Um ehrlich zu sein: Für mich klingen die meisten aktuellen Postrock/Shoegaze Bands gleich. Vielleicht liegt es ja daran, dass das Genre per definitionem nicht viele Varianten zulässt, aber mir fällt es schwer dort Interpreten, Alben und so etwas wie einen persönlichen Stil dingfest zu machen. Sobald der Krempel ordentlich produziert ist, verliert er in meinen Ohren jegliche Individualität. Das soll gar nicht abwertend gemeint sein: Ich lasse mich hin und wieder durchaus sehr gerne von diesen wuchtigen Klangwänden überrollen, nur – wenn sie vorüber sind, bleibt wenig davon bei mir hängen. Den Rest des Eintrages lesen »
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Steely Dan gehören, der eine oder andere meiner Leser weiß es, zu meinen Lieblingsbands. Ihre Mischung aus Rock, Pop, Funk, R&B und Jazz war in den Siebzigern eine ziemlich eigene Geschichte. Die sieben Studioalben der ersten und wichtigsten Bandphase von 1972-80 Can’t Buy A Thrill (1972), Countdown to Ecstasy (1973), Pretzel Logic (1974), Katy Lied (1975), The Royal Scam (1976), Aja (1977) und Gaucho (1980) gehören zu den besten (und bestproduzierten) Alben der Dekade und klingen auch heute noch absolut makellos. Und obwohl Steely Dan in gewisser Weise tief in der Musikkultur der 1970er Jahre verwurzelt waren, klingt ihre Musik absolut zeitlos, auch nach über 30 Jahren.
Unter diesen sieben großartigen Alben sticht das sechs Album Aja (gesprochen wie Englisch “Asia”) )noch einmal hervor. Sieben perfekte Songs, perfekt arrangiert und produziert, aufgenommen von einigen der besten Musiker, die damals aktiv waren (unter anderem Lee Ritenour, Larry Carlton, Steve Gadd, Jim Keltner und Wayne Shorter). Darf man so einen Geniestreich covern? Kann man das überhaupt auf eine vernünftige Art und Weise oder gibt man sich nicht automatisch der Lächerlichkeit und den wüsten Protesten der Fans preis?
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