Schlagwort-Archive: elektronische Musik

Kostenlos und sehr gut: Ólafur Arnalds – Found Songs

Ólafur Arnalds - Found SongsFür die meisten ambitionierten Musikfreunde dürfte der Name Ólafur Arnalds keine Unbekannte mehr sein: Der isländische Multi-Instrumentalist und Produzent hat sich in den letzten Jahren einen Namen mit äußerst geschmackvoller elektro-akustischer Musik gemacht, die sich nicht leicht in Genre-Schubladen zwängen lässt: „Neo-Classical“ passt am ehesten, aber man denke hierbei bitte nicht an irgendwelche Easy-Listening Light Classics, sondern eher an ruhige soundtrackhafte Musik.

Im April 2009 startete er ein Projekt, bei dem er in sieben Tagen täglich einen Song aufnahm und diesen sofort über Social Media verbreitete. Die Ergebnisse dieser Idee wurden auf der EP „Found Songs“ zusammengefasst, die man als LowFi-MP3 (128 kbps) kostenlos unter foundsongs.erasedtapes.com herunterladen kann.
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Der “kostenlos-und-sehr-gut-Adventskalender” #3: The Dallas Guild – Hello Darkness

Ich habe doch keine Zeit! Darf ich mir also die Freiheit nehmen euch noch einmal einen alten Artikel/Tipp zu recyclen, zumal es sich bei dem → bereits im Sommer vorgestellten Album „Hello Darkness“ der Londoner Band The Dallas Guild um eines der meiner Meinung nach gelungensten Pop/Rock-Alben des ablaufenden Jahres handelt? Und zwar aller Alben, beileibe nicht nur der kostenlos erhältlichen …

„Hello Darkness“ mit seinen bittersüßen Melodien und ironisch-verrückten Texten war mein persönlicher Soundtrack für einen stellenweise doch eher bescheidenen Sommer (und funktionierte auch an sonnigen Spätsommer-Tagen prima). Die 1970er-lastige Mischung aus Pop, Psychedelic Rock und (altmodischer) elektronischer Musik erinnert immer wieder einmal an Bands wie die Beatles, 10CC, Porcupine Tree (jaja, ich weiß, die sind nicht alle aus den 70ern) und an den frühen poppigen Brian Eno (nicht an den späteren Ambient-Eno). Und das Beste ist: Man kann es verdammt gut anzuhören (und es klebt nicht). Produziert hat das Ganze übrigens Paul Stacey, der schon den Black Crowes und Oasis eine glaubwürdige Patina verpassen konnte.

„Hello Darkness“ ist immer noch ein ganz heißer Tipp für alle, die sich noch an die Zeiten erinnern können, als „Popmusik“ nicht ein Schimpfwort war, das man mit jodelnden, halbnackten Models in Verbindung brachte. Oder für solche, die sich auch mal von gut gemachter Musik einfach nur unterhalten lassen wollen.

Wer seinerzeit im Sommer nicht zugeschlagen hat, sollte jetzt zugreifen: Das Album funktioniert auch im Winter hervorragend 😉

(Note: Dieser Artikel wurde ursprünglich bereits am 20. Juli 2012 unter dem Titel “Kostenlos und sehr gut: The Dallas Guild – Hello Darkness — Mein Soundtrack für einen bescheidenen Sommer” veröffentlicht und nun für den Adventskalender umgeschrieben.)

Kostenlos und sehr gut: The Dallas Guild – Hello Darkness — Mein Soundtrack für einen bescheidenen Sommer #musicmondayonafriday

»It feels good, but is it good enough? Take to the men in white coats … «

Dies wird wohl mein persönlicher Soundtrack für diesen bisher bescheidenen Sommer werden. Die Londoner Band The Dallas Guild präsentiert auf ihrem Debütalbum eine sehr 70er-lastige Mischung aus Pop, Psychedelic Rock und (altmodischer) elektronischer Musik. Das alles erinnert immer wieder einmal an Bands wie die Beatles, 10CC, Porcupine Tree (jaja, ich weiß, die sind nicht alle aus den 70ern) und an den frühen poppigen Brian Eno (nicht an den späteren Ambient-Eno). Und es ist verdammt gut anzuhören (und klebt nicht). Produziert hat das Ganze übrigens Paul Stacey, der schon den Black Crowes und Oasis eine glaubwürdige Patina verpassen konnte.

„Hello Darkness“ ist ein ganz heißer Tipp für alle, die sich noch an die Zeiten erinnern können, als „Popmusik“ nicht ein Schimpfwort war, das man mit jodelnden, halbnackten Models in Verbindung brachte. Oder für solche, die sich auch mal von gut gemachter Musik einfach nur unterhalten lassen wollen.

Das Album gibt es nur für eine begrenzte Zeit als kostenlosen Download. Reinhören und bei Gefallen downloaden. Definitiv eine Band, die ich im Auge behalten werde.

Kostenlos und sehr gut: Zeuhl + elektronische Musik der 1970er + düstere Soundtracks = Ga’an

Wer den düster-bedrohlichen Progressive Rock italienischer Horrorsoundtracks (à la Goblin), pulsierenden Zeuhl (à la Magma) und die hypnotische elektronische Musik aus Deutschland (à la Popol Vuh) mag, der sollte unbedingt in die Musik der US-amerikanischen Truppe Ga’an hineinhören, deren erstes Album man kostenlos beim Free Music Archive herunterladen kann.

Die aus Chicago stammende Band um Sängerin Lindsay Powell und Drummer/Komponist Seth Sher veröffentlichte ihr Debüt ursprünglich als Cassette (!), die digale Ausgabe des immerhin 40 Minuten langen Albums versahen sie freundlicherweise mit einer freien CC-Lizenz und gaben die Dateien zum kostenlosen Download frei.

Kostenlos und sehr gut: Trent Reznors Soundtrack zu „The Girl with the Dragon Tattoo“ (dt. Filmtitel „Verblendung“) – #musicmondayonafriday

Gestern startete bei uns in den Kinos David Finchers Verfilmung des ersten Romans der „Millenium-Trilogie“ von Stieg Larsson (übrigens so ziemlich das Beste, was ich in den letzten Jahren an Krimis gelesen habe, falls es wirklich noch jemanden geben sollte, der die Trilogie nicht gelesen hat) „The Girl with the Dragon Tattoo“ (dt. Film- und Buchtitel: „Verblendung“). Die Kritiken sind überraschenderweise sehr gut (gar nicht mal so selbstverständlich, wenn Hollywood sich europäische Roman-Vorlagen vorknöpft). Neben der düsteren Atmosphäre des Streifens und den guten Schauspielern wird expliziz der Soundtrack gelobt, für den sich niemand Geringeres als Trent Reznor, Frontmann der Nine Inch Nails, verantwortlich zeichnet.

Schon seit dem US-amerikanischen Filmstart kann man eine 6-Track-EP aus dem kompletten Soundtrack-Album kostenlos downloaden, als Teaser sozusagen und im Tausch gegen eine eMail (man landet in Reznors Mailingliste, aus der man sich sofort austragen kann, die aber immer wieder interessante kostenlose Musik vorstellt).

Hier geht es zum Download:

Hier noch ein Trailer zum Film:

Kostenlos und sehr gut: Elektronische Musik und Ambient von Altus – #musicmonday No. 10

Mike Carss alias Altus aus Ottawa, Ontario in Kanada, ist einer der interessantesten und individuellsten elektronischen Musiker, die ich in der Freie-Musik-Welt bisher entdeckt habe. #musicmondayZwar charakterisiert er selbst seine Musik wohl hauptsächlich als „Ambient“, doch für dieses Genre eher unüblich addiert er noch ein Quentchen Extra-Harmonie, etwas mehr Melodie, etwas mehr „Musik“ zu seinen Kompositionen. Das Ergebnis kommt besonders gut bei jenen an, die normalerweise kein Ambient hören. Man könnte seine Musik mit Fug und Recht als „hörerfreundlich“ bezeichnen, doch dies sollte man nicht mit dem leeren, abgedroschenen, pseudo-esoterischem Gefiepe anderer verbinden: Altus steht für hochklassige, gut klingende und gut durchdachte elektronische Musik.
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Kostenlos und sehr gut: Bemerkenswerte Neuerscheinungen – Mai 2011

kostenlosNachdem ich den letzten Monat quasi gar nicht in diesem Blog aktiv war – aus Urlaubsgründen – beginnt der Juni mit meiner neuen Rubrik mit empfehlenswerten kostenlosen Downloads (mit oder ohne CC-Lizenz), die im vergangenen Monat erschienen sind. Das Spektrum reicht diesen Monat von elektronischen Ambient-Klängen über experimentelle Musik, Progressive Rock bis hin zu coolem Indie-Rock. Alle sind auf jeden Fall mal ein Reinhören wert. Dafür gibt es wieder ein kleines 8-tracks-Mixtape zum Anklicken und Anhören. Mit einem Klick auf „Download“ im Mixtape-Player kommt ihr übrigens (auch) auf die entsprechende Download-Seite.
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Kostenlos und sehr gut: Bemerkenswerte Neuerscheinungen – Januar bis März 2011

kostenlosGestern habe ich über die interessantesten und besten kostenlosen Neuerscheinungen aus dem April gebloggt, heute schiebe ich, der Vollständigkeit halber, noch eine Liste mit den besten Veröffentlichungen der Monate Januar bis März des laufenden Jahres nach. Auf ein Mixtape müsst aber allerdings dieses Mal verzichten, dennoch: Klicken, Reinhören und Entdecken lohnt sich.
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Kostenlos und sehr gut: Bemerkenswerte Neuerscheinungen – April 2011

kostenlosMittlerweile komme ich mit dem Bloggen über empfehlenswerte kostenlose Downloads (mit oder ohne CC-Lizenz) an dieser und an anderer Stelle kaum noch nach. Darum gibt es ab heute monatlich eine unkommentierte Liste mit den interessantesten und besten Neuerscheinungen aus dem April, die man (derzeit) kostenlos beziehen kann. Wenn sie mit einer freien Lizenz ausgestattet sind, habe ich das extra vermerkt [= (CC)], ansonsten Einige habe ich hier vorgestellt, andere nicht. Alle sind auf jeden Fall mal ein Reinhören wert. Dafür gibt es ein kleines Mixtape dazu, damit man direkt einmal in die Musik reinschnupp – äh lauschen kann. Die Liste kann erweitert werden (s. Update-Datum), falls ich in den nächsten Wochen noch über interessante April-Veröffentlichungen stoße, das Mixtape bleibt aber davon unberührt.
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Fast kostenlos und sehr gut: Abwechslungsreicher Ambient auf 24 Alben (!) von ambienteer gegen Spende

ambienteer - 24 albumsDer gebürtige Londoner James Fahy (aka. ambienteer) ist einer der produktivsten und interessantesten elektronischen Musiker, die ich im Creative-Commons-Music-Umfeld kennengelernt habe. Seine schier überschäumende Kreativität hat in den letzten 2 Jahren fast 300 Stücke hervorgebracht, die auf (derzeit) 24 Alben veröffentlicht wurden. Außerdem, das gebe ich an dieser Stelle gerne zu, ist er ein furchtbar netter Kerl und engagiert sich für die Autisten-Hilfe National Autistic Society in Großbritannien die dort, wie so vieles, unter den massiven Kürzungen im Sozialbereich leidet und mehr denn je auf Spenden angewiesen ist.

Nun hat James vor einigen Tagen eine Kampagne gestartet, die ein wenig Geld für die National Autistic Society sammeln soll. Wenn man bis zum 30. April einen Betrag nach Wahl bei seiner Kampagne spendet, kann man seine gesamte Diskografie, also (wenn man möchte) alle 24 Alben herunterladen und zwar in sehr guter 320-kbps-MP3-Qualität. Schon die schiere Menge und der noble Anlass wären Grund genug, um ein paar Kröten locker zu machen (bei mir waren es auch nicht viele), aber ich betone: Es ist unglaublich viel extrem gutes und erstaunlich abwechslungsreiches Material dabei. Sobald man spendet (eMail-Adresse angeben!) bekommt man auf der Bestätigungsseite einen Link zur der Downloadseite auf der Ambienteer-Homepage (s. rechts), auf der man alle Alben herunterladen kann (wenn man möchte). Außerdem erhalten die Spender nach der Kampagne eine exklusive EP, die nicht „regulär“ zu beziehen sein wird.

Hier geht es zur Spendenseite (Paypal und Kreditkartenzahlung sind möglich):

http://www.justgiving.com/ambienteerforautism

Sein sehr niedrig gestecktes Ziel von £500.00 hat James binnen weniger Tage erreicht. Aber £500.00 sind nicht viel Geld, £1000.00 wären eine schöne Summe, die er für die National Autistic Society und mit seinem generösem Angebot für seine Musik wirklich erreichen sollte.

Hier sind noch ein paar Klangbeispiele, denn die Bandbreite seiner Musik ist wirklich bemerkenswert.
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