Archiv für September 2010

Die Kulttruppe aus Neapel ist wieder da: Endlich ist das Nachfolge-Album the new Masterpizza (sic!) zu »Other Bands Play, Nanowar Gay!« (s. Artikel dazu → hier, Du Poser!) von NanowaR of Steel erschienen. Die (Metal-) Truppe, die jedes Genre gekonnt auf den Arm nehmen kann hat auf »Into Gay Pride Ride« (sic!!) mal wieder ganze Arbeit geleistet und ein professionelles, höchst unterhaltsames Album produziert, in dem sie – wie gewohnt – alle möglichen Metalbands, -Songs und -Mythen selbstironisch aufs Korn nehmen. Mehr noch – dieses Mal versuchen Sie sich als Raggamuffin-Rapper usw. – NanowaR als Shaggy “from the ghetto in the forest” …

Aufgebaut wie eine Radioshow (mit Werbung und Jingles zwischendurch) gehen dem nicht-Italophilen einige Gags durch (Herrlich die Pino-Daniele-Persiflage in einem Radiojingle!), andererseits bleiben immer noch genügend “internationale” Anspielungen übrig, um sich beim Album halb totlachen zu müssen. Was man dabei fast vergisst: Die Band ist wirklich exzellent – die Herren Zwerge (Nano = ital. Zwerg) beherrschen ihr Handwerk. Unverzichtbar für jeden Metalfan, der ein wenig über sich lachen kann … und für jeden, der Metal (zurecht) albern findet.
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sal | about | music - LogoEigentlich wollte ich heute eine durch und durch herbstliche Show machen, doch weil meine gesamte Tagesplanung bereits am Morgen den Bach hinunter ging, konnte ich die heutige Show nicht ganz stringent zusammenstellen. Aber irgendwie ist das ja dann auch ein Markenzeichen meiner Sendungen:


    Preshow
  1. Nanowar of SteelInto The Gay Pride Ride: Odino and Valhalla
  2. Nanowar of Steel – Into The Gay Pride Ride: RAPsody
  3. Nanowar of Steel – Into The Gay Pride Ride: Radio-grafia Pt. II
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Carl Sagan´s Ghost - Music for Home Offices- Vol. 2Mit Ambient-Musik kenne ich bei mir zwei Aggregatzustände: Entweder ich mag sie sehr und höre sie mir als entspannenden Background beim Lesen, beim Arbeiten, beim Rumgammeln usw. an (das kommt selten vor) oder sie spricht mich überhaupt nicht an, ich finde sie öde und klebrig, nichtssagend, nervig und überflüssig (das ist meistens so). Ich habe herausgefunden, dass ich diese Wirkung nicht immer an großen Namen festmachen kann: Es gibt Ambient-Alben von Brian Eno, die ich sehr gelungen finde, andere rieseln einfach an mir vorbei; es gibt Ambient-Alben, die ich seit Jahren immer wieder höre, die meinen Freunden und Bekannten nur ein müdes Gähnen hervorlocken können (namentlich wäre das vor allem das einzige Album der Free Zen Society, s. dazu meine Rezension → hier auf schallplattenmann.de und das Album Discarnate von Yeti Rain, s. dazu meine Rezension → hier auf babyblaue-seitenn.de). Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Oder doch, aber es bringt nicht viel. (Ich habe Ahnung, ihr nicht!)
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Ich habe es schon mehrfach an dieser Stelle erwähnt: Ich habe eine Schwäche für Cover-Versionen. Und wer mich kennt, der weiß: Ich habe eine ausgesprochene Schwäche für trashige Musik, ganz gleich ob unfreiwillig (Bata Illic, Karel Gott, Dschinghis Khan) oder freiwillig (beispielsweise → Nanowar). Vielleicht habe ich auch nur die Schnauze voll, nach all den Jahren in denen ich bemüht war nur “ernsthafte” Musik zu hören und mir bisweilen die Ernsthaftigkeit herbeizureden (aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden…).

Uncle Monsterface – Jokey Jingles Ultimate Dance Party Mix Volume IIIHeute bin ich bei meiner neuen Quelle für geniale und obskure Cover-Versionen (→ Cover Me) auf die US-amerikanische Band Uncle Monsterface (geiler Bandname, gell?) gestoßen, die dort gerade als Tipp angepriesen werden, zurecht, wie ich meine. Das Trio (oder Quartett? oder Duo? Hm…) aus Brooklyn, Ney York hat bereits vor einigen Monaten eine EP namens »Jokey Jingles – Ultimate Dance Party Mix Volume III« veröffentlicht (natürlich sind Vol. I und II nie erschienen) mit fünf Coverversionen der besonderen Art. Hier ein Vorgeschmack:
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Portugal The Man at DaytrotterZu behaupten, ich sei ein Fan von Portugal. The Man ist nun wirklich eine Übertreibung. Irgendwie zündet die allenthalben hochgelobte Truppe bei mir nie so richtig. Zwar habe ich ihr letztes Album American Ghetto mit einem gewissen Wohlwollen gehört und auch auf diesen Seiten als kostenlosen Stream mit warmen Worten → vorgestellt, sogar an anderer Stelle ihre obskure Live-EP “Live at Neumos, Seattle” (ebenfalls kostenlos) publik gemacht, aber es bleibt dabei: Die Band mit dem drolligen Namen zündet bei mir nicht nachhaltig. Daran ändert vermutlich auch nicht ihre akustische Performance in den auf diesen Seiten oft zitierten Daytrotter-Studios, die seit wenigen Tagen kostenlos stream- und downloadbar ist, aber in gewisser Weise ist es tatsächlich das, was ich mir am ehesten von ihnen anhören kann, ohne gleich das Gefühl zu haben, dass da irgendetwas fehlt (sic!).

