Fröhliche Weihnachten, euch allen ein schönes Weihnachtfest.
Ob ihr nun Atheisten seid (wie ich), oder gläubige Christen, Moslems oder Juden, ob ihr an einen oder viele Götter anbetet, ob ihr an Geister oder Ahnen oder das Göttliche in oder der Natur glaubt: Heute ist der richtige Tag, um die wahrhaft göttliche Musik von Georg Friedrich Händel (1685-1759) zu genießen. Wer das Werk nicht im Schrank stehen hat (oder wer wie ich, alle CDs in Bergen von noch auszupackenden Kartons hat), der wird sich gewiss über diese schöne, kostenlose Aufnahme des ersten Teils (Advent und Geburt) des Messiah vom Peabody Concert Orchestra & Chor unter der Leitung von Hajime Teri Murai freuen.
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Bereits 2002 erschien das Weihnachtscrossover-Album “Christmas Carols And Songs” des in London beheimateten Bandprojekts Ikos (ergänzt durch Gastauftritte des Peterborough Cathedral Chores, der Indie-Rock-Ikone Jane Siberry und anderen).
Ikos ist das geistige Kind des Multiinstrumentalisten David Clifton, der es auf dem Album tatsächlich geschafft hat, traditionelle Weihnachtsmusik, Pop, Rock, Folk, klassische und elektronische Musik zu einem homogenen, stimmungsvollen, festlichen und en gros erfreulich unkitischigem traditionellen Weihnachtsalbum zusammenzufassen.
Wem das Album dann doch zu viel Stil-Mix ist, für den gibt es auch eine EP mit poppigen “Radio Mixes”:
Sodele, das soll’s für dieses Jahr an kostenlosen Weihnachtsmusik-Tipps gewesen sein. Ich hoffe, sie kamen noch gerade rechtzeitig für die nun anstehenden Feiertage. Vielleicht, nein, ganz bestimmt kann ich kommendes Jahr meine Tipps etwas zeitigeer posten.
Und, ach ja, beinahe vergessen: Fröhliche Weihnachten allerseits …
Offenbar sind gerade Bach-Wochen auf blog.about-music.de: Nach sämtlichen Orgelwerken und einer Neu-Interpretation der Goldberg-Variationen möchte ich euch heute einen tollen kostenlosen, hochwertigen Download der Matthäuspassion ans Herz legen.
Die Matthäus-Passion gehört ja zweifelsohne zu den wichtigsten Chorwerken der Musikgeschichte und sollte eigentlich in keiner klassischen Basisdiskothek fehlen. Mittlerweile gibt es im Netz auch zahlreiche frei erhältliche historische und einige ordentliche Neuaufnahmen, allein, für eine hochwertige Aufnahme der Matthäus-Passion muss man auch heute noch ein wenig Geld anlegen.
Eine schöne kostenlose Alternative (sozusagen als Zwischenlösung) bietet derzeit das niederländische Klassik-Radio 4 an. Dort haben die Hörer gerade die Matthäus-Passion zum diesjährigen Lieblingsstück gekürt. Darum bietet der Sender derzeit eine hochkarätig besetzte Neuaufnahme kostenlos als MP3-Download (drei 160 kbps-Dateien, 179 MB) an. Es spielt das vorzügliche Residentie Orkest aus Den Haag unter der Leitung des langjährigen Leiters des Musica Antiqua Köln und ausgewiesenem Bach-Spezialisten Reinhard Goebel und einer Auswahl der derzeit besten niederländischen Sänger, sowie der Nederlands Kamerkoor und der Haags Matrozenkoor. Den Rest des Eintrages lesen »
Noch mehr Empfehlenswertes (nach den Orgelwerken vorgestern) von Johann Sebastian Bach (1685-1750), speziell für jene, die nach einer guten, kostenlosen Aufnahme der wunderbaren Goldberg-Variationen suchen, die auf einem (modernen) Klavier gespielt wurden (und nicht auf einem Cembalo). (Und ja, jeder braucht mindestens EINE Aufnahme der Goldberg-Variationen im Haus).
Wer also eine solche Aufnahme gebrauchen kann, der sollte sich flugs zur Website des Isabella Stewart Gardner Museum klicken und ihren letzten Podcast (#119) downloaden in dem eine vollständige Aufnahme der Variationen zu hören (und als 128-kbps-MP3 zu downloaden) ist, eingespielt vom US-amerikanischen Pianisten Jeremy Denk.
Das ist wirklich ein sensationeller Fund: Es gibt tatsächlich eine legale Quelle, bei der man sämtliche Werke für Orgel von Johann Sebastian Bach (1685-1750) kostenlos downloaden kann – und das in sehr guter AAC-Qualität (.m4a – das typische iTunes-Format): Insgesamt sind es 13 zip-Archive (geordnet nach Werksgruppen) mit fast 2 GB Umfang. Typische Aufnahmen sämtlicher Orgelwerke Bachs umfassen üblicherweise rund 15 CDs (um eine Vorstellung zu haben, wie viel Material das ist).
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Aufgenommen wurden sie zwischen 2007 und 2009 von Dr. James Kibbie (von der University of Michigan) auf historischen Barockorgeln in Dresden (Kathedrale), Rötha (Georgenkirche, Marienkirche), Großengottern (St. Walpurgis), Stade (Ss. Cosmae et Damiani, St. Wilhadi) und Waltershausen (Stadtkirche); die Aufnahmequalität genügt professionellen Ansprüchen und ist vergleichbar mit den im Handel erhältlichen kommerziellen Aufnahmen. Für den Einsteiger gibt es eine Art Best-of-Sammlung mit → »Favorite Masterworks« (natürlich mit der berühmten Toccata & Fuge in d-Moll, BWV 565, s. oben), fortgeschrittene Bach-Fans können sich gleich die → vollständige Sammlung herunterladen.
Mittlerweile komme ich mit dem Bloggen über empfehlenswerte kostenlose Downloads (mit oder ohne CC-Lizenz) an dieser und an anderer Stelle kaum noch nach. Darum gibt es ab heute monatlich eine unkommentierte Liste mit den interessantesten und besten Neuerscheinungen aus dem April, die man (derzeit) kostenlos beziehen kann. Wenn sie mit einer freien Lizenz ausgestattet sind, habe ich das extra vermerkt [= (CC)], ansonsten Einige habe ich hier vorgestellt, andere nicht. Alle sind auf jeden Fall mal ein Reinhören wert. Dafür gibt es ein kleines Mixtape dazu, damit man direkt einmal in die Musik reinschnupp – äh lauschen kann. Die Liste kann erweitert werden (s. Update-Datum), falls ich in den nächsten Wochen noch über interessante April-Veröffentlichungen stoße, das Mixtape bleibt aber davon unberührt. Den Rest des Eintrages lesen »
Zahlen, Zahlen, Zahlen: Dies ist der 300. veröffentlichte Blogbeitrag hier auf blog.about-music.de und der 91. “Kostenlos und…”-Artikel (wenn ich mich eben nicht verzählt habe), beides überraschende Zahlen (finde ich) für ein Spartenblog, das ich eigentlich so nebenher betreiben wollte. Well, es hat sich so ergeben, dass das Bloggen über ein festes Thema (die Musik eben) ein überaus ergiebiges, weites Feld ist und manchmal wünschte ich, ich hätte mehr Energie und Zeit, um hier noch mehr interessante Entdeckungen zu veröffentlichen. Material finde ich weiß Orpheus genug, nun ja, et iss, wie et iss… Den Rest des Eintrages lesen »
Und noch einmal Bach zu Ehren seines heutigen 326. Geburtstages und noch einmal recycle ich dabei einen meiner Blog-Beiträge von anderswo:
Es gibt wenig Alben, die so viel Bestand haben, wie die legendären Aufnahmen des spanischen Cellisten Pablo Casals (1876-1973) der Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach (1685-1750). Sie sind alles andere als nach den Standards der historischen Aufführungspraxis gespielt und dennoch gelten seine Aufnahmen aus den 1930er Jahren als Meilensteine, nicht nur historisch betrachtet (weil letzten Ende Casals diese vergessenen Suiten wiederbelebte), sondern weil sich alle Aufnahmen auch an der Ausdrucksstärke dieser Erstaufnahme messen lassen müssen. Und da hapert es bei den allermeisten neueren Aufnahmen. Casals lebt diese Musik und das kann man den historischen Aufnahmen, trotz aller aufnahmetechnischen Unzulänglichkeiten und historischer Inkorrektheiten, immer noch sehr genau anhören.
