All meinen Freunden und Bekannten, Lesern und Besuchern dieses Blogs wünsche ich frohe Weihnachten respektive Buon Natale, Bonu Nadale, Joyeux Noël, Hyvaa Joulua, Zalig Kerstfeest, God Jul und Merry Christmas.
Und weil er definitiv besser singen kann, als ich, singt Sting nun für euch und für mich aus seinem exzellenten Weihnachts- und Winteralbum “If On A Winter’s Night” seine Vertonung eines Gedichtes von Robert Louis Stevenson “Christmas at Sea”, hier in einer wundervollen Live-Fassung aus dem italienischen Fernsehen.
s prestigeträchtige Musikblog Boing Boing hat in einem seiner letzten Artikel einen neuen Helden entdeckt: Adriano Celentano. Gegenstand der Betrachtung ist sein Song “Prisencolinensinainciusol” aus dem Jahre 1972, dessen Text ausschließlich in einer Art Pseudo-Englisch gesungen ist. Interessant ist, dass Celentano von den Kommentatoren des Blogartikels sogar als Vorläufer der Rapmusik (!) gepriesen wird. In der Tat ist die Nummer einer der allercoolsten Nummern des musikalischen Querkopfs und sehr funky; man beachte auch bitte die Choreographie des Videos, das offenbar aus mehreren Fernsehshows aus dem italienischen Fernsehen zusammengeschnitten wurde.
Schade, dass Celentano in Deutschland vor allem wegen seiner unsäglichen Filme wahrgenommen wird (und bestenfalls als der Sänger von “Azzurro”). Celentanos Popmusik gehört zum Ureigensten, was die italienische Musikszne zu bieten hat, obwohl seine Musik ursprünglich stark von der amerikanischen beeinflusst war (ein Einfluss, der sich erst in seinen späten Jahren abgeschwächt hat) Ohne Celentano wäre der Rock’n'Roll und alles, was danach kam nicht nach Italien gelangt.
Ein Lebenszeichen von Portishead ist immer erfreulich. Die Band aus Bristol macht sich ja rar (und das ist gut so, denn so gewähren sie hohe Qualität ihrer Veröffentlichungen). Beth, Geoff und Adrian haben nun mit “Chase The Tear” einen Charity-Song für Amnesty International (digital) veröffentlicht, anlässlich des heutigen Tag des Menschenrechte. Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet.
Ich bin mir nicht sicher, wie es euch gestern (oder heute) beim Anhören/Ansehen (Wie erwartet kursieren bei Youtube & Co. schon unzählige Kopien des Konzerts) des medial groß aufgezogenen Comeback-Gigs von Robbie Williams ging, aber mich hat Robbie Williams gestern nicht überzeugen können. Denn wenn ich das fanatische Gekreische der jungen weiblichen Fans und das zu üppige Orchester im Background abziehe, dann habe ich über weite Teile einen eher lahmen und am Ende vor allem sehr unsauber und schief singenden Robbie Williams gehört. Aber wie das nun mal so ist: Die Fans hören nicht kritisch hin und der Rest nickt nur ab und findet den Superstar in “guter Form”. Ich habe heute nur leise Kritik gelesen, dabei fand ich seine schiefen Töne nicht zu überhören und ich meine mich daran zu erinnern, dass Williams früher durchaus auch live überzeugen konnte. Ich weiß, ich weiß: Seit wann hat Popmusik, die durch Massenhysterie und medialen Hypes hoch gepusht wird etwas mit “Qualität” zu tun. Robbie Williams’ Image scheint nicht angekratzt zu sein, den Rest erledigen dann die Radiostationen und das Marketing.
Eine kurze Zwischenmeldung von mir: Nein, das Blog steht nicht kurz davor einzuschlafen und ja, ich lebe noch. Derzeit reise ich viel in Deutschland hin und her und komme einfach nicht dazu, vermehrt meinen Senf zu musikalischen Themen zu Papier äh zu php zu bringen. Nach dem kommenden Wochenende mit seiner anstehenden Inthronisation der Queen MerkelFreakParade sieht es aber hoffentlich etwas besser aus (ich kann die Autobahn gerade nicht so gut leiden, ich sehe sie zu oft) und ich werde wieder regelmäßiger bloggen können.
Schaut also einfach weiterhin ab und zu mal rein, bald geht es hier in gewohnter Weise weiter Den Rest des Eintrages lesen »
Ob das was wird? Bei der “Bestzungsliste” (Produzent, Autoren, s. meinen Artikel dazu) dachte ich, dass Williams wieder seine allgemeine Rolle als ‘Retter der Popmusik’ einnehmen könnte, aber nachdem ich diesen Song (immerhin die erste Single) gehört habe, bin ich sehr skeptisch. Vielleicht ist die große Zeit der Generationen übergreifenden Stars vorbei? Großes Comeback oder großer Flop? Urteilt selbst:
1981 veröffentlichten Kraftwerk ihr letzten großes Meisterwerk (finde ich, sorry liebe Kraftwerk-Fans), das Album Computerwelt. Wie alle anderen Alben von Kraftwerk erschien es in einer deutschsprachigen Fassung und einer englischsprachigen Fassung (die dann natürlich Computer World hieß).
Da ich kein ausgewiesener Experte bin, war mir bisher nicht bekannt, dass Kraftwerk dann und wann auch anderssprachige Fassungen aufnahmen, sei es auch nur zu Promo-Zwecken. Hier ist ein Ausschnitt aus der italienischen Kultsendung “Discoring” (auf der Rai, als es noch quasi keine allmächtigen Mediaset-Sender von Berlusconi gab) mit einer italienischen Fassung der damaligen Single-Auskopplung “Taschenrechner” (oder international “Pocket Calculatmj bbggti6ujuzk67uz76678u76or”), die (angeblich) extra für die damals populäre sonntägliche Musiksendung produziert wurde, eben Minicalcolatore.
