Eigentlich habe ich keine Zeit, um hier groß zu bloggen (und noch jede Menge in der Warteschlange!), aaaaber dieser kostenlose Download vom vorletzten Kritikerhype Get Well Soon könnte doch für einige Leser interessant sein, drum sei es hier schnell erwähnt. Und bevor ihr mault: Normalerweise hasse ich den Kram, den die Kritiker in dne Rockgazetten hypen, aber Get Well Soon ist wirklich eine seltene und sehr gut hörbare Ausnahme, vielleicht nicht die Rettung des Rock’n'Roll, aber gut hörbarer, moderner (und exzellent instrumentierter!) Rock. Oder Alternative Rock. Oder wie auch immer ihr das nennen wollt.
Der in Großbritannien sehr erfolgreiche deutsche Act Get Well Soon (alias Konstantin Gropper) bietet auf seiner Homepage eine EP (6 Tracks, über 30 Minuten Spielzeit) mit Aufnahmen eines Mitschnitts eines Gigs aus dem Konzerthaus Dortmund kostenlos zum Download in sehr guter MP3-Qualität (320 kbps) an. Erfreulicherweise klingen die (Live-)Aufnahmen sehr gut und die schönen Arrangements kommen ideal zur Geltung. Das macht mich fast neugierig auf die Alben. Vielleicht gibt es ja doch durchaus hörbare “neue” Musik da draußen Den Rest des Eintrages lesen »
Radiohead gehören seit Jahren zu den beliebtesten Bands im Musikbusiness. Kaum eine andere Band hat mehr Fans und kaum eine andere zeitgenössische Band wird so oft gecovert, wie Radiohead (zuletzt von Amanda Palmer auf der Ukulele, s. Artikel dazu → hier).
Bei meinem letzten Fischzug beim Download-Portal bandcamp.com fand ich beim Stöbern in der ansonsten nicht so wirklich erquicklichen Klassik-Sektion dort ein interessantes Album des US-amerikanischen Musikers Alex Schaaf (der auch unter dem Pseudonym Yellow Ostrich Musik veröffentlicht): Er hat Radioheads vielleicht wichtigstes Album »Kid A« für zwei Klaviere, zwei Violinen, zwei Cellos und sechs Stimmen arrangiert und aufgenommen und bietet das komplette Album kostenlos zum Download an. Wie immer bei bandcamp.com kann man zwischen allen möglichen Audioformaten wählen (MP3, FLAC, AAC, OGG, ALAC – ich empfehle ja immer das verlustfreie FLAC, das heute alle Software-Player abspielen können, das man sehr gut in WAVs umwandeln kann, um daraus eine Audio-CD fürs Auto zu machen und das man leicht in MP3s für den tragbaren MP3-Player umwandeln kann) . Ich finde die Arrangements sehr gelungen, etwas Probleme macht mir hie und da der Gesang – aber dass der Gesang etwas seltsam anmutet, gehört ja auch bei Radiohead selbst zum Konzept. Thom Yorkes Stimme ist ja nun auch nicht ganz … äh … unumstritten. Muss aber wohl so sein.
Alex Schaaf scheint übrigens ein seltsamer Vogel zu sein. So hat er (unter seinem Pseudonym Yellow Ostrich) eine EP mit dem Titel »The Morgan Freeman EP« veröffentlicht, die ausdrücklich von Morgan Freemans Wikipedia-Seite (!) inspiriert wurde. Das Album kann man ebenfalls bei bandcamp.com in voller Länge anhören und auf Pay-what-you-want-Basis erwerben, ohne dass eine Mindestzahlung verlangt wird (Wer will kann also auch 0$ zahlen, was freilich nicht ganz fair ist, wenn man das Album wirklich öfter hören möchte). Dieses Prinzip gilt übrigens für all seine (zahlreichen) Alben, EPs und Singles, die er dort veröffentlicht hat, auch für seine letzte EP »Fade Cave«, die er gänzlich ohne Instrumente, lediglich mit Stimmen und einer Rhythmus-Maschine produziert hat.
Zu behaupten, ich sei ein Fan von Portugal. The Man ist nun wirklich eine Übertreibung. Irgendwie zündet die allenthalben hochgelobte Truppe bei mir nie so richtig. Zwar habe ich ihr letztes Album American Ghetto mit einem gewissen Wohlwollen gehört und auch auf diesen Seiten als kostenlosen Stream mit warmen Worten → vorgestellt, sogar an anderer Stelle ihre obskure Live-EP “Live at Neumos, Seattle” (ebenfalls kostenlos) publik gemacht, aber es bleibt dabei: Die Band mit dem drolligen Namen zündet bei mir nicht nachhaltig. Daran ändert vermutlich auch nicht ihre akustische Performance in den auf diesen Seiten oft zitierten Daytrotter-Studios, die seit wenigen Tagen kostenlos stream- und downloadbar ist, aber in gewisser Weise ist es tatsächlich das, was ich mir am ehesten von ihnen anhören kann, ohne gleich das Gefühl zu haben, dass da irgendetwas fehlt (sic!).