Das deutsche Urheberrecht macht es möglich: Das Verwertungsrecht endet bei nach 50 Jahren (§ 85 Abs. 3 UrhG), danach sind die Aufnahmen rechtefrei (ähnliche Regeln gelten übrigens für die meisten europäischen Staaten) und dürfen auch von anderen vertrieben werden, was vorher streng untersagt ist (denn vertreiben darf nur der, der die Rechte daran besitzt). Darum darf ich an dieser Stelle auf die japanische Website public-domain-archive.com hinweisen, die zahlreiche historische Aufnahmen, auch die Cellosuiten von Casals kostenlos zum Download anbietet. (…) Erwartet nicht viel von der Tonqualität dieser frühen Aufnahmen (die zwischen 1936 und 1939 entstanden), erwartet allerdings eine Menge von dieser tief empfundenen Musik.
Die sechs Suiten gibt es → hier als kostenlosen Download (1. zip-Archiv, 118 MB) auf meinem 4shared.com-Account
Zum heutigen 326. Geburtstag von Johann Sebastian Bach (1685-1750), möchte ich euch eine ganz besonders gelungene Aufnahme der Partita No. III in E-Dur für Violine solo ans Herz legen. Sie stammt von der englische Violinistin Tasmin Little, die vor einigen Jahren ein Album mit Musik für Solo-Violine aufgenommen hat und es exklusiv und kostenlos auf ihrer Website zum Download anbietet. Darin enthalten ist auch diese gelungene Aufnahme der
Partita No. III in E-Dur, BWV 1006 für Violine solo
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Und weil ich das alles schon einmal aufgeschrieben habe, verweise ich einfach auf den entsprechenden → Blogbeitrag mit allen Infos zu »The Naked Violin« und den Download-Links.
Trotz all der schrecklichen Dinge, die gerade in der Welt überall geschen, ob in Japan, Libyen, Bahrein, Jemen oder sonstwo: Der heutige Tag hat sich wirklich schon ein wenig nach Frühling angefühlt, ein zerbrechlicher, zarter Frühling, genauso wie im zweiten Satz der Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi (1678-1741):
Antonio Vivaldi – Die vier Jahreszeiten: Frühling – II. Largo
Da dachte ich mir, dass meine Leser vielleicht Freude an einer durchaus ordentlichen Aufnahme der unsterblichen Konzerte Vivaldis hätten. Hier also eine Live-Aufnahme des US-Amerikanischen Violinisten John Harrison (man kann sie bei der Wikipedia finden), der im Jahre 2000 Vivaldis beliebte Konzerte zusammen mit den Wichita State University Chamber Players unter der Leitung von Robert Turizziani eingespielt hat. Erfreulicherweise hat er die Aufnahmen mit einer freien Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 1.0 Lizenz (CC-BY-SA 1.0) ausgestattet, so dass ich einfach die einzelnen Dateien zu einem zip-Archiv zusammengefasst habe und auf meinem 4shared-Account uploaden konnte (und durfte). Von fort könnte ihr meinen Frühlingsgruß kostenlos herunterladen.
Nächste Ausgabe von s| a| m #48
wird am 29. 09. 2011, von 21:00-23:00 Uhr
auf dem Stream des Senders Metal Refinement gesendet. Thema: t.b.a.
Paralleler Chat im IRC zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement