Posts Tagged “Indie”

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob 2011 nun ein gutes oder schlechtes Jahr für mich persönlich war. Wie dem aber auch sei, stimmungsmäßig passt der letzte kostenlose Download-Tipp des Jahres auf jeden Fall. Er stammt vom US-amerikanischen Singer/songwriter Joel Rakes, der in den vergangenen Jahren mit seinen tollen Weihnachts-EPs auf sich aufmerksam gemacht hat. Er hat zwei Versionen des englischsprachigen Neujahrsklassikers “Auld Lang Syne” in zwei Versionen, jeweils einer Happy- und einer Sad- Fassung, aufgenommen.

Hier schreibt er über seine neue Single zum neuen Jahr:

I recorded two different versions of that-classic-new-years-song-that-nobody-understands-or-knows-the-name-of: “Auld Lang Syne.” The happy version is pretty upbeat and is banjo based. My awesome sister Rebekah sings with me on the track as well. Listen to this one if you had a happy year.

If you’re looking for something a little moodier to represent a bummer year, check out the sad version. I recorded it in one take live and even used my iPhone microphone for part of the recording.

Holt euch den kostenlosen Download, wenn ihr etwas Musik für eure Silvesterparty mögt. Feiert heute Abend schön, sei glücklich, seid hoffnungsvoll: Euch allen ein Frohes Neues Jahr.

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WeihnachtsmusikBereits letztes Jahr gehörte der kostenlose Sampler “A Familyre Christmas” zu den abwechslungsreichsten und gelungensten Weihnachtssamplern aus der Indie-Pop/Rock-Ecke. Auch dieses Jahr ist die diesjährige Ausgabe eine der gelungensten Zusammenstellungen an moderner, kostenloser Weihnachtsmusik, die man im Netz legal finden kann. Wer auf unkitschigen, leicht angeschrägten Low-Fi-Pop/Rock steht, der wird an diesem Download seine Freude haben. Hier sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein – außer man sucht abgegriffene Weihnachtsklischees.


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WeihnachtsmusikLeider habe ich dieses Jahr wenig Gelegenheit auf kostenlose, empfehlenswerte Weihnachtsmusik hinzuweisen. Ein paar aktuelle Tipps aus der freien Musikszene habe ich aber dennoch.

Den Anfang macht eine meiner Entdeckungen des Jahres, die New Yorker Band Miracles Of Modern Science. Sie spielen eine sehr gelungene, überaus lebendige Mischung aus Pop und Alternative Rock. Das Besondere an MOMS: Sie spielen ausschließlich auf akustischen Instrumenten wie Kontrabass, Cello, Mandoline, Ukulele usw., sind dabei aber alles andere als klassisch oder gar behäbig. Zusammen mit dem mehrstimmigen Gesang  sorgt das für einen sehr eigenen, unverwechselbaren Sound.
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Nirvana - Nevermind (bei amazon.de)Am 24. September 1991, also vor annähernd 20 Jahren, erschien das Album Nevermind von Nirvana. Man muss kein Fan der Band oder von Grunge sein, um zu verstehen, dass dies ein epochales Album  der Rockgeschichte ist, das die Initialzündung für den Erfolg vieler anderer Bands war und das, allerdings nicht zum ersten und zum letzten Mal, die korrupte und weichgekochte Rockmusik-Szene der damals gerade zu Ende gegangenen 1980er. Various Artists - Newermind; Cover-Artwork (c) Spin Magazine 2011Auch heute noch beziehen sich viele Indie-Rockmusiker auf diesen “Nirvana-Effekt”.

Als Hommage an Nevermind hat nun das US-amerikanische Musikmagazine Spin Magazine eine Künstler eingeladen, sämtliche Stücke des Albums zu covern. Das Ergebnis nennt sich »Newerkind« (SIC!!!), hat ein ausgesprochenes dämliches Artwork (s. rechts) und enthält teilweise garstige, teilweise überraschend gelungene Beiträge von Butch Walker & the Black Widows (man beachte das Yes-Zitat im Gitarrensolo “In Bloom”), The Vaselines, Amanda Palmer, Foxy Shazam (sehr geil!) und einem Haufen angesagter Indie-Künstler, die ich natürlich kaum kenne. Aber ich bin ja auch alt und nicht hip und muss nicht mehr alle Hänflinge kennen.

Um das Album kostenlos herunterladen zu können, muss man lediglich das berühmt-berüchtigte “Gefällt mir” auf der Facebook-Seite von SPIN anklicken und den Download mit einer gültigen eMail-Adresse anfordern. Wer keinen Facebook-Account hat, der muss bis zum 25. Juli warten, dann gibt es die Tracks des Albums auch auf → dieser Seite als Direktdownloads.

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kostenlosHuch, die erste Hälfte von 2011 ist schon vergangen und musikalisch ist kein Abebben der interessanten Neuerscheinungen aus dem Bereich “freie Musik” (soll heißen: kostenlosen Downloads mit oder ohne CC-Lizenz) absehbar. Im Juni erschienen mehrere hoch interessante Ambient-Alben: Alle der hier gelisteten Ambient-Alben haben einen ziemlich eigenen Charakter und sind nicht mit den anderen vergleichbar. Speziell bei den Ambient-Sachen sollte dieses Mal wirklich für jeden etwas dabei sein, vielleicht hilft das 8-tracks-Mixtape dabei (dieses Mal mit 11 Stücken, huch!). Mit einem Klick auf “Buy” im Mixtape-Player kommt ihr übrigens (auch) auf die entsprechende Download-Seite, zu buyen gibt es da nichts, die Downloads sind alle kostenlos. Außer Ambient gibt es einigen sommertauglichen Indie-Pop/Rock und ein hochinteressantes Drum’n'Bass-Triphop-Ethno-Album aus Russland. Viel Spaß beim Anhören, Entdecken und Downloaden.
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Manchmal komme ich mir vor, wie der jute, alte Sokrates: Ich weiß, dass ich nichts weiß (und bitte keine Belehrungen darüber, dass dies eigentlich eine »verfälschende Verkürzung eines Zitats aus Platons Apologie« ist, lesen kann ich selbst!). Je länger ich mich mit kostenloser, mit freien Lizenzen ausgestatteter Musik aus dem Internet beschäftigte, desto weniger habe ich den Eindruck, einen einigermaßen umfassenden Überblick zu erlangen. So passiert es immer wieder, dass ich einige wirklich dicke Fische jahrelang übersehe. Jüngstes Beispiel meines Dicke-Fische-Übersehologismus ist die US-amerikanische Singer/Songwriterin Kristin Hersh. Die ist eigentlich schon ziemlich lange ein Begriff in der Indie-Szene, zunächst in den 1980ern mit ihrer Band Throwing Muses, dann ab Mitte der 1990er verstärkt als Solistin. Eigentlich ist sie genau mein Zielgruppe, Typus Singer/Songwriterin der schrägeren Art mit kratzig-rockiger Attitüde – und doch habe ich sie bisher weitgehend ignoriert und das, obwohl sie vor einigen Jahren eine der Initiatoren der Open-Source-Musikplattform CASH Music (!) ist.

Well, das hat sich nun gründlich geändert, als ich auf einer meiner Lieblingsseiten, dem hier schon oft empfohlenen Free Music Archive zwei komplette Alben von ihr fand, nämlich Speedbath (working) (2009, s. rechts) und Crooked Beginnings (2010), letzteres eine Art überartete Fassung ihres aktuellen “kommerziellen” (im Sinne von käuflich erwerbbarem) Album Crooked. Die Alben haben Song-Überschneidungen, allerdings klingen die Versionen deutlich verschieden.

Wer Ani DiFranco, Regina Spector, Patti Smith und die etwas kantigeren, rockigeren Singer/Songwriterinnen mag, das Ganze mit einer Stimme, die stellenweise wie eine etwas drogenfreiere, jüngere Variante von Marianne Faithfull erinnert, der ist bei Kristin Hersh genau richtig. Alles andere als Blümchen-Musik, wenn ich das mal so nennen darf.

Die beiden Alben (und eigenes andere “lose” Material gibt es als sehr gute MP3s (256 bzw 320 kbps) hier:

Auf ihrer Website und ihrer Cashmusic-Seite gibt es noch weiteres Band- und Solo-Material als kostenlose Downloads.

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kostenlosNachdem ich den letzten Monat quasi gar nicht in diesem Blog aktiv war – aus Urlaubsgründen – beginnt der Juni mit meiner neuen Rubrik mit empfehlenswerten kostenlosen Downloads (mit oder ohne CC-Lizenz), die im vergangenen Monat erschienen sind. Das Spektrum reicht diesen Monat von elektronischen Ambient-Klängen über experimentelle Musik, Progressive Rock bis hin zu coolem Indie-Rock. Alle sind auf jeden Fall mal ein Reinhören wert. Dafür gibt es wieder ein kleines 8-tracks-Mixtape zum Anklicken und Anhören. Mit einem Klick auf “Download” im Mixtape-Player kommt ihr übrigens (auch) auf die entsprechende Download-Seite.
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Wir kriegen ja nicht wirklich viel mit, was sich musikalisch in Australien tut, dabei ist die australische Szene gewiss eine der aktivsten und umtriebigsten im Web. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen und Sampler (zum Beispiel die immer interessanten und originellen kostenlosen experimentellen Sampler der New Weird Australia-Reihe), die einen Einblick in eine sehr breit gefächerte Musikwelt down under bieten.