Für die Fans von Portugal. The Man ist diese Live-Session allerdings Pflicht, weil sie eine bisher eher unbekannte Seite der Band zeigt. Eine knappe Viertelstunde Portugal.The Man live:
Radiohead sind ja Wiederholungstäter: Nachdem sie das Business 2007 mit der quasi-gratis-Veröffentlichung von “In Rainbows” hinlänglich schockten (s. dazu meinen → Blog-Artikel auf uergsel.de), nachdem sie ihre letzte Single “These are my twisted Words” ebenfalls kostenlos ins Netz stellten (s. dazu meinen → Blog-Artikel auf diesen Seiten) haben sie sich wieder etwas besonderes für die Fans ausgedacht: Ihr Konzert vom 23. August 2009 (tolles Datum ) in Prag wurde von 50 Fans aus verschiedenen Positionen gefilmt und anschließend zu einer semi-professionellen DVD zusammengeschitten. Die Tonspur für die DVD wurde von der Band zur Verfügung gestellt. Seit dem 23.08.2010 kann man das Konzert komplett kostenlos in verschiedenen Formaten kostenlos herunterladen: als PAL-DVD, als NTSC-DVD, als Quicktime-MOV, als MKV, als MP4 für den iPod und als AVI. Demnächst erscheint eine BluRay-Fassung und selbstverständlich kann man sich den Mitschnitt komplett bei YouTube angucken:
Ist Ukulele jetzt das neue In-Instrument (heißt das vielleicht In-Strument?) Nach The Beatles Complete on Ukulete hat nun die US-amerikanische Indie-Ikone Amanda Palmer (von den Dresden Dolls) ein Mini-Album mit Cover-Versionen einiger Radiohead-Hits vorgelegt. Wer Amanda Palmer kennt, der ahnt schon, dass es sich hierbei um ein ungewöhnliches, extravagantes Projekt handeln muss.
Schon seit einiger Zeit veröffentlicht Amanda Palmer ihre Projekte nicht mehr bei einem konventionellem Plattenlabel, sondern im Selbstvertrieb auf ihrer Website (CDs und LPs) und auf bandcamp.com. Hier ist auch ihr neuestes Album, eben “Amanda Palmer Performs The Popular Hits Of Radiohead On Her Magical Ukulele” in verschiedenen Formaten downloadbar. Das Album ist zwar nicht kostenlos, aber für einen lächerlichen Mindestbeitrag von 0,84 $ (= 0,65 €) oder mehr erhältlich. Selbst wenn man ein paar Kröten mehr gibt (so wie ich das getan habe), bleiben die Anschaffungskosten gering und man kann die Sachen eben auch als verlustfreie FLACs herunterladen (oder als 320 kbps-HQ-MP3s, wenn man das lieber mag). So kaufe ich gerne Downloads, weil ich sehr wohl bereit bin, für meine Downloads gutes Geld zu zahlen und gerne meine Künstler unterstütze – aber nicht Apple & Co. mein Geld in den Rachen werfen will, um minderwertige Dateien zum Preis einer CD zu erwerben.
Übrigens: Ebenfalls bei bandcamp.com ist Amanda Palmers sensationelles Solo-Debüt “Who Killed Amanda Palmer” und die Bonus CD “Who Killed Amanda Palmer – Alternate Tracks” als Download erhältlich. Anders als bei Radiohead-Cover-CD hat sie bei diesen Alben auf einen Mindestpreis verzichtet, d.h. dass man die Alben auch für 0$ downloaden kann (selbstverständlich kann und sollte man etwas zahlen) – was freilich ein bisschen unfair wäre, n’est-ce pas?
Investiert mal ein paar Kröten und ladet euch mit gutem Gewissen die gesamte Solo-Diskografie von Amanda Palmer in exzellenter FLAC-Qualität runter (für den MP-3-Player unterwegs kann man ja aus den FLACs flugs MP3s generieren).
In wenigen Tagen erscheint das neue Live-Album “Glitter and Doom” vom alten Haudegen Tom Waits, mit Mitschnitten seiner aktuellen, gleichnamigen Tournee. Als ordentlicher Appetit-Happen ist nun auf seiner Website oder im Kasten hier unten ↓ eine kostenlose Preview mit acht MP3s in exzellenter 320 kbps-Qualität downloadbar, eMail-Adresse (für Tom-Waits-Newsletter) hinterlegen, schon kommt die Bestätigungsmail mit dem Downloadlink ins Postfach.
Thank you, Mr. Waits… und live ist der Typ immer ein Kracher…
Marillion – Recital Of The Script
Der Abschluss der ‘Script’-Tour im Londoner Hammersmith Odeon
(Aufnahmen von 1983, CD-Release 2009, 2CD; EMI)
(keine Wertung)
Einer meiner liebsten Künstler (und einer jener, die ich vermutlich ohne das Internet niemals kennengelernt hätte – all hail Internet!), nämlich Jade Leary, veröffentlicht im Herbst sein neues Album “Heilotrope”. Eigentlich ist das Album fertig, doch Jade will die Nummer noch etwas sacken lassen. Außerdem steht bald Nachwuchs an uuuund Bernard Falaise (ein sehr alter Freund von Jade) von den kanadischen Avantproggern Miriodor wird im Sommer einige Spuren für das Album einspielen. (Es ist also doch nicht fertig, ha!)
Nächste Ausgabe von s| a| m #48
wird am 29. 09. 2011, von 21:00-23:00 Uhr
auf dem Stream des Senders Metal Refinement gesendet. Thema: t.b.a.
Paralleler Chat im IRC zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement