2010 in Music: The ever popular Top 20 CDs released in 2010 list (##10 – 1)
Geschrieben von sal in Listen, tags: 2010, Bestenliste, Klassik, Pop, RockHier also der zweite Teil der ever popular Top 10 in Rock and Pop and Classics CDs released in 2010 list – die Plätze 10 – 1:
- The River Empires – Epilogue
Ich hatte Glück, denn ich habe das Album während der Weihnachtstage kostenlos downloaden können, aber auch für die paar Kröten, die der Download kostet (CD gibt es iirc gar nicht) kann man nicht meckern. Allerbester Singer-Songwriter-Folkrock, schön arrangiert, toll gesungen und sehr gut produziert. - Tobias Koch – Robert Schumann: Klaviermusik für die Jugend
»Solo-CD des Jahres«: Tobias Koch war für mich einer der Gewinner des letztjährigen Schumann-Jahres. Seine beiden CDs (neben »Klaviermusik für die Jugend« erschien auch noch »Robert und Clara Schumann – Klavierwerke aus Dresden 1845-1849«) gehören zu den allerbesten Beiträgen zum Schumann-Jahr überhaupt. Wenn Schumann am Klavier, dann nur Tobias Koch. - Barry Cleveland – Hologramatron
Mein »Prog-Album des Jahres«, obwohl Cleveland auf dem Album viele Genres streift: Progressive Rock à la King Crimson, Fusion, Sixties-Pop, sogar ein wenig Americana ist irgendwie dabei: Exzellente Musiker, sehr stimmige, unverkrampfte Produktion und endlich einmal gute Texte auf einem Prog-Album. - Mandelring Quartett · Claire-Marie Le Guay – Robert Schumann: Piano Quartet · Piano Quintet
Das einzige Ensemble, dass es zweimal in meine Top 20 geschafft hat: Ich habe einige Aufnahmen des Klavierquartetts und -quintetts von Schumann dieses Jahr gehört und es gibt wirklich einige gute Aufnahmen davon, aber keine reicht an die Wärme, die Energie, die Präzision, die Aufnahmequalität dieser Aufnahme heran. Meine persönliche Referenz und meine »Klassik-CD des Jahres«. - Massive Attack – Heligoland
»Pop-Album des Jahres«: Alle fünf Massive-Attack-Studioalben lohnen sich, Heligoland ist da keine Ausnahme. Durch Damon Albarn (Blur, Gorillaz) verstärkt, sind die Bristoler nun noch cooler, haben noch ein paar Ideen mehr im petto. Neben dem epochalem Album »Mezzanine« ihre beste Scheibe. - Joanna Newsom – Have One On Me
Eine der ersten sehr erfreulichen Alben des Jahres 2010. Auf 3 CDs zelebriert Joanna Newsom ihre seltsam verschrobene Mischung aus Folk, Pop und Singer-Songwriter-Kram. Stellenweise klingt sie wie eine kantige, kratzige Version von Kate Bush fürs 21. Jahrhundert. - Laurie Anderson – Homeland
»Comeback-Album des Jahres«. Die fast vergessene Wiederkehr einer großen Künstlerin: Eines der stärksten Alben von Laurie Anderson, düster, prophetisch, apokalyptisch, avantgardistisch. - Sarah Kirkland Snider feat. Shara Worden & Signal – Penelope
Album des Jahres, Part I: Oh wie wundervoll! Wundervoll komponierte Stücke der Komponistin Sarah Kirkland Snider zwischen Minimal music, zeitgenössischer (postmoderner) Musik, Singer-Songwriter- und ArtPop-Elementen, gesungen von der wundervollen Shara Worden (alias My Brightest Diamond) und gespielt vom Kammermusik-Ensemble Signal. - Cowboy Junkies – Renmin Park
Album des Jahres, Part II: Es gibt sie schon über 20 Jahre und ich kannte von ihnen nicht viel mehr als den Namen. Ein fataler Fehler, denn diese Band hat wirklich etwas zu bieten. Und das Beste: Anders als andere Bands die im Laufe der Jahre immer mehr kreativ ausbluten, erleben die Cowboy Junkies gerade einen zweiten Frühling und haben mit Renmin Park1 eines ihrer allerbesten Alben vorgelegt: Wundervoll gesungen, sehr schön arrangiert, gute Texte und sogar das Artwork sehr sehr gelungen. - Owen Pallett – Heartland
Album des Jahres, Part III: Noch so ein Album: Wundervoll arrangierte Kompositionen zwischen Minimal music, zeitgenössischer (postmoderner) Musik, Singer-Songwriter- und ArtPop-Elementen. Musik, wie aus einem Miyazaki-Film, melancholisch und dennoch leise lächelnd.
Und nein, ich konnte mich wirklich nicht zwischen den ersten drei Alben entscheiden, ich musste sie gemeinsam auf den ersten Platz setzen. Deal with it
Und ja, ich weiß, ich habe keine einzige Jazz-CD in meiner Top-20, weil ich dieses Jahr, trotz einiger sehr guten Empfehlungen, keinen (neuen) Jazz gehört habe. So werde ich einige Alben (»Chamber Music Society« von Esmeralda Spalding; »Supersonic Revolutions« von Jazzkamikaze; »Radio Silence« vom Neil Cowley Trio etc.) wohl erst später entdecken, wenn mir wieder der Sinn nach Jazz steht. Dasselbe gilt auch für die italienische Cantautori-Szene, die ich das letzte Jahr gar nicht verfolgt habe, Mir scheint, auch dort herrscht die in Italien um sich greifende Lähmung. Chissà … es kommen auch wieder bessere Zeiten für die Musik in Italien.

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