Kategorie-Archiv: #musicmonday

The Clouds are Ghosts - Fractures

Kostenlos und sehr gut: Hypnotisierender Indie-Rock von “The Clouds are Ghosts” auf »Fractures« – #musicmonday No. 40

#musicmondayDie texanische Truppe The Clouds are Ghosts habe ich schon lange auf meiner ‘Warteliste’ für meine #musicmonday-Kolumne, bisher hat es aber nie mit dem Bloggen geklappt, das sei nun nachgeholt.

The Clouds are Ghosts - Fotoquelle: cloudsareghosts.com

Das Sextett um den charismatischen Sänger Jason Morris zelebriert einen modernen, sehr gut hörbaren Indie-Pop/Rock mit Referenzen an die frühen Muse oder Radiohead (de facto gibt es sogar eine ziemlich gelungene Cover-Version des Radiohead-Klassikers “Exit Music (For a Film)” von ihnen → hier bei Youtube). Neben der außergewöhnlich guten Stimme von Morris (die sicher den prägnantesten Unterschied zur Referenzband bildet), überzeugt die Band durch einen sehr professionellen, gut ausbalancierten elektro-akustischen Sound und durch ansprechende Kompositionen, die sich nicht zu schnell abnutzen und die durch experimentelle Sounds ansprechend interessant ergänzt werden.
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Kostenlos und sehr gut: Akustischer Indie-Pop von Árstíðir (Live in Dresden 2013) – #musicmonday No. 39

#musicmondayGanz frisch ist dieser Tipp (Danke Markus W.) aus der [progrock-dt]-Gruppe bei Facebook, zu dem ich nicht viel mehr sagen kann: Downloaden!

Die Isländer von Árstíðir machen bezaubernden akustischen Indie-Pop mit leichten Kammermusik-Anteilen. Der hier vorliegende Konzertsmitschnitt wurde im September 2013 live in der Dreikönigskirche in Dresden mitgeschnitten. Eine ideale Gelegenheit Árstíðir besser kennenzulernen.

Kostenlos und sehr gut: Singer/Songwriterin mit Harfe: Mikaela Davis – #musicmonday No. 38

#musicmondayBis vor kurzem war die Harfe ein Instrument, das man (in der Pop/Rock-) Musik vornehmlich in Folkmusic-Kreisen hören konnte, wenn man Glück hatte, war es Loreena McKennitt (und auch bei ihr kann das “Glück” in Anführungszeichen stehen), wenn man Pech hatte, dann war es die Eso-Nervnöle Enya, die einem die Ohren vollträllerte. Dann kam die hervorragende Joanna Newsom und die Harfe wurde vom Folk-Tralala-Stigma befreit.

Mikaela Davis (Cover)Im ihrem Fahrwasser schwimmt die US-amerikanische Singer/Songwriterin Mikaela Davis: Bei ihr ist die Harfe ein normales Begleitinstrument (ihr bevorzugtes sogar) und glücklicherweise kein Accessoire zur Erzeugung einer Pseudo-Ethno-Atmossphäre. Ihr selbtbetiteltes Debütalbum (vom Juli 2012) gibt es gerade kostenlos bei Noisetrade. Musikalisch könnte man Mikaela Davis wie eine sanftmütige Regina Spektor mit Harfe statt Klavier beschreiben – was zwar nicht wirklich ganz akkurat ist, aber immerhin griffig.

Ich will ehrlich sein: Nicht jeder Song kann mich überzeugen, aber das Album hat bemerkenswert gelungene Momente und nur ein, zwei Songs, die ich überflüssig finde.

Es wird spannend sein zu verfolgen, wie sich die junge Sängerin weiterentwickelt. Anspieltipps: Oh Brother, Dreaming, Garden, Michigan & the BQE, Silent & Noise.

Kostenlos und sehr gut: Intelligente Popmusik von Au4 aus Kanada – #musicmonday No. 37

kostenlosDen folgenden Kostenlos-und-sehr-gut-Tipp verdanke ich (und damit auch ihr, oh ihr meinen treuen und casual Leser) meinem Langzeit-Leser und -Kommentator Jürgen. Er machte mich auf die kanadische Band Au4 [oh-fohr] aufmerksam. Danke Jürgen :-)

»Au4 is an audio/visual creative collective formed in 2004 by brothers Ben and Aaron Wylie in Vancouver, Canada. Inspired in part by the electronica explosion of the 1990s, and landmark albums by Underworld, Massive Attack, Björk, and Nine Inch Nails,« So weit die ziemlich akkurate Selbstbeschreibung der Band. Als unverbesserlicher Prog-Aficionado würde ich personlich noch das exzellente Pure-Reason-Revolution-Debutalbum “The Dark Third” als Referenz anführen – essentiell machen Au4 aber das, was ich gerne als “elaborated pop music” bezeichne.
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Kostenlos und sehr sommerlich: Sommer-Sampler von Anti Records mit guter Indie-Mucke – #musicmonday No. 36

Das US-amerikanische Label Anti Records liefert seit über 10 Jahren beste Independent-Produktionen aus den Bereichen Rock, Pop, Blues, Folk, Reggae und Country. Pünktlich zum Sommer gibt es jetzt bei noisetrade.com einen kostenlosen Sampler von Anti Records mit aktuellen Highlights von Mavis Staples, Tom Waits & Keith Richards, Calexico, Beth Orton und vielen mehr. Besser als der Kram, der im Radio läuft ist das allemal.

Anspieltipps: Mavin Staples’ “I Like The Things About Me”, The Milk Carton Kids’ “Honey, Honey” und Beth Ortons “Down Chorus”.

Kostenlos und sehr gut: Psychedelischer Hardrock mit Prog-Einflüssen von Deafening Opera auf “Blueprint” – #musicmonday No. 35

Deafening Opera - BlueprintKraftvoller psychedelischer Hardrock mit unüberhörbaren Prog-Einflüssen und einem starken Siebziger-Einschlag kommt von der Münchener Band Deafening Opera auf ihrem brandneuen Album “Blueprint”. Eine echte Empfehlung für alle Fans komplexer, riffbetonter Rockmusik à la Deep Purple, Black Sabbath, Blue Öyster Cult, Dream Theater und Co.

“Blueprint” ist das zweite Album der Band. Es ist als pay-what-you-want-Download bei Bandcamp erhältlich.
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Kostenlos und sehr gut: Gavin Castleton – Covers (2004-2013) – #musicmonday No. 34

Gavin Castleton - CoversEine Sammlung von 15 hervorragenden Coverversionen vom sehr, sehr, sehr, sehr talentierten Mr. Gavin Castleton. Hört euch die Loop-basierte Fassung von Peter Gabriels “Sledgehammer” an! Oder das Frank Ocean/Portishead-Mashup “Swim Good”. Oder das gefühlvolle “Til I Die” (Brian Wilson). Oder das originelle “Imagine” (ja, das von John Lennon).

Hier gibt es wirklich viel zu entdecken, von den Bee Gees bis zum Eighties-One-Hit-Wonder Nu Shooz  … Ein kostenloser Download bei Bandcamp.
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Kostenlos und sehr gut: John Harrison spielt “Die vier Jahreszeiten” von Antonio Vivaldi – #musicmonday No. 33

Der Frühling ist da, endlich! Ich habe wirklich nicht mehr daran geglaubt, dass es hier in Deutschland dieses Jahr noch einmal richtig frühlingshaft werden würde. Ich dachte schon, ich müsste bis zu meinem alljährlichen Sardinien-Urlaub im Mai warten, um etwas Wärme und Licht abzubekommen, aber da ist er ja dann doch noch gekommen. Hurra …

Passend dazu bietet ich euch an dieser Stelle (erneut) den wohl berühmtesten Konzertzyklus des Barocks, die Vier Jahreszeiten von  Antonio Vivaldi (1678-1741 in einer sehr ordentlichen Aufnahme an: Der US-amerikanische Violinist John Harrison hat im Jahre 2000 Vivaldis beliebte Konzerte zusammen mit den Wichita State University Chamber Players unter der Leitung von Robert Turizziani eingespielt. Erfreulicherweise hat er die Aufnahmen mit einer freien Lizenz (CC BY-SA 3.0) ausgestattet und sie zum kostenlosen Download freigegeben.

Lange Zeit musste mal sie die Dateien etwas mühselig, etwa bei der Wikipedia, Track für Track herunterladen, wo sie als Audiobeispiel dienen. Nun gibt es sie als .zip-Datei (VBR-MP3, 50 MB) beim Free Music Archive, einer der besten Website für kostenlose, legale Downloads, auch in Sachen Klassik.

Der Download ist (natürlich) ein echter “Hit” beim Free Music Archive. Es wurde in den letzten zwei Jahren über 100.000 Mal heruntergeladen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Antonio Vivaldi – Die vier Jahreszeiten: Frühling – I. Allegro
Quelle: Archive.org

Jetzt vorbestellen: Fabrizio Paterlini – Now — #musicmonday Vol. 32

Tröstende Schönheit, besänftigende Musik. Melancholie ohne Kitsch. Ausnahmsweise mal nichts kostenloses im Blog: Das neue Album des italienischen Pianisten und Komponisten Fabrizio Paterlini “Now” wird am Ende des Monats als CD (+ Download, 10 €) und Download (6 €) erscheinen.  Wer jetzt bestellt, erhält am 22. April einen Download-Code für das neue, bisher ambitionierteste Album Paterlinis und via Post die wieder einmal wunderschön gestaltete CD.

Wer zunächst Kostenloses von Paterlini sucht, um ihn “kennenzulernen” der findet unten im Blog (s. “Similar Posts” ↓) einige Vorschläge zum Download und/oder Streaming. Ich halte Paterlini für einen der talentiersten Komponisten der “freien Musikszene” – und ehrlich gesagt: Wenn ich eine Plattenfirma hätte, würde ich ihn sofort unter Vertrag nehmen.

Wer die Musik von Claude Debussy, Eric Satie, Yann Tiersen (“Die fabelhafte Welt der Amélie”-Soundtrack) oder Ludovico Einaudi mag, der wird Paterlini lieben.

Hier das offizielle Promo-Video zum Opener “After the rain there will always be the sun”

 

Kostenlos und sehr gut: Trans Alp – Après quatre pièces d’Erik Satie – #musicmonday No. 31

Dies ist möglicherweise der düsterste Erik Satie (einem meiner Lieblingskomponisten), den ich jemals gehört habe (obwohl ich Reinbert de Leeuws Einspielungen auf dem Klavier auch schon für alles andere als Happy Sound halte), aber: Es funktioniert. Saties Gnossiennes elektronisch vom Montrealer Musiker Trans Alp erzeugt, dekonstruiert und in samtene Dunkelheit getaucht.

Wer eine ‘konventionelle’ Interpretation auf dem Klavier sucht, der ist erst einmal mit der kostenlosen Aufnahme von Andreas Pfaul auf pianosociety.com bestens bedingt.

Klasse Veröffentlichung des Netlabels Camomille.