Für die Fans von Portugal. The Man ist diese Live-Session allerdings Pflicht, weil sie eine bisher eher unbekannte Seite der Band zeigt. Eine knappe Viertelstunde Portugal.The Man live:

Portugal. The Man – Buzz From The Levitation Machine (128 kbps MP3)

Alle bisher auf blog.about-music.de gefeaturten Daytrotter-Veröffentlichungen findet ihr → hier

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    Preshow

  1. Sandy Nelson – Let There Be Drums (Single): Let There Be Drums
  2. Monks – Black Monk Time: Monk Chant (Live 1966)

  3. “sal | about | music” #26: The Swinging Sixties

  4. Led Zeppelin – Led Zeppelin: Good Times Bad Times
  5. The Who – My Generation: My Generation
  6. King Crimson – In The Court Of The Crimson King: 21st Century Schizoid Man
  7. Canned Heat – Boogie with Canned Heat: On The Road Again
  8. Nina Simone – The Very Best Of: Feeling Good
  9. Aretha Franklin – Queen of Soul – The Best of Aretha Franklin: Respect
  10. Cream – Fresh Cream: I Feel Free
  11. Creedence Clearwater Revival – Willy and the Poor Boys: Fortunate Son
  12. Iron Butterfly – In-A-Gadda-Da-Vida: In-A-Gadda-Da-Vida (Single Version)
  13. Fleetwood Mac – Peter Green: Man Of The World: The Anthology 1968-1988: Man Of The World
  14. Bob Dylan – Bringing It All Back Home: Subterranean Homesick Blues
  15. Frank Zappa – Hot Rats: Peaches en Regalia
  16. The Troggs – Wild Thing (Single): Wild Thing
  17. The Animals – The Animals: The hous of the Riising Sun
  18. Shocking Blue – Beat With Us: Venus
  19. The Turtles – Happy Together (Single): Happy Together
  20. The Beatles – Magical Mystery Tour: I Am The Walrus
  21. The Beach Boys – Pet Sounds: God Only Knows
  22. The Rolling Stones – Forty Licks: Paint It Black
  23. The Doors – The Doors: Break On Through
  24. Simon & Garfunkel – Bookens: A hazy shade of winter
  25. Status Quo – Picturesque Matchstickable Messages From The Status Quo: Pictures Of Matchstick Men
  26. The Monkees – The Monkees: I’m A Believer
  27. The Small Faces – Ogdens’ Nut Gone Flake: Lazy Sunday
  28. The Kinks – The Ultimate Collection: Sunny Afternoon
  29. The Velvet Underground – The Velvet Underground & Nico: Sunday Morning
  30. Fairport Convention – History Of Fairport Convention: Who Knows Where The Time Goes
  31. David McWilliams – The Days Of Pearly Spencer (Single): The Days Of Pearly Spencer
  32. Nancy Sinatra & Lee Hazlewood – Nancy & Lee: Summer Wine
  33. Dusty Springfield – Hits Collection: The Windmills of Your Mind
  34. The Moody Blues – Days Of Future Passed: Nights in white satin

Musik während der Ansagen:

  • Russian Philh.  Orch. – Alla Pavlova: Symphony No. 3 – 1st. Movement

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Mag hier jemand Genesis P-Orridge? Oder geht es euch so wie mir und wisst ihr auch nie, was ihr mit dem Kram anfangen sollt, den P-Orridge so macht? Ich finde seine Musik jedes Mal höchst befremdlich, aber ab und zu kann ich mir so etwas geben und sei es auch nur, um die Nachbarn und die Freundin in den Wahnsinn zu treiben. Auf Free Music Archive gibt es jetzt neu einen Live-Mitschnitt seiner Band Psychic TV aus dem Jahre 2006 kostenlos

Psychic TV – Live at WFMU on Fabio’s Show on 9/7/2006

falls ihr auch mal euren Lebensgefährten und/oder eure Nachbarn an eurem Verstand zweifeln lassen wollt.

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Radiohead - Prague DVD - Bild: petrklapper.comRadiohead sind ja Wiederholungstäter: Nachdem sie das Business 2007 mit der quasi-gratis-Veröffentlichung von “In Rainbows” hinlänglich schockten (s. dazu meinen → Blog-Artikel auf uergsel.de), nachdem sie ihre letzte Single “These are my twisted Words” ebenfalls kostenlos ins Netz stellten (s. dazu meinen → Blog-Artikel auf diesen Seiten) haben sie sich wieder etwas besonderes für die Fans ausgedacht: Ihr Konzert vom 23. August 2009 (tolles Datum ;-) ) in Prag wurde von 50 Fans aus verschiedenen Positionen gefilmt und anschließend zu einer semi-professionellen DVD zusammengeschitten. Die Tonspur für die DVD wurde von der Band zur Verfügung gestellt. Seit dem 23.08.2010 kann man das Konzert komplett kostenlos in verschiedenen Formaten kostenlos herunterladen: als PAL-DVD, als NTSC-DVD, als Quicktime-MOV, als MKV, als MP4 für den iPod und als AVI. Demnächst erscheint eine BluRay-Fassung und selbstverständlich kann man sich den Mitschnitt komplett bei YouTube angucken:

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Tom Robinson - Still Loving YouKaum bin ich wieder zurück in Deutschland, schon stolpere ich bei meinen einschlägigen Quellen wieder einmal auf ein Top-Angebot eines ehemaligen ‘großen’ Künstlers. Tom Robinson ist nicht nur einer der ersten Musiker, der sich offen zu seiner Homosexualität bekannte, sondern auch ein berühmt-berüchtigter  Links-Aktivist und ein zumindest in Großbritannien ehemals sehr erfolgreicher Musiker und Songwriter, der heute hauptsächlich als Radio-DJ arbeitet. Seine größten Erfolge feierte er mit seiner punkig angehauchten Tom Robinson Band und ihren engagierten Politsongs gegen staatliche Willkür “Up Against The Wall”, “We Ain’t Gonna Take It), Rassismus (The Winter Of ’79) und die verklemmte Sexualmoral in “Glad To Be Gay”.

Hier in Deutschland waren vor allem seine Solotitel “War Babies”, “Listen to the Radio” (mit Peter Gabriel geschrieben) und “Still Loving You” relativ bekannte Hits von seinen beiden ersten überraschend poppigen Soloscheiben “War Baby: Hope & Glory” (1984) und “Still Loving You” (1987). Auf seiner Website findet man neuerdings zahlreiche seiner Solo-Alben als kostenlose Downloads. Er schreibt als Begründung für dieses Angebot:

»Free Downloads: iTunes downloads cost 79p per track. Writer/publisher get 6p, Performer 6-8p, Visa/Mastercard 7p, Apple 12p, and Record Company almost 50p. Sod that. Help yourself to my songs & share them with your friends: right-click (Mac: ctrl-click) on titles to download.«

Die Songs kommen in akzeptabler 160 kbps-Qualität.

tomrobinson.com – Free Downloads

Wer sich – gerade bei den frühen Solo-Alben – nicht zu sehr an dem typischen 80er-Popsound stört, der hier kann intelligente Popmusik entdecken, mit intelligenten Texten und einem sehr variablen Sänger.

Tom Robinson Band - Power in the Darkness

Auch wenn man die rockigeren Werke der Tom Robinson Band mag, muss man nicht unbedingt das Portemonnaie zücken (obwohl Tom Robinson gerne Spenden via Paypal entgegen nimmt, um das kostenlose Download-Angebot aufrecht zu erhalten und auszubauen!). Auf Robinsons Soundcloud-Seite findet man unter anderem die beiden Alben der Tom Robinson Band und das Best-Of-Album der Formation, außerdem zahlreiche andere Projekte Robinsons wie die kurzlebige Band Sector 27 oder das Duo-Album Blood Brother: We Never Had It So Good mit dem von mir hoch geschätzten Gitarristen Jakko Jakszyk.

Insgesamt hat Tom Robinson wirklich ein schönes und umfassendes Kostenlos-Angebot für seine (neuen und alten) Fans auf seiner Website zusammengestellt. Wer Robinson damals mochte, der sollte heute unbedingt auf seiner Website vorbeischauen, downloaden und – denn das gehört auch irgendwie dazu – ein paar Euro spenden, damit das Angebot nicht bald wieder von der Bildfläche verschwindet.

Tom Robinson Band – Power in the Darkness (1978)

Tom Robinson Band – TRB Two (1979)

Tom Robinson Band – Rising Free – The Best of the TRB (1977-79)

Kleine Anekdote am Rande: Der seinerzeit bekannteste Schwule Großbritanniens ist eigentlich immer bisexuell gewesen, und ist mittlerweile (mit einer Frau) verheiratet und zweifacher Vater.

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