Schlagwort-Archive: Full Album Cover

Kostenlos und sehr gut: The Rosebuds – Love Deluxe ‚Full Album Cover‘ des vierten Sade-Albums – #musicmonday No. 29

Mögt ihr nicht auch „Full Album Cover“ so gerne wie ich? Wenn es gelingt ein ganzes Album kohärent zu covern (und es gibt einige gelungene Bespiele, auch an dieser Stelle), dann kommt etwas gleichzeitig Vertrautes und Neues heraus. Faszinierend! Hier ein ungewöhnliches Beispiel: Ich habe Sades viertes Album “Love Deluxe” aus dem Jahre 1992 nie für etwas Besonderes gehalten, tatsächlich habe ich niemals irgendetwas von Sade für besonders gelungen oder besonders misslungen gehalten. Zarter Pop-Jazz mit einer Dosis Achtziger-Feeling und einer interessanten, aber letzten Endes nicht sehr variablen Stimme. OK, aber nichts, was mich wahnsinnig ansprechen würde (sorry Fans!). Nichtsdestoweniger hat die US-Indie-Rock-Band The Rosebuds genau dieses Album in seiner gesamten Länge gecovert und hält es für ein Meisterwerk, das mehr als ein »dauerhafter Einfluss auf die Band« war. Aha. Ob man das wirklich so nachvollziehen kann? Hmm …

So oder so, auch wenn man dem Original eher indifferent gegenübersteht (so wie ich), kommt man nicht umhin, dass die Cover-Versionen dieses 20 Jahre alten Material durchaus gelungen und natürlich wirken. Wenn man es nicht besser wüsste, dann würde mich nicht darauf kommen, dass dies Material einer Pop-Chanteuse aus den 1980ern und 1990ern ist. Durchaus empfehlenswert! Gerade die bekannten Singles „No Ordinary Love“, „Feel No Pain“, „Kiss of Life“ und „Cherish the Day“ gewinnen durchaus neue, unerwartete Seiten.

The Rosebuds - Love Deluxe (Sade Full Album Cover)

Der “kostenlos-und-sehr-gut-Adventskalender” #10: The Darcys- Aja (Full Album Cover des Steely-Dan-Klassikers)

DAja interpreted by The Darcysarf man einen Geniestreich wie Steely Dans „Aja“ covern? Kann man das überhaupt auf eine vernünftige Art und Weise oder gibt man sich nicht automatisch der Lächerlichkeit und den wüsten Protesten der Fans preis? Die kanadische Band The Darcys hat es getan: das komplette Album gecovert — 1. Black Cow, 2. Aja, 3. Deacon Blues, 4. Peg, 5. Home at Last, 6. I Got The News, 7. Josie. Die Songs wurden entjazzt, entfunkt, entpopt und sie in ein zeitgemäßes Rock-Soundbild gesteckt haben. Ohne den Groove, der unwiderstehlichen Rhytmussektion mit dem starken Jazz-Appeal des Originals und gleichzeitig ohne wirklich viel zu den Arrangements hinzuzufügen haben sie den Rockklassiker völlig neu beleuchtet. Das Ergebnis ist überraschend: Überraschend gut und überraschend düster und schwermütig, fast ein wenig so, als ob sich Radiohead sich im tiefsten kanadischen Winter mit Steely Dan beschäftigt hätten.

Statt zu versuchen den Steely-Dan.Sound zu kopieren (und damit grandios zu scheitern), haben The Darcys dem Album eine Seite abgewonnen, die wohl kaum jemand dem Songmaterial zugetraut hätte.

Der Download liegt auf der → Homepage der Band zum kostenlosen Download bereit.


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Kostenlos und sehr gut: The Darcys covern das Album „Aja“ von Steely Dan – #musicmondayonafriday

Steely Dan - Aja (Cover)Steely Dan gehören, der eine oder andere meiner Leser weiß es, zu meinen Lieblingsbands. Ihre Mischung aus Rock, Pop, Funk, R&B und Jazz war in den Siebzigern eine ziemlich eigene Geschichte. Die sieben Studioalben der ersten und wichtigsten Bandphase von 1972-80 Can’t Buy A Thrill (1972), Countdown to Ecstasy (1973), Pretzel Logic (1974), Katy Lied (1975), The Royal Scam (1976), Aja (1977) und Gaucho (1980) gehören zu den besten (und bestproduzierten) Alben der Dekade und klingen auch heute noch absolut makellos. Und obwohl Steely Dan in gewisser Weise tief in der Musikkultur der 1970er Jahre verwurzelt waren, klingt ihre Musik absolut zeitlos, auch nach über 30 Jahren.

Unter diesen sieben großartigen Alben sticht das sechs Album Aja (gesprochen wie Englisch „Asia“) )noch einmal hervor. Sieben perfekte Songs, perfekt arrangiert und produziert, aufgenommen von einigen der besten Musiker, die damals aktiv waren (unter anderem Lee Ritenour, Larry Carlton, Steve Gadd, Jim Keltner und Wayne Shorter). Darf man so einen Geniestreich covern? Kann man das überhaupt auf eine vernünftige Art und Weise oder gibt man sich nicht automatisch der Lächerlichkeit und den wüsten Protesten der Fans preis?
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Kostenlos und sehr gut: Nirvana’s »Nevermind« als “Full Album Cover” von covermesongs.com – #musicmonday No. 12

In diesen Tagen scheint sich jeder über Nirvanas Album Nevermind auszulassen, das vor ziemlich genau 20 Jahren (am 24. September 1991) in den USA veröffentlicht wurde. Um ehrlich zu sein: Ich war nie ein großer Nirvana-Fan (und bin es auch heute nicht), ich habe die Grunge-Welle Anfang der 1990er einfach ignoriert: Ich fand die Musik auf Albumlänge einfach ermüdend langweilig. Doch obwohl sich an meiner Haltung nicht viel geändert hat habe ich mittlerweile gelernt, dass Nevermind tatsächlich eines der wichtigsten Alben im Rockgeschäft war – vielleicht gar nicht so sehr vom Material, was sich darauf befand, sondern vor allem, von der Wirkung, die von diesem Album auf folgende Musiker-Generationen ausgehen sollte.

Die von mir hoch geschätzte Coverversionen-Website Cover Me hat bereits vor einigen Jahren ein Full Album Cover der Nevermind mit Beiträgen von Patti Smith, Caetano Veloso (!), Animal Collective, Ill Nino, den UK Subs und anderen veröffentlicht (ein weiteres Full Album Cover der Nevermind habe ich vor einigen Wochen hier gepostet). Einige dieser Versionen sind erstaunlich gut (und musikalisch erstaunlich anders) geraten und das Beste: Man muss nicht unbedingt das Original mögen, um diese Fassungen genießen zu können.

Full Album Cover - Nevermind - Cover Me

Einfach auf das Cover klicken, um zum Original-Artikel auf covermesongs.com zu gelangen oder die Songs hier direkt herunterladen:

  1. Patti Smith – Smells Like Teen Spirit
  2. Gringo Floyd – In Bloom
  3. Caetano Veloso – Come As You Are
  4. Steve Earle – Breed
  5. The Polyphonic Spree – Lithium
  6. Animal Collective – Polly
  7. Ill Nino – Territorial Pissings
  8. Coco – Drain You
  9. The Retroliners – Lounge Act
  10. UK Subs – Stay Away
  11. Rogue Wave – On a Plain
  12. Tricky – Something In the Way

Kostenlos und sehr gecovert: »Nirvana – Nevermind« als „Full album cover“ von 13 Künstlern

Nirvana - Nevermind (bei amazon.de)Am 24. September 1991, also vor annähernd 20 Jahren, erschien das Album Nevermind von Nirvana. Man muss kein Fan der Band oder von Grunge sein, um zu verstehen, dass dies ein epochales Album  der Rockgeschichte ist, das die Initialzündung für den Erfolg vieler anderer Bands war und das, allerdings nicht zum ersten und zum letzten Mal, die korrupte und weichgekochte Rockmusik-Szene der damals gerade zu Ende gegangenen 1980er. Various Artists - Newermind; Cover-Artwork (c) Spin Magazine 2011Auch heute noch beziehen sich viele Indie-Rockmusiker auf diesen „Nirvana-Effekt“.

Als Hommage an Nevermind hat nun das US-amerikanische Musikmagazine Spin Magazine eine Künstler eingeladen, sämtliche Stücke des Albums zu covern. Das Ergebnis nennt sich »Newerkind« (SIC!!!), hat ein ausgesprochenes dämliches Artwork (s. rechts) und enthält teilweise garstige, teilweise überraschend gelungene Beiträge von Butch Walker & the Black Widows (man beachte das Yes-Zitat im Gitarrensolo „In Bloom“), The Vaselines, Amanda Palmer, Foxy Shazam (sehr geil!) und einem Haufen angesagter Indie-Künstler, die ich natürlich kaum kenne. Aber ich bin ja auch alt und nicht hip und muss nicht mehr alle Hänflinge kennen.

Um das Album kostenlos herunterladen zu können, muss man lediglich das berühmt-berüchtigte „Gefällt mir“ auf der Facebook-Seite von SPIN anklicken und den Download mit einer gültigen eMail-Adresse anfordern. Wer keinen Facebook-Account hat, der muss bis zum 25. Juli warten, dann gibt es die Tracks des Albums auch auf → dieser Seite als Direktdownloads.

Kostenlos und sehr gut: ASA Trio – A Love Supreme, Live at Cafe Cultura

John Coltrane - A Love Supreme bei amazon.deNormalerweise hasse ich alle versuche John Coltranes Meisterwerk »A Love Supreme« 1:1 zu covern, aber das isländische ASA Trio hat es tatsächlich geschafft, etwas Anderes aus dem Ausgangsmaterial zu machen. In ihrer Fassung wirkt das Album entmythologisiert, leichter und bei weitem nicht so spirituell wie das Original, aber in diesem Falle ist das auch gut so: Wer wollte es denn schon ernsthaft mit Trane’s Original aufnehmen? In einer interessanten Trio-Besetzung (Gitarre, Orgel, Schlagzeug) erklingt »A Love Supreme« in dieser Aufnahme fast so swingend, als sei es nur ein Standard. Eine unterhaltsame, unverkrampfte Aufnahme, sicher nicht so gut wie das Original, aber nicht respektlos und wirklich gut anzuhören.


Kostenlos und sehr 8-bit: Zweimal ‚The Dark Side of the Moon‘ im Computerspiel-Sound

The Dark Side of the Moon gehört wohl zu den meist gecoverten Alben überhaupt. Hier sind zwei, ahem, ungewöhnliche 8-bit-Varianten, die sproinzen und fiepen, wie die Spielekonsolen in den 1980ern…

Moon8 von Brad Smith (2010) [ja, hatte ich schon mal im Blog]


Brad Smith – Money

vs.

The Dark Side of the Moon – The 8-bit Album interpretiert von verschiedenen Künstlern auf ptesquad.com (2011)


Sergeeo – Money

Moon8 VS. DSOTM 8-bit
Hier gibt es den Kram:

Kostenlos und sehr gut: »Various Artists: A Tribute To OK Computer« – noch ein komplettes Radiohead-Albumcover

OKX - A Tribute To OK ComputerIm Zusammenhang mit dem eben → hier vorgestelltem kompletten Covers des neuen Radioheadalbums »The King Of Limbs« der Band Robotanists, sei auch an dieser Stelle noch einmal auf das wirklich sehr gut gemachte Coveralbum »OKX – A Tribute To OK Computer« hingewiesen (ich habe es eigentlich schon mit ähnlichen Worten in meinem Adventskalender auf uergsel.de → getan), das die beliebte US-amerikanische Musik-Website Stereogum vor einigen Jahren veröffentlicht hat.
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Kostenlos und sehr gut: »Radiohead – The King of Limbs« – komplettes Albumcover von den Robotanists

Radiohead gehören seit Jahren zu den beliebtesten Bands im Musikbusiness und sie gehören zu den derzeit meist gecoverten Bands. Meine Artikel über diversen empfehlenswerten Radiohead-Cover der letzten Monate (z. B. von Amanda Palmer → hier und von Alex Schaaf für Kammerensemble und Sänger → hier) gehören zu den beliebtesten Artikeln und Dauerbrennern in diesem Blog. Ich selbst freue mich auch immer wieder über die Bearbeitungen, offenbar lassen sich die Songs der britischen Band besonders gut covern.
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Kostenlos und sehr gut: „Peter Gabriel – So“ gecovert (und zahlreiche weitere Alben)

Der Zufall meint es gut mit mir: Da bekomme ich via eMail einen Tipp zu dieser interessanten Cover-Version von Peter Gabriels „Mercy Street“ von Fever Ray (einer meiner liebsten Neuentdeckungen der letzten Monate – ihr müsst euch unbedingt die Videos angucken!)
Mercy Street von Fever Ray auf soundcloud.com

– und ausgerechnet diese Cover-Version hatte ich zwei Tage zuvor von meine lieben Freundin Conni empfohlen bekommen, doch beim Überprüfen des Links stoße ich auf die (für mich) wirklich wunderbare Website → www.covermesongs.com, einem Musikmagazin, das sich quasi ausschließlich originellen Cover-Versionen widmet.
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