Schlagwort-Archive: 20. Jahrhundert

Kostenlos und sehr gut: Kammermusik von Dmitri Shostakovich

Heute vor 37 Jahren starb mit Dmitri Shostakovich einer der bedeutendsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Seine Symphonien, seine Konzerte, vor allem aber seine Kammermusik gehört heutzutage zum Kernrepertoire des 20. Jahrhunderts.


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Kostenlos und sehr gut: Essentielle Klassik mit der Carmina Burana von Carl Orff – #musicmonday No. 23

#musicmondayGlaube ich meinen Google-Analytics-Statistiken, so sind die Klassik-Artikel meiner „Kostenlos und sehr gut„-Artikelreihe die absoluten Dauerbrenner im Blog. Na dann, sei’s drum: Wie wäre es mit einem der populärsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts?

Die Carmina Burana ist eine Sammlung von  mittellateinischen, mittelhochdeutschen, altfranzösischen und provenzalischen Texten. In den 1930er Jahren hat Carl Orff (1895-1982) einige lateinische und mittelhochdeutsche Texte aus dieser Sammlung vertont. Mit der Uraufführung 1937 begann der Siegeszug der szenischen Kantate. Vor allem der Eröffnungssatz O fortuna ist durch zahlreiche Verwendung (etwa in der Schokoladenwerbung der Firma Nestlé) Teil der populären Kultur des 20. Jahrhunderts geworden.
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Kostenlos und sehr gut: Historische Aufnahmen von und mit George Gershwin

Das deutsche Urheberrecht macht es möglich: Das Verwertungsrecht endet bei Tonaufnahmen nach 50 Jahren (§ 85 Abs. 3 UrhG), danach sind die Aufnahmen rechtefrei (ähnliche Regeln gelten übrigens für die meisten europäischen Staaten) und dürfen auch von anderen vertrieben werden. IGeorge Gershwin, 1937n der englischsprachigen Welt spricht man dann gemeinhin von Public Domain (im öffentlichen Besitz), ein großer, unübersichtlicher Anbieter für Public-Domain-Aufnahmen ist archive.org. Wer hier gezielt nach historischen Aufnahmen sucht, der wird immer wieder fündig. Oft handelt es sich bei den hier kostenlos angebotenen Aufnahmen um exzellent von alten Schellack-78er-Schallplatten übertragene Aufnahmen, die es gar nicht im kommerziellen Handel gibt.

Im Rahmen einer Besprechung mit Werken des populären US-amerikanische Komponisten, Pianisten und Dirigenten George Gershwin (1898-1937) stieß ich dort auf einige sehr interessante Aufnahmen, die Gershwin in den 1920er Jahren von seinem wohl bekanntesten Stück, der Rhapsody in Blue gemacht hat, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Rechtefreie Aufnahmen (Public Domain) auf archive.org

George Gershwin spielt Rhapsody in Blue

1924, Part I (akustische Aufnahme) (also mit Schalltrichter und nicht mit Mikrophon)
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1924, Part II (akustische Aufnahme) (also mit Schalltrichter und nicht mit Mikrophon)
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1927 (elektrische Aufnahme) (also mit Mikrophon und nicht mit Schalltrichter wie vor 1925 üblich)
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Und hier als Vergleich die Aufnahme, die durch den Film „Rhapsody in Blue“ bekannt wurde und die für viele als Referenzeinspielung gilt.

1945: Philadelphia Orchestra, Eugene Ormandy – Oscar Levant, Klavier
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Wem diese Aufnahmen „zu historisch“ sind und wer aber auch nicht auf Authentizität verzichten möchte, der sollte in folgende Aufnahme reinhören. Hierbei handelt es sich um eine mechanisch-akustische Reproduktion von Duo-Art Piano Rollen, die – ähnlich wie die hierzulande bekannteren Klavierrollen des Welte-Mignon-Klaviers funktionieren, die 1974 in einem modernen Tonstudio aufgenommen wurden. Es sind also konventionelle analoge Hifi-Aufnahmen, auch wenn Gershwin selbst diese Rollen ca. 1925 ‚bespielt‘ hat. Bis zur Verbesserung der Aufnahmetechnik durch Mikrophone waren es durchaus üblich, dass Pianisten und Komponisten solche Musikautomaten bespielten. Ihre musikalischen Reproduktionen waren denen der Schallplatte weit überlegen, wurden sie doch auf einem (fast) normalen klassischen Konzertflügel gespielt und mussten nicht unter der schlechten Klangqualität der frühen Schallplatten leiden.

1925: George Gershwin (Duo Art piano recording)
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Meine Rezensionen im Schallplattenmann #648 vom 19.10.2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #648 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

  • Dmitri Shostakovich / Mandelring Quartett – Complete String Quartets Vol. V: String Quartets Nos. 11, 13 & 15
    Das Mandelring Quartett schließt seinen Shostakovich-Zyklus ab
    (2009. SACD; Audite)

    (…) Die insgesamt fünf SACDs der Reihe werden über viele Jahre herausragende Einspielungen bleiben. Sowohl klanglich als auch interpretatorisch sind dies die besten Aufnahmen, die je ein deutsches Ensemble von diesen Streichquartetten gemacht hat, und auch im internationalen Vergleich gehören diese Aufnahmen zu den allerbesten. Mit warmem Klang und gefühlvollem Spiel ist es dem Mandelring Quartett gelungen, die Streichquartette schlüssig neu zu betrachten und Aspekte in der Musik Shostakovichs aufzuzeigen, die sonst allzu oft untergehen: Wärme, Poesie und eine spürbare Nähe zur Spätromantik. So konsequent musikalisch und unideologisch wurden diese Kompositionen vielleicht noch nie gespielt: Ein Shostakovich fürs 21. Jahrhundert.

  • Francesco Maria Veracini / L’Arte dell’Arco, Federico Guglielmo – Overtures & Concerti Vol. 1
    Barocke Virtuosität
    (2009, SACD; cpo)

    (…) Das italienische Originalinstrumente-Ensemble L’Arte dell’Arco mit seinem Leiter (und Violin-Solisten) Federico Guglielmo beweist einmal mehr seine Meisterschaft in der Interpretation italienischer Barockmusik. Das Ensemble spielt die vielschichtigen Kompositionen mit so viel Verve und Präzision, dass man sich jetzt schon auf die weiteren Veröffentlichungen der Veracini-Aufnahmen freuen kann (auch Dank der exzellenten Aufnahmetechnik). So viel unverbrauchte und lebendige Barockmusik sollte man sich (…)  nicht entgehen lassen. (…)

  • Adrian Willaert / Singer Pur – Musica Nova – The Petrarca Madrigals
    Der Zyklus der Petrarca-Madrigale, endlich vollständig auf CD
    (2009, 2CD; Oehms)

    (…) Zum ersten Mal erscheinen nun die 25 stilbildenden Madrigale (mit einer Ausnahme handelt es sich um vertonte Sonette aus Petrarcas „Canzoniere“), 450 Jahre nach ihrer Entstehung auf einem Tonträger. Das mehrfach mit dem Echo ausgezeichnete Vokalsextett Singer Pur präsentiert auf der vorliegenden Doppel-CD einen bis dahin nahezu unerhörten musikalischen Schatz auf höchstem Niveau. Bemerkenswert nicht nur die musikalische Umsetzung, sondern auch die aufwendige Aufmachung des umfangreichen Booklets mit einer guten Einführung in die Werke und sämtlichen Texten, samt Anmerkungen und Übersetzungen. Das alles in wunderschönem, der Zeit nachempfundenen Font (!) und mit zahlreichen Bildern. (…)

  • Johannes Brahms / Various – Das Gesamtwerk
    Das Gesamtwerk von Brahms in einer Box: Keine Highlights, viel Mittelmaß
    (2008, 60CD; Brilliant)

    (…) gut die Kammermusik und die Chormusik, größtenteils überraschend ordentlich (wenn auch nicht überragend) die Lieder (mit 13 CDs ein nicht nebensächlicher Posten in der Box) und die Chorwerke, eher schwach die bekannten symphonischen Werke und die Konzerte, durchschnittlich das „Deutsche Requiem“, uneinheitlich (aber größtenteils eher durchschnittlich) die Klaviermusik. Alles in allem befinden sich auf der Box zwar wenig komplette Ausfälle, aber eben auch keine echten Highlights. (…)

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #647 vom 12.10.2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #647 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #639 vom 10.08.09

Meine Rezensionen in der Ausgabe #639 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #638 vom 27.07.2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #638 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #637 vom 20. Juli 2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #637 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Meine Rezensionen im Schallplattenmann #632 vom 15. Juni 2009

Meine Rezensionen in der Ausgabe #632 des eZines Der Schallplattenmann sagt…

Peter und der Wolf auf Italienisch

OK OK, Italien hat Berlusconi, aber Italien hat auch den großartigen Roberto Benigni und einen Claudio Abbado 🙂

Ein Ausschnitt aus der Live-Aufführung vom 25. Oktober 2008 in Bologna von Sergei Prokofievs „Peter und der Wolf“ (Ital. „Pierino e il lupo“) des Orchestra Mozart unter der Leitung von Maestro Claudio Abbado. Die Texte werden von Roberto Benigni vorgetragen. Das Ganze lief im italienischen Staatsfernsehen RAI am Weihnachtstag und ist mittlerweile auf DVD erhältlich, logischerweise ist die italienischsprachige Version üblicherweise nur in Italien erhältlich.