Posts Tagged “Charity”

ambienteer - 24 albumsDer gebürtige Londoner James Fahy (aka. ambienteer) ist einer der produktivsten und interessantesten elektronischen Musiker, die ich im Creative-Commons-Music-Umfeld kennengelernt habe. Seine schier überschäumende Kreativität hat in den letzten 2 Jahren fast 300 Stücke hervorgebracht, die auf (derzeit) 24 Alben veröffentlicht wurden. Außerdem, das gebe ich an dieser Stelle gerne zu, ist er ein furchtbar netter Kerl und engagiert sich für die Autisten-Hilfe National Autistic Society in Großbritannien die dort, wie so vieles, unter den massiven Kürzungen im Sozialbereich leidet und mehr denn je auf Spenden angewiesen ist.

Nun hat James vor einigen Tagen eine Kampagne gestartet, die ein wenig Geld für die National Autistic Society sammeln soll. Wenn man bis zum 30. April einen Betrag nach Wahl bei seiner Kampagne spendet, kann man seine gesamte Diskografie, also (wenn man möchte) alle 24 Alben herunterladen und zwar in sehr guter 320-kbps-MP3-Qualität. Schon die schiere Menge und der noble Anlass wären Grund genug, um ein paar Kröten locker zu machen (bei mir waren es auch nicht viele), aber ich betone: Es ist unglaublich viel extrem gutes und erstaunlich abwechslungsreiches Material dabei. Sobald man spendet (eMail-Adresse angeben!) bekommt man auf der Bestätigungsseite einen Link zur der Downloadseite auf der Ambienteer-Homepage (s. rechts), auf der man alle Alben herunterladen kann (wenn man möchte). Außerdem erhalten die Spender nach der Kampagne eine exklusive EP, die nicht “regulär” zu beziehen sein wird.

Hier geht es zur Spendenseite (Paypal und Kreditkartenzahlung sind möglich):

http://www.justgiving.com/ambienteerforautism

Sein sehr niedrig gestecktes Ziel von £500.00 hat James binnen weniger Tage erreicht. Aber £500.00 sind nicht viel Geld, £1000.00 wären eine schöne Summe, die er für die National Autistic Society und mit seinem generösem Angebot für seine Musik wirklich erreichen sollte.

Hier sind noch ein paar Klangbeispiele, denn die Bandbreite seiner Musik ist wirklich bemerkenswert.
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Peace by Buffetlibre & Amnesty International Catalunya“Peace” ist eine Zusammenarbeit von Buffetlibre (einem Netlabel) und Amnesty International Katalonien. Das Projekt bietet für einen Mindestbeitrag von  Euro (freilich darf man gerne mehr zahlen/spenden) 180 (einhundertachtzig!) exklusive und unveröffentlichte MP3s in 320 KBps von mehr oder minder arrivierten Künstlern: Mit dabei sind Marc Almond, I’m From Barcelona, Malajube, Mogwai, Paul Niehaus (Calexico), Ryuichi Sakamoto featuring Christian Fennesz, Maghrebika feat Bill Laswell und zahlreiche andere Künstler aus allen Kontinenten.

Auf der Website gibt es weitere Infos zu jedem Künstler und natürlich die Erwerbsmöglichkeit. Man kann quasi mit allen relevanten Zahlungssystemen den Sampler erwerben. Die Einnahmen kommen der katalanischen Sektion von AI zugute.

Peace by Buffetlibre & Amnesty International Catalunya

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Vor ein Tagen meckerte ich noch über die Modeversammlung Charity-All-Star-Truppe von “We Are The World 25 For Haiti”, nun ist auch ein deutlich kleiner gestricktes Charity-Projekt zugunsten der Opfer des Schweren Erbebens auf Haiti am Start: Ex-Pogues-Frontmann Shane MacGowan hat ein paar abgerissene Kumpels eingeladen (Nick Cave, Chrissie Hynde, Johnny Depp etc.) un den ollen Screamin-Jay-Hawkins-Klassiker “I Put A Spell On You” eingespielt. Wahrlich: Nicht alles, was man sieht (oder hört) ist schön, aber musikalisch haben sich die Gruseltypen echt Mühe gegeben. Und das hier ist ehrlich und spontan und nicht so … mmmh … gesteuert, wie die Multi-Konzern-Ami-Geschichte. Und der Song hat zwar nix mit Haiti zu tun (das hat “We Are The World” freilich auch nicht), aber er ist um Längen besser.

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Eigentlich darf man ja bei Charity-Sachen nicht meckern: Der Zweck heiligt ja die Mittel oder so und es geht ja um eine wichtige Sache und die armen Menschen (und Kinder, vor allem die Kinder) in Haiti haben unsere Unterstützung verdient und so weiter. Aber wenn ich mich jetzt doch dazu hinreißen ließe, ein paar musikalische Anmerkungen zu der Neufassung des Charity-Klassikers “We are the World” zu machen, dann sähen die so aus:

  1. Warum sind denn fast alle Stimmen autogetuned? Können die Schreihälse nicht singen? Ich dachte, die heutigen Heulbojen wären alles ach-so-tolle Sänger?
  2. Der eingespielte St. Michael vom Jacksonclanwar keine Überraschung, die tonlos mitsingende Janet (ist es Janet oder irgendeine ander Jackson?) berechnend rührselig. Wann wird der Michel denn nun selig gesprochen?
  3. Diana Ross würde in Deutschland gegen das Vermummungsverbot verstoßen.
  4. Heureka! Barbra Streisand wird immer faltenloser!
  5. Hat sich Wyclef Jean willentlich vorgenommen, den Song mit seinem Gesang zu ruinieren?
  6. Celine Dion ist im Cyndi-Lauper-Part ‘ne echte Nervensäge!
  7. Pink ist mit Abstand die beste Pop-Sängerin in diesem Video.
  8. Warum haben sich die Sänger denn um Himmels Willen alle so aufgedonnert. Muss man im Studio mit der Designer-Sonnenbrille stehen?
  9. Hat Carlos Santana EPO genommen oder warum spielt er wie ein Derwisch auf der Gitarre (und dann auch noch ohne erkennbaren Takt)?
  10. Ich bin froh, dass ich die ganzen Pop-Sterne und Sternchen nicht mehr kenne.

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