzen (yeah, Crimso-artige Riffs mit Growls!) macht neugierig auf mehr.

CC-BY-NC-NDZusammengestellt und herausgegeben wurden beide Sampler von der offenbar nicht völlig ahnungslosen Website Metal Sucks (guter Name, muhaha), erfreulicherweise mit einer „Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitung“ – Creative Commons-Lizenz (CC BY-NC-ND 3.0), d.h., ihr könnt den Kram kostenlos runterladen, anbieten, weiterverteilen, solange ihr die Namen der entsprechenden Künstler nennt.

Beide Sampler gibt es beim Free Music Archive:

2010 in Music: Top 10 in Free Music

2010 habe ich mich zum ersten Mal ernsthaft mit kostenloser Musik (alias „net music“, „netlabel music“, „free music“, „open source music“ usw.) im Internet beschäftigt, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Es ist ein wirklich ein immens weites, unübersichtliches Feld und ich bin weit davon entfernt einen Überblick zu haben (ich glaube ehrlich gesagt, den hat niemand), aber es gibt dennoch eine ganz Reihe Alben (die meisten habe ich an dieser Stelle bereits im Laufe des letzten Jahres vorgestellt), die ich für empfehlenswert halte, nicht nur weil sie kostenlos sind (denn kostenlose Musik gibt es im Internet wirklich mehr als genug), sondern weil es einfach sehr gute Musik ist, die viel zu schade ist, um einfach übergangen zu werden. Weitere empfehlenswerte kostenlose Musik findet ihr auch hier in meinem Blog, wenn ihr die Artikel mit der Tag kostenlos durchseht.

Mir ist durchaus bewusst, dass diese Liste noch viel viel subjektiver ist, als die zuvor gepostete »ever popular Top 20 CDs released in 2010«-Liste, aber was nützt es? Ich kann nur das bewerten um empfehlen, was ich kenne. Also hadert nicht, wenn ihr meint, hier würden entscheidende Free-Music– und Open-Source-Alben fehlen, hinterlasst mir einfach einen Kommentar im Blog mit einem entsprechenden Hinweis.
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Kostenlos und sehr Metal: »Total Annihilation« von Annihilator („Best-of-Sampler“)

Annihilator - Total AnnihilationMachen wir es kurz, ich habe keine Zeit und keine Ahnung, will aber dennoch den Tipp loswerden: Die kanadische Thrash-Metal-Band Annihilator (das wusste ich nicht, das habe ich nachgeschlagen und fragt mich jetzt nicht, was genau Thrash Metal heißt) ist in eingeweihten Kreisen durchaus ein Begriff (Hey, ich kannte immerhin den Namen der Band).

Ihr derzeitiges Label Earache (!) verschenkt gerade eine komplette „Best-of“-CD (auch wenn die Tracklist laut meiner Insider-Infos »jetzt nicht ganz so fett aber naja« sein soll) namens »Total Annihilation« mit 14 Tracks in bester 320 kbps-MP3-Qualität gegen die Angabe der üblichen eMail-Adresse. Wer es also ab und zu härter mag oder einfach nur mal neugierig in das Genre reinhören will, der ist hier sicher bestens bedient.

Den Download gibt es → hier

Erster Höreindruck von einem Metal-Ahnungslosen und -Skeptiker: Kann man sich tatsächlich anhören.

Kostenlos und sehr gut (und unterhaltsam): Satirischer TRVE Metal von NanowaR of Steel mit »Into Gay Pride Ride«

Die Kulttruppe aus Neapel ist wieder da: Endlich ist das Nachfolge-Album the new Masterpizza (sic!) zu »Other Bands Play, Nanowar Gay!« (s. Artikel dazu → hier, Du Poser!) von NanowaR of Steel erschienen. Die (Metal-) Truppe, die jedes Genre gekonnt auf den Arm nehmen kann hat auf »Into Gay Pride Ride« (sic!!) mal wieder ganze Arbeit geleistet und ein professionelles, höchst unterhaltsames Album produziert, in dem sie – wie gewohnt – alle möglichen Metalbands, -Songs und -Mythen selbstironisch aufs Korn nehmen. Mehr noch – dieses Mal versuchen Sie sich als Raggamuffin-Rapper usw. – NanowaR als Shaggy „from the ghetto in the forest“ …

Aufgebaut wie eine Radioshow (mit Werbung und Jingles zwischendurch) gehen dem nicht-Italophilen einige Gags durch (Herrlich die Pino-Daniele-Persiflage in einem Radiojingle!), andererseits bleiben immer noch genügend „internationale“ Anspielungen übrig, um sich beim Album halb totlachen zu müssen. Was man dabei fast vergisst: Die Band ist wirklich exzellent – die Herren Zwerge (Nano = ital. Zwerg) beherrschen ihr Handwerk. Unverzichtbar für jeden Metalfan, der ein wenig über sich lachen kann … und für jeden, der Metal (zurecht) albern findet.
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Kostenlos und sehr gut: Diablo Swing Orchestra – The Butcher’s Ballroom

Wahrscheinlich verkaufe ich wieder einmal die Nachrichten von Vorgestern als allerheißesten Tipp, schließlich haben andere Quellen die Nachricht schon viel, viel eher verbreitet, aber es wird vielleicht doch den einen oder anderen geben, dem das hier entgangen ist: Auf den Seiten des Creative-Commons-Labels Jamendo gibt es das Debütalbum „The Butcher’s Ballroom“ von 2007 der schwedischen Rocker vom Diablo Swing Orchestra als kostenlosen Download.

Das Diablo Swing Orchestra spielt eine eigenwillige Mischung aus Tango, Rockabilly, Metal, Oper, Rock’n’Roll, sehr catchy, trotzdem nicht unschräg und höchst unterhaltsam.

DSO - The Butcher's BallroomWer vor dem Download reinhören will, der kann das direkt hier auf blog.about-music.de tun: Bitte einmal auf die Playtaste ► im Flashplayer rechts klicken, bei einem weiteren Klick auf den Player landet man auf der entsprechenden Seite bei Jamendo, auf der man das Album kostenlos (als VBR-MP3s) herunterladen kann. Oder man klickt auf diesen Link

http://www.jamendo.com/de/album/49216

Kostenlos und sehr gut: Satire-Metal von NanowaR

NanowaR - Other Bands Play, NanowaR Gay!Schon seit einigen Jahren eine der wenigen „Metal-Scheiben“ (hüstel) auf meiner Festplatte und immer noch ein Geheimtipp und nach wie vor kostenlos zu haben;  „Other Bands Play, Nanowar Gay!“ (Zum kostenlosen Download den Link anklicken, Du Poser!) von NanowaR (heute NanowaR Of Steel  firmierend, weil ihnen die Anwälte von den humorlosen Trve-Metallern von Manowar auf die Pelle rückten) aus dem Jahre 2005. ‚Nano‘ heißt übrigens Zwerg auf Italienisch, falls ihr euch ein wenig über das Cover wundert 😉

Die italienische Spaß-Metal-Truppe nimmt offensichtlich und unüberhörbar weder sich, noch das Genre so ganz ernst: Sie persiflieren die Spielarten des Metal und gleichzeitig setzen sie diesen perfekt um (die Jungs können wirklich spielen). Ihre Songs sind voller Anspielungen auf Klassiker des Metals (insbesondere von den namensverwandten Manowar) und belegen schon bei den Titeln einen bösen Humor: „Tricycles Of Steel“, „Power Of The Power Of The Power (Of The Great Sword)“, „Metal (La-La-La)“ oder sie sind umgetextete Cover-Versionen „The Number Of The Bitch“ (eigentlich „The Number Of The Beast“ von Iron Maiden) oder „Entra L’uomo Di Sabbia“ (eigentlich „Enter Sandman“ von Metallica).

Ein kleiner Leckerbissen für die Prog-Fans steht wohl demnächst an: Das neue Album soll „Metropolis Pt.3 : The Legacy“ heißen (leider immer noch nicht veröffentlicht, obwohl seit über einem Jahr angekündigt).
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