Posts Tagged “Coverversion”

Radiohead gehören seit Jahren zu den beliebtesten Bands im Musikbusiness. Kaum eine andere Band hat mehr Fans und kaum eine andere zeitgenössische Band wird so oft gecovert, wie Radiohead (zuletzt von Amanda Palmer auf der Ukulele, s. Artikel dazu → hier).

Bei meinem letzten Fischzug beim Download-Portal bandcamp.com fand ich beim Stöbern in der ansonsten nicht so wirklich erquicklichen Klassik-Sektion dort ein interessantes Album des US-amerikanischen Musikers Alex Schaaf (der auch unter dem Pseudonym Yellow Ostrich Musik veröffentlicht): Er hat Radioheads vielleicht wichtigstes Album »Kid A« für zwei Klaviere, zwei Violinen, zwei Cellos und sechs Stimmen arrangiert und aufgenommen und bietet das komplette Album kostenlos zum Download an. Wie immer bei bandcamp.com kann man zwischen allen möglichen Audioformaten wählen (MP3, FLAC, AAC, OGG, ALAC – ich empfehle ja immer das verlustfreie FLAC, das heute alle Software-Player abspielen können, das man sehr gut in WAVs umwandeln kann, um daraus eine Audio-CD fürs Auto zu machen und das man leicht in MP3s für den tragbaren MP3-Player umwandeln kann) . Ich finde die Arrangements sehr gelungen, etwas Probleme macht mir hie und da der Gesang – aber dass der Gesang etwas seltsam anmutet, gehört ja auch bei Radiohead selbst zum Konzept. Thom Yorkes Stimme ist ja nun auch nicht ganz … äh … unumstritten. Muss aber wohl so sein.

Alex Schaaf scheint übrigens ein seltsamer Vogel zu sein. So hat er (unter seinem Pseudonym Yellow Ostrich) eine EP mit dem Titel »The Morgan Freeman EP« veröffentlicht, die ausdrücklich von Morgan Freemans Wikipedia-Seite (!) inspiriert wurde. Das Album kann man ebenfalls bei bandcamp.com in voller Länge anhören und auf Pay-what-you-want-Basis erwerben, ohne dass eine Mindestzahlung verlangt wird (Wer will kann also auch 0$ zahlen, was freilich nicht ganz fair ist, wenn man das Album wirklich öfter hören möchte). Dieses Prinzip gilt übrigens für all seine (zahlreichen) Alben, EPs und Singles, die er dort veröffentlicht hat, auch für seine letzte EP »Fade Cave«, die er gänzlich ohne Instrumente, lediglich mit Stimmen und einer Rhythmus-Maschine produziert hat.

Alex Schaaf – Radiohead’s Kid A: Re​-​imagined bei bandcamp.com
Yellow Ostrich – The Morgan Freeman EP bei bandcamp.com
Yellow Ostrich – Fade Cave EP bei bandcamp.com

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Ich habe es schon mehrfach an dieser Stelle erwähnt: Ich habe eine Schwäche für Cover-Versionen. Und wer mich kennt, der weiß: Ich habe eine ausgesprochene Schwäche für trashige Musik, ganz gleich ob unfreiwillig (Bata Illic, Karel Gott, Dschinghis Khan) oder freiwillig (beispielsweise → Nanowar). Vielleicht habe ich auch nur die Schnauze voll, nach all den Jahren in denen ich bemüht war nur “ernsthafte” Musik zu hören und mir bisweilen die Ernsthaftigkeit herbeizureden (aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden…).

