Archiv der Kategorie: Kurioses

Seltsame Zitate aus Websites, Mails, Künsterbiografien und aus Waschzetteln

Bowie, der Verführer

Ich erinnere mich an 1983. Oh, ich erinnere mich an die Abschlussfeier meiner 10. Realschul-Klasse, es muss im Juni oder Juli gewesen sein. Wir feierten in einem Pfarrsaal in Köln-Ehrenfeld und ich war – gemeinsam mit ein paar anderen Jungs – für die Musik verantwortlich. Natürlich. Ich hatte die meisten Platten. Schon damals.

Ich war schon früh da, sehr früh. Wir bauten die Anlage auf und erst wenige Schulkameraden waren da. Die meisten waren in den letzten zwei Jahren engste Freunde geworden, die ich bald verlieren sollten (die regelrecht vergehen sollten) – weil sich die Zeiten ändern, weil ich mich verändern sollte.
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Heute Abend: Die ESC-Finale – Trash-Top-5 und Prognose

Unechtes ESC Logo (blau, Ausschnitt), Created by Sal Pichireddu (CC-BY 4.0) s. creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Wer (wie ich) am Dienstag und Donnerstag die beiden ESC-Halbfinale unter der besonderen Prämisse nach besonders schlechter, peinlicher und lächerlicher Musik geguckt hat (denn seien wir einmal ehrlich: die Musik des ESC hatte nur in den seltensten Fällen etwas mit der jeweils aktuellen Pop-Musik zu tun sondern hatte immer einen besonderen Fremdschäm-Charme), der muss (wie ich) etwas enttäuscht gewesen sein. Wo waren sie denn, die bombastischen Pyrotechnik-Shows, die La-la-la-la-la-Hirnlos-Texte, die Leder-Dominas mit Kettensägen und üppiger Oberweite zu Stampf-Beats, die zweifelhaft frisierten Tanz-Hänflinge in engen Hosen? Der Eurovision Song Contest 2014 setzt die Tendenz der letzten Jahre fort, die da heißt: Anpassung an einen ESC-Einheitssoundbrei aus Pathos und einfachsten Messages (wahlweise „ich liebe euch alle“ oder „Frieden für die Welt“).
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TV-Tipp für Trash-Fans: Die ESC-Halbfinale, Dienstag und Donnerstag ab 21:00 Uhr

Dieses Mal kein kostenloser Download, sondern ein TV-Tipp für alle bekennenden Trash-Fans (wie mich):

Unechtes ESC Logo, Created by Sal Pichireddu (CC-BY 4.0) s. creativecommons.org/licenses/by/4.0/Heute Abend läuft das erste von zwei Halbfinale zum Eurovision Song Contest: Mehr Müll, mehr Bombast, mehr schiefe Töne, alles ist noch viel schriller, fieser, schlechter als im großen Finale am Samstag, weil die schlimmsten Krücken ja noch nicht rausgewählt sind. Wer so ’ne Trashveranstaltung mit wohligem Fremdschäm-Effekt liebt, der darf das heute (und am Donnerstag) nicht verpassen!
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Brian Eno von Dick Flash (Pork Magazine) interviewt

Gerade ist das neue Ambient-Album »Small Craft On A Milk Sea« von Brian Eno erschienen. Es ist ein wirklich hörenswertes Album des Meisters geworden. Hier ist ein aktuelles, aufschlussreiches Interview mit Eno himself.

„Talk to Pork“. ROTFL!

Mein Tipp: Guckt mal genau hin, wer da den Herrn Eno interviewt.
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Eurovision Song Contest 2010: (almost) Live-Reviews der Final-Beiträge

ESC 2010 Logo -Bild: © NDR/EBU

Logo: © NDR/EBU

Sooo, jetzt sind alle Titel durch und hier sind meine ungeschönten Unverschämtheiten, die ich während der Performances notiert habe zum Nachlesen- nur falls ihr euch während des Zwischenprogramms und während der Punktevergabe langweilt.

Mein Tipp für das erste Viertel des Feldes ist upgedated und fett markiert.

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Eurovision Song Contest 2010: Startreihenfolge und meine Favoriten für die Plätze 1 – 10

ESC 2010 Logo -Bild: © NDR/EBU

Logo: © NDR/EBU

In 12 Stunden geht es also los: Der musikalisch belangloseste Contest kürt einmal mehr ein One-Hit-Wonder für einen Abend (denn seien wir ehrlich: Internationale Karrieren sind beim Grand Prix/ ESC nur in absoluten Ausnahmefällen gestartet – und kommt mir nicht immer wieder mit ABBA).