Einer der zahlreichen, hochtalentierten Musiker aus Australien, genauer gesagt aus Melbourne, ist der Multi-Instrumentalist und Sänger Ben Mason. Zahlreich sind seine Projekte und alle zeichnen sich durch eine gekonnte coole Lässigkeit aus, die ihm sicher viele andere Musiker neiden. Eines seiner interessantesten Projekte ist das Album »Acapulco«, bei der er Songs seiner australischen Lieblingsbands – Crayon Fields, Dappled Cities, The Zillions, Midstate Orange, Ned Collette und Pikelet – a-capella gecovert hat. Ihr habt noch nie von den Bands gehört? Dann geht es euch wie mir, aber Ben Masons Fassungen funktionieren auch ohne Kenntnisse der Originale und ergeben kurzweilige 20 Minuten. Der drollige Albumtitel stammt übrigens von seiner Mutter, die die Gesangsaufnahmen wie folgt kommentierte: »oh, so you’ve recorded other people’s songs but done them acupulco«. Vol. 1 ist bereits 2009 erschienen, angeblich arbeitet er schon am Nachfolger.

Derzeit nimmt Mason übrigens den Rockklassiker der Zombies “Odessey and Oracle” (von 1968) im Alleingang auf. Die Fortschritte kann man in dem Aufnahme-Blog verfolgen. Und die Ergebnisse, die man anhören kann, klingen sehr vielversprechend. Man kommt nicht umhin zu konstatieren, dass das Kerlchen wirklich ein sehr gutes Händchen für Coverversionen hat. Sicher keine Weltrevolution, aber nur eines der vielen Beispiele hervorragender Musik aus dem Hinterland (von uns aus gesehen), die uns ohne Bandcamp & Co. hier niemals erreicht hätte. Very nice…

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Vor ein paar Tagen erst habe ich euch einen aktuellen Live-Mitschnitt des New Yorker Radiosenders WQXR mit Material der Komponistin Sarah Kirkland Snider (feat. Shara Worden als Lead Sängerin) und von My Brightest Diamond (also Sharas eigenen Kompositionen) → vorgestellt. Doch das Stöbern in den Archiven der Q2 Live Concerts lohnt sich, wenn man auf zeitgenössische (nicht nur) amerikanische Musik steht. Ein kurzer Blick ins Angebot sichtet Musik von Terry Riley (natürlich “In C“), Morton Feldman (das sechsstündige String Quartet No. 2!), John Hollenbeck, John Zorn aber auch Musik von Arvo Pärt, Kaija Saariaho, Pierre Boulez, Thomas Adès usw.

In den Q2-Archiven fand ich nun den Mitschnitt aus dem (Le) Poisson Rouge in New York vom 18. Oktober 2010, in dem das komplette Album »Penelope« (eines meiner drei Alben des Jahres 2010!)  von Sarah Kirkland Snider von Shara Worden und dem Kammermusik-Ensemble yMusic aufgeführt wurde. Wunderbar! Die notwendige Reduktion bei der Umsetzung auf der Bühne schadet dem genre-übergreifenden Zyklus ganz und gar nicht!

Wieder lässt sich der  fast einstündigen Podcast nicht downloaden, aber man kann ihn hier auf about-music.de oder auf der → Seite des Senders komplett in ordentlicher Audioqualität (128 kbps, Stereo) anhören.

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Von wegen Babypause! Kaum hat Shara Worden ihren Sohn Dylan zur Welt gebracht, schon tritt sie wieder auf, demnächst auch wieder in Europa, derzeit hauptsächlich an der Ostküste. Hier ist ein brandaktueller Live-Mitschnitt des New Yorker Radiosenders für klassische und zeitgenössische Musik WQXR mit Material der Komponistin Sarah Kirkland Snider (feat. Shara Worden als Lead Sängerin) in der ersten Hälfte und Material von My Brightest Diamond in der zweite Hälfte.

Der über 2-stündige Podcast lässt sich zwar nicht downloaden, aber man kann ihn hier auf about-music.de oder auf der → Seite des Senders komplett in guter Audioqualität anhören.

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