Schlagwort-Archive: Ambient

Denovali Records - Nordic Lake Sounds Vol. V (Label Sampler)

Kostenlos und sehr gut: Der Denovali-Records-Sampler „Nordic Lake Sounds Vol. V“

Neues Jahr, neue Musik und – nach vier Jahren – ein neues, schlichtes schmuckloses Theme. Warum? Zum einen war ich die Optik des alten Themes wirklich leid, zum anderen war es alles andere als Mobilseiten-freundlich. Da aber eine immer größere Zahl der Leser mit dem Smartphone oder mit dem Tablet unterwegs sind (ich ja auch), tat eine Theme not, das Funktionalität und Lesbarkeit mit allen möglichen Anzeige-Geräten ermöglicht.

Die wenig originelle, aber durchaus ansehnliche Lösung ist das letztjährige WordPress-Standard-Theme. Die Hintergrundfarbe (so der Plan), wird ab und zu geändert (derzeit ist es das bekannteste Blau der Social-Media-Welt), ob ich noch ein Titelbild zur optischen Auflockerung einfüge, ist noch nicht geklärt. Derzeit habe ich keine sinnvolle Grafik.

Denovali Records - Nordic Lake Sounds Vol. V - zur Produktseite auf denovali.comZur Musik: Heute möchte ich euch (über eine Anregung im Musikblog Nicorola) den neusten Sampler aus dem Hause Denovali vorstellen. Seit einigen Jahren erscheinen beim Bochumer Label überaus interessante Veröffentlichungen mit düsterer experimenteller Musik aus den Bereichen Ambient, Drone, Darkjazz, Postrock usw. mit internationalen Künstlern wie Bersarin Quartett (D), Birds of Passage (NZ), Dale Cooper Quartet (F), Hidden Orchestra (GB), The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble (NL/F), Lento (I) u.v.m. Generell zeichnen sich alle Denovali-Produktionen durch ein Höchstmaß an Professionalität und Originalität aus.
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Der “kostenlos-und-sehr-gut-Adventskalender” #14: Unsung Records Free Christmas Compilation 2012 — Markus Reuter, Lee Fletcher, Centrozoon, Zweiton et al.

Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen: Unsung Records, eines der interessantesten Prog-/elektronische Avangarde-Labels der Szene verschenkt bis zum 26. Dezember die Unsung Records Free Christmas Compilation 2012 mit insgesamt 19 Titeln (mit einer Ausnahme ist jede der 20 bisherigen UR-Veröffentlichungen vertreten) aus dem Unsung-Records-Programm: Ambient, experimentelle (elektronische) Musik, Jazz, Progressive Rock, Art-Pop und zeitgenössische Musik von Künstlern/Bands wie Tuner, Moonbound, Markus Reuter & Robert Rich, The Redundant Rocker, This Fragile Moment, Yoshi Hampl, Centrozoon, Lee Fletcher, Quartet for the End of Time, Zweiton, Adrian Benavides and Syntony.

Unsung Records Free Christmas Compilation 2012

Kostenlos (bis zum 11/11/12) und sehr gut: Vocal Minimal Music von Georgina Brett „Non Sense A“

Stellt euch Minimal Music ohne Instrumente vor; stellt euch Lieder ohne Worte, ohne Texte vor; stellt euch Ambient Music vor, die nur mit der Stimme in sich wiederholenden Schleifen („Loops“) entsteht: Genau so sieht das musikalische Universum der Londoner Künstlerin Georgina Brett aus.

Ihr neues Album „Non Sense A“ ist bis zum 11. November 2012 auf ihrer Bandcamp-Seite kostenlos downloadbar (und wird danach nur einen geringen Betrag kosten). Und es ist ein Album, dass ich allen wärmsten empfehlen kann, die wissen wollen, was man mit wenig Aufwand, viel Kreativität und einer geübten Stimme machen kann.

Mein Tipp: Hört unbedingt in jedes Stück hinein, bevor ihr euch für oder gegen eine Download entscheidet. Jedes Stück hat seinen spezifisch eigenen Charakter.

Kostenlos und sehr gut: Gut gemachter Ambient, mit Field Recordings kombiniert von The Echelon Effect – #musicmonday No. 27

Normalerweise bevorzuge ich lange Ambient-Tracks. Ich finde, die lange Form passt besser ins Gesamtkonzept von Musik »bei der sphärische, sanfte, langgezogene und warme Klänge dominieren«, so die Wikipedia-Beschreibung. #musicmondayHin und wieder stolpere ich aber doch über Ambient-Miniaturen, die mir außerordentlich gut gefallen, so geschehen bei dem neuesten Album „Field Recordings“ des britischen Ambient-Projekts The Echolon Effect von David Walters, der sich unter dem Motto »Light and Dark – Epic and Small« auf kurze Ambient-Stücke spezialisiert zu haben scheint.
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Kostenlos und sehr elektronisch: Ambient-Bearbeitungen populärer Klassikwerke von Lee Rosevere – #musicmonday No. 26

#musicmondayNormalerweise kann man nicht mit Easy-Listening-Bearbeitungen von (populären) Klassik-Melodien jagen. Ich habe da sozusagen ein Kindheitstrauma (Stichwort: Rondo Veneziano). Ich mag es einfach nicht, wenn man Dinge simplifiziert und glättet, nur weil unsere Hörgewohnheiten instrumentaler Musik sich auf Fahrstuhlmusik-Niveau bewegen. Gleichzeitig habe ich in meiner Kindheit und Jugend gerne die elektronischen Bearbeitungen von Isao Tomita gehört, bei denen – ich gebe zu: auch nicht immer ganz geschmackssicher – Werke von Debussy, Ravel oder Mussorgsky mit Synthesizern eingespielt wurden. Sicher: Kaum eine Bearbeitung reicht an das Original heran, aber immerhin kann sie – wenn sie gut gemacht ist – einzelne Aspekte einer Komposition erfahrbarer machen oder ein möglicher Einstieg für einen Klassik-Laien in die große Welt der klassischen Musik sein.
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Kostenlos und sehr gut: Ambient/IDM von Altus – #musicmonday No. 16

#musicmondayDiesen Artikel habe ich auf Englisch bereits im Dezember veröffentlicht, darum hier nur der Vollständigkeit halber auf Deutsch nachgereicht:

Den kanadischen Musiker Mike Carss  aus Ottawa/ Ontario habe ich an anderer Stelle schon einmal vorgestellt. Kurz vor Jahresschluss erschien sein neues, exzellentes Album „Ecotone“, eine sehr gut anhörbare Mischung aus IDM und Ambient.

Hier das Promo-Video:

Das zugehörige Album „Ecotone“ kann man kostenlos hier →  http://altusmusic.ca/ecotone/ herunterladen.

Kostenlos und sehr gut: Schlafloser, nächtlicher Ambient von ambienteer – #musicmonday No. 15

James Fahy alias ambienteer  habe ich an dieser Stelle schon vorgestellt. Ich halte den gebürtigen Londoner für einen der größten Talente, die es in der freien Musikszene gibt. Nacht für Nacht bastelt der manchmal an Schlafstörungen leidende Programmierer an neuen Stücken, die er regelmäßig auf seiner Website kostenlos zur Verfügung stellt.

Doch in den Wochen der vergangenen Monate geriet seine Produktivitätsmaschinierie ins Stocken: Nur sehr langsam und äußerst mühselig entstanden neue Stücke, etwas, was ihm üblicherweise keine Mühe bereitet. Das Album „Nocturne“ ist geprägt von diesen inneren Kämpfen mit der Blockade – und es ist eines seiner besten, aber auch düstersten geworden. Hört man das Album, so hat man den Eindruck, man begleitet James durch die Gespenster einer schlaflosen Nacht. Und ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Am Ende ist es wie im richtigen Leben und die Sonne geht – trotz aller Befürchtungen – doch auf.

Eine der intensivsten Veröffentlichungen, die mir dieses Jahr untergekommen sind und ein treuer Begleitet durch meine eigenen nächtlichen inneren Kämpfe.

„Nocturne“ ist als pay-what-you-want-Download ohne Mindestpreis erschienen. Man muss nicht, man darf aber gerne eine Kleinigkeit für die Musik zahlen.

Kostenlos und sehr gut: Elektronische Musik und Ambient von Altus – #musicmonday No. 10

Mike Carss alias Altus aus Ottawa, Ontario in Kanada, ist einer der interessantesten und individuellsten elektronischen Musiker, die ich in der Freie-Musik-Welt bisher entdeckt habe. #musicmondayZwar charakterisiert er selbst seine Musik wohl hauptsächlich als „Ambient“, doch für dieses Genre eher unüblich addiert er noch ein Quentchen Extra-Harmonie, etwas mehr Melodie, etwas mehr „Musik“ zu seinen Kompositionen. Das Ergebnis kommt besonders gut bei jenen an, die normalerweise kein Ambient hören. Man könnte seine Musik mit Fug und Recht als „hörerfreundlich“ bezeichnen, doch dies sollte man nicht mit dem leeren, abgedroschenen, pseudo-esoterischem Gefiepe anderer verbinden: Altus steht für hochklassige, gut klingende und gut durchdachte elektronische Musik.
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Kostenlos und sehr gut: Ambient, Avantgarde, Folk und zeitgenössische Musik von Marco Lucchi – #musicmonday No. 7

#musicmondayLetzte Woche musste der #musicmonday hier im Blog leider ausfallen. Wie ihr vielleicht wisst, weilte ich für einen Kurzurlaub auf Sardinien. Nun bin ich wieder da und meine Inbox quillt über mit unbeantworteten Mails, ich nehme mir aber dennoch die Zeit euch heute einen ganz besonderen Künstler vorzustellen, einem der abwechslungsreichsten, kreativsten, interessantesten und spannendsten Künstler (das sind aber viele Superlative!), die ich bisher in der freien-Musik-Welt kennengelernt habe: Sein Name ist Marco Lucchi, er kommt aus Modena (in Norditalien) und er hat in den letzten drei Jahrzehnten eine unfassbare Menge an verschiedenster Musik veröffentlicht: Ein Großteil davon ist kostenlos downloadbar, alle sind wirklich hörenswert.
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Kostenlos und sehr gut: Art-Pop meets Ambient meets Modern Classics von Pantree Owl – #musicmonday No. 5

Ich mag klassische Musik, auch zeitgenössische klassische Musik. Das ist keine Neuigkeit. Und ich mag gut gemachte Popmusik. Das ist auch keine Neuigkeit. #musicmonday Und für den aufmerksamen Leser dieses Blogs ist es auch keine Neuigkeit, dass ich mich in letzter Zeit auch intensiv mit Ambient-Musik beschäftigt habe. Was ich normalerweise nicht mag, ist das, was findige Marketing-Manager „Crossover“ getauft haben. Denn allzu oft bedeutet Crossover, dass das Opern-Sternchen schnell mal auflagenträchtig ein paar Schnulzen trällert oder der abgehalfterte Rock-Keyboarder ein paar langweilige Piano-Solo-Klimpernnummern als Sonate verkaufen will.
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