Schlagwort-Archive: Coverversion

Kostenlos und sehr gut: Gavin Castleton – Covers (2004-2013) – #musicmonday No. 34

Gavin Castleton - CoversEine Sammlung von 15 hervorragenden Coverversionen vom sehr, sehr, sehr, sehr talentierten Mr. Gavin Castleton. Hört euch die Loop-basierte Fassung von Peter Gabriels „Sledgehammer“ an! Oder das Frank Ocean/Portishead-Mashup „Swim Good“. Oder das gefühlvolle „Til I Die“ (Brian Wilson). Oder das originelle „Imagine“ (ja, das von John Lennon).

Hier gibt es wirklich viel zu entdecken, von den Bee Gees bis zum Eighties-One-Hit-Wonder Nu Shooz  … Ein kostenloser Download bei Bandcamp.
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Der “kostenlos-und-sehr-gut-Adventskalender” #10: The Darcys- Aja (Full Album Cover des Steely-Dan-Klassikers)

DAja interpreted by The Darcysarf man einen Geniestreich wie Steely Dans „Aja“ covern? Kann man das überhaupt auf eine vernünftige Art und Weise oder gibt man sich nicht automatisch der Lächerlichkeit und den wüsten Protesten der Fans preis? Die kanadische Band The Darcys hat es getan: das komplette Album gecovert — 1. Black Cow, 2. Aja, 3. Deacon Blues, 4. Peg, 5. Home at Last, 6. I Got The News, 7. Josie. Die Songs wurden entjazzt, entfunkt, entpopt und sie in ein zeitgemäßes Rock-Soundbild gesteckt haben. Ohne den Groove, der unwiderstehlichen Rhytmussektion mit dem starken Jazz-Appeal des Originals und gleichzeitig ohne wirklich viel zu den Arrangements hinzuzufügen haben sie den Rockklassiker völlig neu beleuchtet. Das Ergebnis ist überraschend: Überraschend gut und überraschend düster und schwermütig, fast ein wenig so, als ob sich Radiohead sich im tiefsten kanadischen Winter mit Steely Dan beschäftigt hätten.

Statt zu versuchen den Steely-Dan.Sound zu kopieren (und damit grandios zu scheitern), haben The Darcys dem Album eine Seite abgewonnen, die wohl kaum jemand dem Songmaterial zugetraut hätte.

Der Download liegt auf der → Homepage der Band zum kostenlosen Download bereit.


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Kostenlos und sehr gut: The Darcys covern das Album „Aja“ von Steely Dan – #musicmondayonafriday

Steely Dan - Aja (Cover)Steely Dan gehören, der eine oder andere meiner Leser weiß es, zu meinen Lieblingsbands. Ihre Mischung aus Rock, Pop, Funk, R&B und Jazz war in den Siebzigern eine ziemlich eigene Geschichte. Die sieben Studioalben der ersten und wichtigsten Bandphase von 1972-80 Can’t Buy A Thrill (1972), Countdown to Ecstasy (1973), Pretzel Logic (1974), Katy Lied (1975), The Royal Scam (1976), Aja (1977) und Gaucho (1980) gehören zu den besten (und bestproduzierten) Alben der Dekade und klingen auch heute noch absolut makellos. Und obwohl Steely Dan in gewisser Weise tief in der Musikkultur der 1970er Jahre verwurzelt waren, klingt ihre Musik absolut zeitlos, auch nach über 30 Jahren.

Unter diesen sieben großartigen Alben sticht das sechs Album Aja (gesprochen wie Englisch „Asia“) )noch einmal hervor. Sieben perfekte Songs, perfekt arrangiert und produziert, aufgenommen von einigen der besten Musiker, die damals aktiv waren (unter anderem Lee Ritenour, Larry Carlton, Steve Gadd, Jim Keltner und Wayne Shorter). Darf man so einen Geniestreich covern? Kann man das überhaupt auf eine vernünftige Art und Weise oder gibt man sich nicht automatisch der Lächerlichkeit und den wüsten Protesten der Fans preis?
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Kostenlos und sehr gut: Nirvana’s »Nevermind« als “Full Album Cover” von covermesongs.com – #musicmonday No. 12

In diesen Tagen scheint sich jeder über Nirvanas Album Nevermind auszulassen, das vor ziemlich genau 20 Jahren (am 24. September 1991) in den USA veröffentlicht wurde. Um ehrlich zu sein: Ich war nie ein großer Nirvana-Fan (und bin es auch heute nicht), ich habe die Grunge-Welle Anfang der 1990er einfach ignoriert: Ich fand die Musik auf Albumlänge einfach ermüdend langweilig. Doch obwohl sich an meiner Haltung nicht viel geändert hat habe ich mittlerweile gelernt, dass Nevermind tatsächlich eines der wichtigsten Alben im Rockgeschäft war – vielleicht gar nicht so sehr vom Material, was sich darauf befand, sondern vor allem, von der Wirkung, die von diesem Album auf folgende Musiker-Generationen ausgehen sollte.

Die von mir hoch geschätzte Coverversionen-Website Cover Me hat bereits vor einigen Jahren ein Full Album Cover der Nevermind mit Beiträgen von Patti Smith, Caetano Veloso (!), Animal Collective, Ill Nino, den UK Subs und anderen veröffentlicht (ein weiteres Full Album Cover der Nevermind habe ich vor einigen Wochen hier gepostet). Einige dieser Versionen sind erstaunlich gut (und musikalisch erstaunlich anders) geraten und das Beste: Man muss nicht unbedingt das Original mögen, um diese Fassungen genießen zu können.

Full Album Cover - Nevermind - Cover Me

Einfach auf das Cover klicken, um zum Original-Artikel auf covermesongs.com zu gelangen oder die Songs hier direkt herunterladen:

  1. Patti Smith – Smells Like Teen Spirit
  2. Gringo Floyd – In Bloom
  3. Caetano Veloso – Come As You Are
  4. Steve Earle – Breed
  5. The Polyphonic Spree – Lithium
  6. Animal Collective – Polly
  7. Ill Nino – Territorial Pissings
  8. Coco – Drain You
  9. The Retroliners – Lounge Act
  10. UK Subs – Stay Away
  11. Rogue Wave – On a Plain
  12. Tricky – Something In the Way

Kostenlos und sehr gecovert: »Nirvana – Nevermind« als „Full album cover“ von 13 Künstlern

Nirvana - Nevermind (bei amazon.de)Am 24. September 1991, also vor annähernd 20 Jahren, erschien das Album Nevermind von Nirvana. Man muss kein Fan der Band oder von Grunge sein, um zu verstehen, dass dies ein epochales Album  der Rockgeschichte ist, das die Initialzündung für den Erfolg vieler anderer Bands war und das, allerdings nicht zum ersten und zum letzten Mal, die korrupte und weichgekochte Rockmusik-Szene der damals gerade zu Ende gegangenen 1980er. Various Artists - Newermind; Cover-Artwork (c) Spin Magazine 2011Auch heute noch beziehen sich viele Indie-Rockmusiker auf diesen „Nirvana-Effekt“.

Als Hommage an Nevermind hat nun das US-amerikanische Musikmagazine Spin Magazine eine Künstler eingeladen, sämtliche Stücke des Albums zu covern. Das Ergebnis nennt sich »Newerkind« (SIC!!!), hat ein ausgesprochenes dämliches Artwork (s. rechts) und enthält teilweise garstige, teilweise überraschend gelungene Beiträge von Butch Walker & the Black Widows (man beachte das Yes-Zitat im Gitarrensolo „In Bloom“), The Vaselines, Amanda Palmer, Foxy Shazam (sehr geil!) und einem Haufen angesagter Indie-Künstler, die ich natürlich kaum kenne. Aber ich bin ja auch alt und nicht hip und muss nicht mehr alle Hänflinge kennen.

Um das Album kostenlos herunterladen zu können, muss man lediglich das berühmt-berüchtigte „Gefällt mir“ auf der Facebook-Seite von SPIN anklicken und den Download mit einer gültigen eMail-Adresse anfordern. Wer keinen Facebook-Account hat, der muss bis zum 25. Juli warten, dann gibt es die Tracks des Albums auch auf → dieser Seite als Direktdownloads.

Mixtape zu „sal | about | music #43: Original vs. Fälschung reloaded“

Wieder gibt es als Service zur gestrigen sal | about | music-Ausgabe ein Mixtape, das ihr komplett hier anhören könnt. Dieses Mal habe ich die zehn besten Cover-Versionen, die ich gestern gespielt habe, zusammengefasst: Songs von EatLiz (die Björk covern), Kingsley and Perdomo (Bee Gees)*, Izz (Peter Gabriel), My Brightest Diamond (Soft Cell), Alex Wolph (Robert Palmer)*, Bat For Lashes (Bruce Springsteen)*, Computer Magic (John Lennon)*, Sophie Hunger (Noir Desír), The Opium Cartel (Brian Eno) und Tori Amos (Nirvana).

Viele Stücke sind kostenlos downloadbar (mit * gekennzeichnet), die anderen habe ich als preisgünstige amazon.de-Downloads verlinkt. Einfach im Player beim entsprechenden Titel auf “buy” (sic!)  klicken, um auf die Downloadseite zu gelangen.

Kostenlos und sehr gut: 10 Cover-Versionen von Bat For Lashes

Aufmerksame blog.about-music.de-Leser wissen es längst: Natasha Khan alias Bat for Lashes gehört meiner Meinung nach zu den aufregendsten und interessantesten neuen (weiblichen) Acts in der Popmusik. Sie ist eine versierte Songschreiberin, eine betörende Sängerin und hat einen ziemlich eigenen Sound, der catchy, aber nicht zu kommerziell ist, kurzum, die perfekte Pop-Ikone zum Anhimmeln und sich nicht dafür schämen.
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Kostenlos und sehr gut: Düstere Coverversionen von Fandango

Argentinien ist für viele wohl eher das Land seltsam moppeliger Fußballer in Designer-Anzügen, über die man am Stammtisch drollige Witze machen kann. Dass das zweitgrößte Land Südamerikas auch eine sehr lebendige Musikszene hat, die mehr zu bieten hat, als bloß Tango viejo und nuevo, entzieht sich unserem eurozentristischen Weltbild.
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Kostenlos und sehr gut: ASA Trio – A Love Supreme, Live at Cafe Cultura

John Coltrane - A Love Supreme bei amazon.deNormalerweise hasse ich alle versuche John Coltranes Meisterwerk »A Love Supreme« 1:1 zu covern, aber das isländische ASA Trio hat es tatsächlich geschafft, etwas Anderes aus dem Ausgangsmaterial zu machen. In ihrer Fassung wirkt das Album entmythologisiert, leichter und bei weitem nicht so spirituell wie das Original, aber in diesem Falle ist das auch gut so: Wer wollte es denn schon ernsthaft mit Trane’s Original aufnehmen? In einer interessanten Trio-Besetzung (Gitarre, Orgel, Schlagzeug) erklingt »A Love Supreme« in dieser Aufnahme fast so swingend, als sei es nur ein Standard. Eine unterhaltsame, unverkrampfte Aufnahme, sicher nicht so gut wie das Original, aber nicht respektlos und wirklich gut anzuhören.


Kostenlos und sehr gut: Jason Parker Quartet – Five Leaves Left: A (jazzy) tribute to Nick Drake

Nick Drake - Five Leaves LeftNick Drake starb am 25. November 1974 aber in Wirklichkeit ist es so, dass er nicht ganz von dieser Welt gegangen ist. Seine traurigen Folksongs scheinen einfach nicht zu altern oder ihren zauberhaften Charme zu verlieren: Die nachfolgenden Generationen hören immer noch seine Alben und spielen seine Musik.

Ich bin am Wochenende auf ein ungewöhnliches, aber wirklich sehr gut gemachtes Full-Album-Tribute seines vermutlich besten Albums „Five Leaves Left“ gestoßen. Ein in Seattle beheimatetes Ensemble (ein Quartett, verstärkt durch eine Saxophonistin), geleitet vom Trompeter  Jason Parker und mit der sinnlichen Stimme von Michele Khazak genial ergänzt, hat die Nummern in ruhige Bebop-Arrangements verwandelt und scheint damit noch ein Extra-Quäntchen Melancholie hinzugefügt zu haben. Die Aufnahmen sind wirklich durch und durch gelungen und gerade die Vocal-Nummern (nicht alle Songs werden besungen) sind echte Juwelen. Einfach zuhören und träumen.
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