FMA-LogoBereits vor einem Jahr hatte ich an anderer Stelle das Musikportal »Free Music Archive« vorgestellt: Auf den Seiten des FMA findet man redaktionell ausgewählte und betreute Musik unterschiedlichster Genres zum kostenlosen Download. CC LogoDies soll einen gewissen Qualitätsstandard gewährleisten und in der Tat: Das Free Music Archive wächst relativ langsam und der übliche Schund, den man bei anderen kostenlosen Netlabels oder Downloadseiten findet, ist hier erfreulicherweise nicht vertreten. Die angebotenen Downloads erfüllen alle ein gewisses Qualitätsniveau innerhalb ihres Genres. Die Downloads selbst kommen als gezipte Archive mit MP3s in unterschiedlicher Komprimierung. Bei meinen Testdownloads hatten allerdings alle Dateien recht ordentliche Qualität (320 kbps, VBR ‘High’ u.ä.). Alle auf den Seiten des FMA veröffentlichte Musik ist mit einer Creative Commons-Lizenz ausgestattet, die das kostenlose Downloaden und Vervielfältigen (auch in Tauschbörsen oder auf Websiten) für nicht-kommerzielle Zwecke unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. (Details zur jeweiligen Variante finden sich auf jeder entsprechenden Downloadseite).

Auch im Klassik-Bereich ist das FMA recht ordentlich sortiert. Aus dem Angebot möchte ich einige Downloads besonders hervorheben:
Zum einen wäre da ein exzellenter Live-Mitschnitt des jungen US-amerikanischen Pianisten Jonathan Biss aus dem Isabella Stewart Gardner Museum in Boston. Biss steht üblicherweise bei EMI Classics unter Vertrag und hat für die ohnehin hochinteressante Konzertreihe im Isabella Stewart Gardner Museum einen Konzertabend mit Musik von Alban Berg, Ludwig van Beethoven und Frédéric Chopin gestaltet, den man sich komplett kostenlos anhören und downloaden kann:

Das Isabella Stewart Gardner Museum unterhält übrigens eine eigene Konzertreihe, deren Mitschnitte regelmäßig in (kostenlosen) Podcasts veröffentlicht werden (zum → Podcastarchiv). Besonders empfehlenswert sind die auch beim Free Music Archive downloadbaren Mitschnitte des Borreomeo String Quartet mit Musik von Franz Schubert (“Der Tod und das Mädchen”, s. unten), Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms.

Der Pianist Daniel Veesay bietet auf den FMA-Seiten gleich eine ganze Reihe von durchaus hörenswerten Aufnahmen der Klaviersonaten Beethovens: Bisher kann man die Sonaten Nos. 1, 5, 6, 7, 8, 11. 13, 19, 20, 22, 32 herunterladen:

Der brasilianische Pianist Felipe Sarro präsentiert auf FMA die eher selten zu hörenden 25 Préludes, op. 31 des französischen Romantikers Charles-Valentin Alkan. Hier das erste Stück aus der ersten Suite der Préludes:

Sarro bietet auf seiner eigenen Homepage übrigens einige andere Alben mit Musik von Bach, Beethoven. Brahms, Mozart zum kostenlosen Download an.

Das Free Music Archive ist auch eine Plattform für eine Reihe zeitgenössischer Komponisten. Besonders aufgefallen sind mit zwei Komponisten:

Der US-Amerikaner Andrew Christopher Smith ist mit vier Alben vertreten: Der Kammeroper “Sympathies“, “Geography” für Violine, Gesang und elektronische Effekte, “Cryptozoology” und “Wallace, for String Quartet“. Hier ein Satz aus letzterem Werk:

Der in der Schweiz lebende Komponist Lee Maddeford hat im Free Music Archive ebenfalls vier Veröffentlichungen zum Download bereitgestellt: Eine Sammlung mit verschiedenen Instrumental-Werken, die Oper “Eros & Psyche“, “An Astral Fable” für Kammermusik-Bläser und Chor und die “Jugglers Suite“. Aus letzterer stammt folgendes Beispiel:

Wer auf Kammermusik für Blechbläser steht (nein, keine Umpa-Musik, versprochen!), der sollte unbedingt einmal in Maddeford reinhören. Das Material hat durchaus “Hit-Charakter”.

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Eine Antwort zu “Kostenlos und sehr gut: (Nicht nur) Klassische Musik beim »Free Music Archive«”
  1. [...] magerer aus: Es gibt ein paar Website auf denen man durchaus gelungene Einspielungen (meist mit Klaviermusik) von ambitionierten Amateuren finden kann, daneben gibt es auch einige Quellen, bei denen man [...]

  2.  
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