Am 2.10.2009 erscheint (endlich) der EMI-Back-Catalogue der Düsseldorfer Elektronik-Pioniere remastered in verschiedenen Formaten, sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch. Dieser umfasst folgende Alben:
Kraftwerk - 12345678 - Der Katalog
“Autobahn” (1974)
“Radio-Aktivität” (1975)
“Trans Europa Express” (1977)
“Die Mensch-Maschine” (1978)
“Computerwelt” (1981)
“Techno Pop” (1986)
“The Mix” (1991)
“Tour de France” (2003)
Die Alben werden sowohl einzeln, als auch als Sammer-Box (mit dem bezeichnenden Titel “12345678″) wieder veröffentlicht werden.
Schon seit einigen Jahren eine der wenigen “Metal-Scheiben” (hüstel) auf meiner Festplatte und immer noch ein Geheimtipp und nach wie vor kostenlos zu haben; “Other Bands Play, Nanowar Gay!” (Zum kostenlosen Download den Link anklicken, Du Poser!) von NanowaR (heute NanowaR Of Steel firmierend, weil ihnen die Anwälte von den humorlosen Trve-Metallern von Manowar auf die Pelle rückten) aus dem Jahre 2005. ‘Nano’ heißt übrigens Zwerg auf Italienisch, falls ihr euch ein wenig über das Cover wundert
Die italienische Spaß-Metal-Truppe nimmt offensichtlich und unüberhörbar weder sich, noch das Genre so ganz ernst: Sie persiflieren die Spielarten des Metal und gleichzeitig setzen sie diesen perfekt um (die Jungs können wirklich spielen). Ihre Songs sind voller Anspielungen auf Klassiker des Metals (insbesondere von den namensverwandten Manowar) und belegen schon bei den Titeln einen bösen Humor: “Tricycles Of Steel”, “Power Of The Power Of The Power (Of The Great Sword)”, “Metal (La-La-La)” oder sie sind umgetextete Cover-Versionen “The Number Of The Bitch” (eigentlich “The Number Of The Beast” von Iron Maiden) oder “Entra L’uomo Di Sabbia” (eigentlich “Enter Sandman” von Metallica).
Ein kleiner Leckerbissen für die Prog-Fans steht wohl demnächst an: Das neue Album soll “Metropolis Pt.3 : The Legacy” heißen (leider immer noch nicht veröffentlicht, obwohl seit über einem Jahr angekündigt). Den Rest des Eintrages lesen »
Unverhofft kommt oft. Bei den Recherchen zu einer Rezension zu einer franko-amerikanischen Künstlerin (Lisa Papineau, aber das ist eine andere Geschichte) stieß ich auf ihrer Namensvetterin (Namensetterin? Sagt man das? Müsste es nicht Namensbase heißen?) Kate Papineau, die in der New Yorker Indie-Band The Cyanide Valentine von Bandkopf Jake Zavracky, einem New Yorker Komponisten und Multiinstrumentalisten.
The Cyanide Valentine haben zwei Alben veröffentlicht: “Let It Rot” (2005) und “The Three Sides of the Cyanide Valentine” (2007), zwei sehr unterhaltsame Indie-Pop-Alben mit einigen wirklich sehr gelungenen Nummern und überraschenden Wendungen – und das allerbeste an den Alben ist: Man kann sie kostenlos (und natürlich legal) auf der Homepage der Band herunterladen, nämlich hier → Let It Rot (Achtung: Download startet sofort) und hier → The Three Sides (Download startet sofort). Zum Thema Bezahlung schreiben sie:
We don’t want your money. We just want your ears. Not literally of course. Please don’t send us your severed ears.
Stattdessen schlagen sie eine Spende bei drei Organisationen vor, die das Geld eher gebrauchen können (Nachzulesen ist das → hier). Oho! Musiker, die mein Geld nicht unbedingt wollen, wohl aber meine Aufmerksamkeit? Wenn das die Plattenindustrie hört… oder andere Musiker (und ja, ich weiß, es kann sich selbstredend nicht jeder Musiker erlauben seine Musik zu verschenken). Wie dem auch sei, The Cyanide Valentine sind ein guter Tipp, nicht weil sie ihre Musik kostenlos anbieten, denn das Internet ist voller Angebote mit kostenloser Musik, nicht immer qualitativ sonderlich hochwertig, The Cyanide Valentine möchte ich wegen ihrer guten Musik empfehlen. Wer es etwas rockiger und rotziger mag, der lade sich zuerst das Debüt “Let It Rot” herunter, wer es etwas verspielter mag, der muss unbedingt in “The Three Sides of the Cyanide Valentine” reinhören. Beide Alben sind wirklich hörenswert, wenn man auch nur ein Minimum für moderne, intelligente und erwachsene Popmusik übrig hat.
Bandkopf Jake Zavracky zählt auf seiner → Myspace-Seite unter anderem Alben von Stevie Wonder, Steely Dan, Pink Floyd, Yes, The Beach Boys, XTC, Radiohead, The Flaming Lips, Air, Rush, The Beatles und Led Zeppelin zu seinem All-time-Favorites und in der Tat: Ein bisschen was von allem dieser sehr bunten Mischung findet sich in der Musik seiner Band, die derzeit übrigens auf Eis gelegt zu sein scheint. Auf seiner Homepage gibt es übrigens auch aktuelle Beispiele seiner Solo-Werke zum Anhören und Downloaden.
Nächste Ausgabe von s| a| m #48
wird am 29. 09. 2011, von 21:00-23:00 Uhr
auf dem Stream des Senders Metal Refinement gesendet. Thema: t.b.a.
Paralleler Chat im IRC zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement