Archiv für den Autor: sal

The Clouds are Ghosts - Fractures

Kostenlos und sehr gut: Hypnotisierender Indie-Rock von “The Clouds are Ghosts” auf »Fractures« – #musicmonday No. 40

#musicmondayDie texanische Truppe The Clouds are Ghosts habe ich schon lange auf meiner ‘Warteliste’ für meine #musicmonday-Kolumne, bisher hat es aber nie mit dem Bloggen geklappt, das sei nun nachgeholt.

The Clouds are Ghosts - Fotoquelle: cloudsareghosts.com

Das Sextett um den charismatischen Sänger Jason Morris zelebriert einen modernen, sehr gut hörbaren Indie-Pop/Rock mit Referenzen an die frühen Muse oder Radiohead (de facto gibt es sogar eine ziemlich gelungene Cover-Version des Radiohead-Klassikers “Exit Music (For a Film)” von ihnen → hier bei Youtube). Neben der außergewöhnlich guten Stimme von Morris (die sicher den prägnantesten Unterschied zur Referenzband bildet), überzeugt die Band durch einen sehr professionellen, gut ausbalancierten elektro-akustischen Sound und durch ansprechende Kompositionen, die sich nicht zu schnell abnutzen und die durch experimentelle Sounds ansprechend interessant ergänzt werden.
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ESC 2014 – Das Finale aus meiner Sicht (als Twitter-Timeline bei Storify)

Gestern habe ich (wie auch schon bei den beiden Halbfinale) fleißig getwittert. Für die Ländernamen wählte ich die englischsprachige Bezeichnung, als Hashtag wählte ich die deutsche #ESC (ich habe ja schließlich auch auf Deutsch getwittert). Hier ein Blick auf meinen gestrigen Twitter-Abend.

Unechtes ESC Logo (grün, Ausschnitt), Created by Sal Pichireddu (CC-BY 4.0) s. creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Heute Abend: Die ESC-Finale – Trash-Top-5 und Prognose

Unechtes ESC Logo (blau, Ausschnitt), Created by Sal Pichireddu (CC-BY 4.0) s. creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Wer (wie ich) am Dienstag und Donnerstag die beiden ESC-Halbfinale unter der besonderen Prämisse nach besonders schlechter, peinlicher und lächerlicher Musik geguckt hat (denn seien wir einmal ehrlich: die Musik des ESC hatte nur in den seltensten Fällen etwas mit der jeweils aktuellen Pop-Musik zu tun sondern hatte immer einen besonderen Fremdschäm-Charme), der muss (wie ich) etwas enttäuscht gewesen sein. Wo waren sie denn, die bombastischen Pyrotechnik-Shows, die La-la-la-la-la-Hirnlos-Texte, die Leder-Dominas mit Kettensägen und üppiger Oberweite zu Stampf-Beats, die zweifelhaft frisierten Tanz-Hänflinge in engen Hosen? Der Eurovision Song Contest 2014 setzt die Tendenz der letzten Jahre fort, die da heißt: Anpassung an einen ESC-Einheitssoundbrei aus Pathos und einfachsten Messages (wahlweise “ich liebe euch alle” oder “Frieden für die Welt”).
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TV-Tipp für Trash-Fans: Die ESC-Halbfinale, Dienstag und Donnerstag ab 21:00 Uhr

Dieses Mal kein kostenloser Download, sondern ein TV-Tipp für alle bekennenden Trash-Fans (wie mich):

Unechtes ESC Logo, Created by Sal Pichireddu (CC-BY 4.0) s. creativecommons.org/licenses/by/4.0/Heute Abend läuft das erste von zwei Halbfinale zum Eurovision Song Contest: Mehr Müll, mehr Bombast, mehr schiefe Töne, alles ist noch viel schriller, fieser, schlechter als im großen Finale am Samstag, weil die schlimmsten Krücken ja noch nicht rausgewählt sind. Wer so ‘ne Trashveranstaltung mit wohligem Fremdschäm-Effekt liebt, der darf das heute (und am Donnerstag) nicht verpassen!
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Good Morning. Happy Easter. 3

Kostenlos und sehr österlich: Good Morning. Happy Easter. 3

Warum gibt es eigentlich so viel Weihnachtsmusik und so wenig Ostermusik? In der Klassik hält sich das Verhältnis mindestens die Waage, nimmt man die Musik für die Karwoche dazu, dann gibt es sogar deutlich mehr Musik für die Osterwoche, als für die Weihnachtszeit. Immerhin ist Ostern der höchste Feiertag der Christen, denn

<religionslehrermodus:on> Es ist für das Christentum essentiell wichtig, dass Jesus für unsere Sünden gestorben und wieder auferstanden ist <religionslehrermodus:off>

aber vielleicht ist es genau diese zutiefst religiöse Komponente, die Ostern so wenig Pop/Rock-kompatibel macht (mal abgesehen von Patti Smith’s “Easter” und Marillion’s “Easter” fallen mir da auch nicht so viele Tracks ein). Das und die Tatsache, dass das ans-Kreuz-nageln von jungen Männern und das unerklärliche Auferstehen von den Toten nicht ganz so niedlich sind, wie ein süßes, unschuldiges Baby in einem Stall mit Tieren.
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Foxy Shazam - Gonzo

Kostenlos und sehr gut: Das neue Album von Foxy Shazam “Gonzo”

Vor einigen Jahren sorgte die US-amerikanische Band Foxy Shazam für einiges Aufsehen in musikfeuilletonistischen Kreisen. Da wurden Vergleiche von den neuen Queen (!) bis den neuen Nirvana (!!) bemüht, was freilich eher dem Hormonrausch der Redakteure geschuldet ist. De facto sind Foxy Shazam tatsächlich eine recht originelle Band, die sich postmodern-typisch, das Beste aus allen möglichen Genres zusammenklaut und zu einer eigenen, eigentümlichen Mischung verzwurbelt. Gut gemachter, intelligenter und nicht immer ganz ernst gemeinter Indie-Rock mit Anklängen an alles Mögliche.
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My Brightest Diamon - Until now

Kostenlos und sehr gut: 6-Track-Sampler von My Brightest Diamond auf noisetrade.com

Ist es wirklich schon über drei Monate her, dass ich in diesem Blog einen Artikel geschrieben habe? Schockschwerenot! Da war dann doch wohl mehr los in den letzten Wochen, als mir jetzt irgendwie klar werden will. Höchste Zeit das Blog mal wieder ein wenig zu betexten!
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Denovali Records - Nordic Lake Sounds Vol. V (Label Sampler)

Kostenlos und sehr gut: Der Denovali-Records-Sampler “Nordic Lake Sounds Vol. V”

Neues Jahr, neue Musik und – nach vier Jahren – ein neues, schlichtes schmuckloses Theme. Warum? Zum einen war ich die Optik des alten Themes wirklich leid, zum anderen war es alles andere als Mobilseiten-freundlich. Da aber eine immer größere Zahl der Leser mit dem Smartphone oder mit dem Tablet unterwegs sind (ich ja auch), tat eine Theme not, das Funktionalität und Lesbarkeit mit allen möglichen Anzeige-Geräten ermöglicht.

Die wenig originelle, aber durchaus ansehnliche Lösung ist das letztjährige WordPress-Standard-Theme. Die Hintergrundfarbe (so der Plan), wird ab und zu geändert (derzeit ist es das bekannteste Blau der Social-Media-Welt), ob ich noch ein Titelbild zur optischen Auflockerung einfüge, ist noch nicht geklärt. Derzeit habe ich keine sinnvolle Grafik.

Denovali Records - Nordic Lake Sounds Vol. V - zur Produktseite auf denovali.comZur Musik: Heute möchte ich euch (über eine Anregung im Musikblog Nicorola) den neusten Sampler aus dem Hause Denovali vorstellen. Seit einigen Jahren erscheinen beim Bochumer Label überaus interessante Veröffentlichungen mit düsterer experimenteller Musik aus den Bereichen Ambient, Drone, Darkjazz, Postrock usw. mit internationalen Künstlern wie Bersarin Quartett (D), Birds of Passage (NZ), Dale Cooper Quartet (F), Hidden Orchestra (GB), The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble (NL/F), Lento (I) u.v.m. Generell zeichnen sich alle Denovali-Produktionen durch ein Höchstmaß an Professionalität und Originalität aus.
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Kostenlos und sehr gut: Zwei Sampler – “Give Love on Christmas” und “Music City Unsigned Family Christmas, Vol. 1″

Zum Abschluss meiner diesjährigen kostenlosen Weihnachtsmusik-Tipps gibt es noch einmal zwei schöne Sampler, die man – wie das meiste Material, das ich dieses Jahr vorgestellt habe – bei Noisetrade.com downloaden kann.

Sowohl “Give Love on Christmas” als auch “Music City Unsigned Family Christmas, Vol. 1” überzeugen (und unterhalten!) mit dem bewährten, unverkrampften Stilmix aus Pop, Indie-Rock, Folk und einer Prise Country bei traditionellen und neuen Weihnachtsliedern talentierter Nachwuchskünstler.

Einfach auf die Cover klicken, um auf die entsprechende Downloadseite zu gelangen.

 Blood:Water Mission – Give Love on Christmas Music City Unsigned - Music City Unsigned Family Christmas, Vol. 1

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich hiermit ein frohes Weihnachtsfest – mit hoffentlich viel guter Musik!

Kostenlos und sehr gut: Eastside Manor Christmas Sessions 2013

Eastside Manor Christmas Sessions 2013Das war ja nur eine Frage von Zeit: Seit einigen Jahren hat sich die Website Noisetrade.com als die Quelle für Nachwuchsbands aus dem nordamerikanischen Raum etabliert, gerade wenn es um weihnachtliche Musik geht. Hier werden seit einigen Jahren mit Abstand die meisten und die hochwertigsten (kostenlosen) Produktionen veröffentlicht. Der Schritt ein ‘eigenes’ Album zu produzieren, ist da nur logisch: Die “Eastside Manor Christmas Sessions 2013” sind ein 100%iges ‘Kind’ der kostenlosen Download-Plattform, die hier zusammengefassten Künstler – wie so oft bei Noisetrade eher unbekannte Namen wie Jars of Clay, Brooke Waggoner, Dave Barnes, Humming House , Angel Snow, Street Corner Symphony, Sarah Macintosh, Dave Barnes und Matthew Perryman Jones – haben das vorliegende rund 50-minütige Album exklusiv für Noisetrade produziert. Das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen und bewegt sich musikalisch genau in jenen Gefilden, die Noisetrade auf übers Jahr bevorzugt anbietet: Ein bisschen Folk, ein bisschen Country, ein bisschen Indie-Rock, hauptsächlich akustisch. Erfreulich: Das Album wärmt nicht nur olle Kamellen (“O Holy Night”, “Silver Bells”, “Silent Night” usw.) auf, sondern bietet auch einige charmante Neukompositionen (etwa “Hibernation Day” von Jars of Clay oder “Christmas Moon” von Brooke Waggoner).

Unterm Strich ist “Eastside Manor Christmas Sessions 2013″ vielleicht nicht der beste Sampler des Jahres (da würde ich eher diesen oder diesen vorbehaltloser empfehlen), aber insgesamt eine hochwertige Produktion mit einigen Rosinchen, die man entdecken (und ggf. für eigene Sampler weiterverwenden) kann.

http://www.noisetrade.com/eastsidemanorsessions/eastside-manor-christmas-sessions