Hier nun die Startreihenfolge für das heutige Finale des Eurovision Song Contest 2010 in Oslo. Die 10 Teilnehmer, die ich unter den ersten 10 sehe sind fett hervorgehoben:

  1. Aserbaidschan: Safura – Drip Drop
  2. Spanien: Daniel Diges – Algo Pequeñito (Something Tiny)
  3. Norwegen: Didrik Solli-Tangen – My Heart Is Yours
  4. Moldawien: Sunstroke Project & Olia Tira – Run Away
  5. Zypern: Jon Lilygreen & The Islanders – Life Looks Better In Spring
  6. Bosnien/Herzegowina: Vukašin Brajić – Thunder And Lightning
  7. Belgien: Tom Dice – Me And My Guitar
  8. Serbien: Milan Stanković – Ovo Je Balkan
  9. Weißrussland: 3+2 – Butterflies
  10. Irland: Niamh Kavanagh – It’s For You
  11. Griechenland: Giorgos Alkaios & Friends – Opa
  12. Großbritannien: Josh – That Sounds Good To Me
  13. Georgien: Sofia Nizharadze – Shine
  14. Türkei: maNga – We Could Be The Same
  15. Albanien: Juliana Pasha – It’s All About You
  16. Island: Hera Björk – Je Ne Sais Quoi
  17. Ukraine: Alyosha – Sweet People
  18. Frankreich: Jessy Matador – Alllez Olla Olé
  19. Rumänien: Paula Seling & Ovi – Playing With Fire
  20. Russland: Peter Nalitch & Friends – Lost And Forgotten
  21. Armenien: Eva Rivas – Apricot Stone
  22. Deutschland: Lena – Satellite
  23. Portugal: Filipa Azevedo – Há Dias Assim
  24. Israel: Harel Skaat – Milim
  25. Dänemark: Chanée & N’evergreen – In A Moment Like This

So, jetzt habe ich mich dieses Jahr ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt. Ein paar Titel sind meiner Meinung nach sichere Kandidaten für die Top 10 (vor allem Griechenland, Aserbaidschan, Serbien und Deutschland – was bitte nicht unbedingt als Qualitätskriterium gelten sollte), ein paar könnten auch echt durchgereicht werden (Belgien, Zypern und Island) und andere artverwandte Songs (sagen wir mal Norwegen, Israel, Portugal als Balladen/Schnulzen-Vertreter und Rumänien, Armenien und Albanien als typische ESC-Popnummern) könnten weiter vorne landen. Ein paar Sachen scheinen mir sicher: Großbritannien, Frankreich, Spanien, Irland (allesamt auch wirklich grauenvoll!) werden sich hinten einordnen. Da steckt auch sicher ein wenig Wunschdenken hinter.

Wie es dann wirklich ausgeht, erfahren wir heute Abend ab 21 Uhr im TV oder bei den Live-Streams auf eurovision.de und eurovision.tv

Meine Sympathien gehören morgen (als Italiener, der lange in Deutschland lebt) der deutschen Teilnehmerin Lena (aus Sympathie-Gründen und weil ich Lena gerne als Galionsfigur für ein anderes Deutschland sehe, als es im Ausland immer dargestellt wird) und der Türkei (aus musikalischen Gründen – weil mir ihre Musik am ehesten zusagt).

Aber wenn ich ganz ehrlich bin rechne ich morgen mit einem Sieg der Griechen. Was ja dann auch irgendwie nicht die Welt verändern würde.

Eurovision Song Contest 2010: Gedanken

Ich bin morgen Abend froh, wenn der ESC-Kram vorbei ist. Es ist ja schon fast zwanghaft, dass man sich diesen belanglosen Müll anhört und anguckt. Und darüber bloggt. Das Streben nach Ruhm. We’re only in it for the reader…
Hmmm… Vielleicht sollte ich nächstes Jahr mal eine ESC-Blog-Pause einlegen, nachher glaubt jemand noch, ich würde wirklich solche Musik in irgendeiner Weise mögen.
Andererseits habe ich eine diebische Freude daran mir das Spektakel anzugucken, deutlich seltener erfreulich ist es anzuhören. Zumindest manchmal, auch wenn ich mit Sanremo und dem ESC eigentlich völlig ausgelastet bin, was die Dauerberieselung mit schlechter, bestenfalls mittelmäßiger Popmusik anbelangt. Denn egal wer morgen gewinnt, sein/ihr Ruhm wird bereits Sonntag beginnen zu verblassen und in 7 Tagen wird man schon Schwierigkeiten haben sich an den Song zu erinnern. Nicht, dass das was in den Charts liefe deutlich besser wäre…
Und dann rückt die Fußball-WM ins Auge des nationalen Interesses. Wenn es Lena/irgendein anderer Teilnehmer nicht beim ESC richtet, dann muss eben der Fußball die nationale Ehre retten, verteidigen oder definieren. Und wenn man nicht daran teilnimmt, dann muss eben das verhasste Nachbarland/der erklärte Fußballfeind besonders schlecht abschneiden.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Eurovision Song Contest 2010: Meine Trash-Top-5

Schon letztes Jahr gestand ich meinen Lesern ja, dass meine ansonsten so engelsgleiche (nicht Engels-gleich … boah, was ihr immer denkt) Seele ein dunkles Geheimnis birgt:

»Der einzige Grund, warum ich den ESC so gerne gucke, ist das ungewöhnliche Aufkommen an Schund-Beiträgen aus aller Herren Ländern und meine diebische Freude daran, darüber abzulästern. Nirgendwo sieht man schlechtere Sänger, dämlichere Kostüme und albernere Tanz-Einlagen als beim Eurovision Song Contest.«

Trotz mehrerer Therapien, Teufelsaustreibungen und Teufelstänze hat sich daran nichts geändert.
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Eurovision Song Contest 2010: Das Semifinale, Teil 2

»Kein Song ohne Geige?« Von wegen – tatsächlich habe ich heute beim 2. Semifinale nicht eine einzige Geige auf der Bühne gesehen (und das nach dem Violinen-Overkill vom Dienstag). Der heutige Abend war deutlich stärker als der Dienstag. Das eigentliche Highlight des Abends war der Einspieler mit dem Philharmonischen Chor Oslo, der die Reise eines Jungen quer durch Europa nach Oslo (auf die Bühne) kongenial in Töne setzte. Und die Abstimmung selbst wurde zum Krimi: Zwei der Mitfavoriten, Schweden und die Niederlande, haben es nicht ins Finale geschafft – das ist eine dicke Überraschung!

Hier die Teilnehmer des 2. Semifinals in der Reihefolge ihrer Auftritte und einige böse, fiese, gemeine kritische Anmerkungen. Die fettgeschriebenen Teilnehmer sind für das Finale am Samstag qualifiziert:
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Eurovision Song Contest 2010: Das Semifinale, Teil 1

»Das erste Semifinale brachte am Dienstag natürlich das erwartete Grauen.« Ein Satz den ich mühelos jedes Jahr schon mal vorab in den Blogartikel-Entwurf Copy-&-Pasten kann, denn seit Jahren sind die Semifinals die ungekürzten Trash-Highlights, die auch von der Abschlussveranstaltung nicht getoppt werden können. Aber ich muss gestehen, das heutige 1. Semifinale war eher langweilig und bis auf die üblichen 80er-Referenzen waren keine epochalen Katastrophen dabei – ach ja, quasi jede Band hatte einen Geiger auf der Bühne, wow, so plump wurde das (vermeintliche) Erfolgsrezept vom letzten Jahr schon lange nicht mehr imitiert. Ausnahme ist freilich der Serbe Milan Stanković, einer Art Yugo-Prinz-Eisenherz im Discokostüm.

Das Halbfinale selbst war zwar bunt, aber deutlich biederer und weniger großkotzig inszeniert, als die russische Variante letzten Jahres. Die Einspielfilmchen waren unfassbar unwitzig. Der Mangel an Sonne und Wärme macht sich halt irgendwie nicht nur in Black Metal bemerkbar.

Die Moderatoren Nadia Hasnaoui (die Dunkelhaarige), Haddy Jatou N’jie (die Dunkelhäutige) und Erik Solbakken (der Blonde aus der Boygroup) sprachen verständliches Englisch (da sind wir anderes gewöhnt), aber haben mich auch nicht umgehauen mit ihrem Charme. Aber man kriegt nicht gleich Ausschlag, wenn sie auf dem Bildschirm sind (das sind wir anderes gewöhnt).

Hier die Teilnehmer des 1. Semifinals in der Reihefolge ihrer Auftritte und einige böse, fiese, gemeine kritische Anmerkungen. Die fettgeschriebenen Teilnehmer sind für das Finale am Samstag qualifiziert:
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