Uncle Monsterface – Jokey Jingles Ultimate Dance Party Mix Volume IIIHeute bin ich bei meiner neuen Quelle für geniale und obskure Cover-Versionen (→ Cover Me) auf die US-amerikanische Band Uncle Monsterface (geiler Bandname, gell?) gestoßen, die dort gerade als Tipp angepriesen werden, zurecht, wie ich meine. Das Trio (oder Quartett? oder Duo? Hm…) aus Brooklyn, Ney York hat bereits vor einigen Monaten eine EP namens »Jokey Jingles – Ultimate Dance Party Mix Volume III« veröffentlicht (natürlich sind Vol. I und II nie erschienen) mit fünf Coverversionen der besonderen Art. Hier ein Vorgeschmack:
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Machen wir es kurz, denn ich sitze auf Sardinien im Wohnzimmer und höre über einen UMTS-Stick die [progrock-dt]-Show (ja, ich habe nichts besseres zu tun, denn draußen bläst der Mistral alle Aktivitäten weg) und lese meine Feeds – und genau dort bin ich auf diese geniale Cover-Version von “Sledgehammer” gestoßen, die Prog+Pop+X-Tausendsassa Gavin Castleton eingespielt hat. Guckt selbst …

Und das Beste: Die Coverversion ist – gemeinsam mit vier anderen Tracks – völlig legal auf Gavin Castletons Soundcloud-Website kostenlos downloadbar. Ein ahnungsloser Schelm, wer da nicht zugreift.

http://soundcloud.com/gavincastleton

Wer beim Download von Sledgehammer (wie ich) Probleme hat (“The track has reached its download limit“), der kann den Song auch direkt bei Cover Me herunterladen

http://www.covermesongs.com/2010/08/gavin-castleton-sledgehammer.html

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Der Zufall meint es gut mit mir: Da bekomme ich via eMail einen Tipp zu dieser interessanten Cover-Version von Peter Gabriels “Mercy Street” von Fever Ray (einer meiner liebsten Neuentdeckungen der letzten Monate – ihr müsst euch unbedingt die Videos angucken!)
Mercy Street von Fever Ray auf soundcloud.com

- und ausgerechnet diese Cover-Version hatte ich zwei Tage zuvor von meine lieben Freundin Conni empfohlen bekommen, doch beim Überprüfen des Links stoße ich auf die (für mich) wirklich wunderbare Website → www.covermesongs.com, einem Musikmagazin, das sich quasi ausschließlich originellen Cover-Versionen widmet.
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Amanda Palmer performs RadioheadIst Ukulele jetzt das neue In-Instrument (heißt das vielleicht In-Strument?) Nach The Beatles Complete on Ukulete hat nun die US-amerikanische Indie-Ikone Amanda Palmer (von den Dresden Dolls) ein Mini-Album mit Cover-Versionen einiger Radiohead-Hits vorgelegt. Wer Amanda Palmer kennt, der ahnt schon, dass es sich hierbei um ein ungewöhnliches, extravagantes Projekt handeln muss.

Schon seit einiger Zeit veröffentlicht Amanda Palmer ihre Projekte nicht mehr bei einem konventionellem Plattenlabel, sondern im Selbstvertrieb auf ihrer Website (CDs und LPs) und auf bandcamp.com. Hier ist auch ihr neuestes Album, eben “Amanda Palmer Performs The Popular Hits Of Radiohead On Her Magical Ukulele” in verschiedenen Formaten downloadbar. Das Album ist zwar nicht kostenlos, aber für einen lächerlichen Mindestbeitrag von 0,84 $ (=  0,65 €) oder mehr erhältlich. Selbst wenn man ein paar Kröten mehr gibt (so wie ich das getan habe), bleiben die Anschaffungskosten gering und man kann die Sachen eben auch als verlustfreie FLACs herunterladen (oder als 320 kbps-HQ-MP3s, wenn man das lieber mag). So kaufe ich gerne Downloads, weil ich sehr wohl bereit bin, für meine Downloads gutes Geld zu zahlen und gerne meine Künstler unterstütze – aber nicht Apple & Co. mein Geld in den Rachen werfen will, um minderwertige Dateien zum Preis einer CD zu erwerben.

Übrigens: Ebenfalls bei bandcamp.com ist Amanda Palmers sensationelles Solo-Debüt “Who Killed Amanda Palmer” und die Bonus CD “Who Killed Amanda Palmer – Alternate Tracks” als Download erhältlich. Anders als bei Radiohead-Cover-CD hat sie bei diesen Alben auf einen Mindestpreis verzichtet, d.h. dass man die Alben auch für 0$ downloaden kann (selbstverständlich kann und sollte man etwas zahlen) – was freilich ein bisschen unfair wäre, n’est-ce pas?

Amanda Palmer – Who killed Amanda Palmer? auf bandcamp.com

Amanda Palmer – Who killed Amanda Palmer? Alternate Tracks auf bandcamp.com

Mein Tipp:

Investiert mal ein paar Kröten und ladet euch mit gutem Gewissen die gesamte Solo-Diskografie von Amanda Palmer in exzellenter FLAC-Qualität runter (für den MP-3-Player unterwegs kann man ja aus den FLACs flugs MP3s generieren).

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Wenn ich eines in meinen Jahren als Internet-Junkie gelernt habe, dann das, dass im Web zahlreiche Talente ihre Plattform finden, die ansonsten wohl niemals überregional bekannt worden wären. Guckt euch doch mal dieses ultracooles Duo namens an: Videos und Cover-Versionen sind wirklich sehenswert (und achtet mal im zweiten Video “September” auf die tolle Oma!!!). Ich bin entzückt:

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snowblink at daytrotter.comIch mach’s kurz, weil die das Material brandneu und heiß ist. Heute wurde bei meiner Lieblingsquelle für coole Live-Sessions daytrotter.com eine Session einer Band namens Snowblink (Wer zum Teufel sind denn Snowblink? Die sind ja geilomeilo!) veröffentlicht, die aus vier wirklich  sehr ungewöhnlichen Cover-Nummern von Michael Jackson besteht, übrigens allesamt Songs aus seiner ersten Solo-Phase (Off The Wall / Thriller), als er noch wirklich gut war.

Anhören und kostenlos downloaden* – so anders können Michael-Jackson-Nummern klingen.

Snowblink: Daytrotter Session recorded Mar 12, 2010

*Bei der Gelegenheit könnt ihr mir dann auch mitteilen, ob es euch gelungen ist, den Kram mit diesem neuen Java-Downloader auf daytrotter.com herunterzuladen ich bin gerade daran gescheitert :-( UPDATE: Man muss halt die ver!*#*!!e Windows-Firewall entsprechen instruieren, dann klappt’s auch mit dem Download.

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Schon lange habe ich mich nicht mehr so sehr auf ein Album gefreut, wie auf “Scratch My Back” von Peter Gabriel. Warum? Nun, St. Peter ist einer jener Künstler, die mich mein ganzes Leben begleitet haben (seit seinen späten Jahren bei Genesis, als ich noch ein kleiner … äh junger Pimpf war) und dessen Alben mich nie enttäuscht haben. Obwohl ich die eine oder andere Cover-Version von Peter Gabriel bereits kannte, überraschte mich die Nachricht von einem ganzen Cover-Album dann doch. Wer hätte das gedacht, dass ein so arrivierter Songschreiber andererleuts Zeugs singen will? Ein Blick auf die Tracklist des Albums offenbart dann aber auch: Guter Geschmack, einige Überraschungen und einige Fragezeichen. Wie werden die Songs klingen, die ich kenne? Wie sind die Songs, die ich nicht kenne?

Es folgt eine Live-Review. Ich habe – bis auf eine Ausnahme – vor der offiziellen VÖ. keinen einzigen Song des Albums gehört und habe der Versuchung widerstanden, das Album im Digital-Promopool bei EMI oder bei halbseidenen Quellen vorab anzuhören. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich für ein Album extra am Erscheinungstag in den Saturn gepligert bin, nur um es zu kaufen (nicht einmal bei amazon.de wollte ich dieses Mal bestellen). Hier also meine ersten Eindrücke vom Album, ungefiltert, so wie ich sie in Realtime gleich raustwittern werde und am Ende hier gebündelt zusammenfassen möchte. Hau in die Tasten, Peter…

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