Auf den Seiten des öffentlichen US-amerikanischen Radionetzwerks NPR gibt es immer etwas zu entdecken: Zahlreiche Konzerte, Albumpräsentationen, Besprechungen, Features und originelle Playlists zu besonderen Anlässen (Weihnachten, St. Patrick’s Day, Ostern usw.) sind in guter Qualität streambar, ein nicht unwesentlicher Teil des Materials ist auch als Podcast downloadbar: Anders als bei anderen Rundfunkanstalten aus anderen Ländern ist das Angebot von NPR nicht auf bestimmte Länder begrenzt, d.h. jeder kann die Podcasts herunterladen.
Der neueste Coup ist ein eineinhalbstündiger Mitschnitt eines Konzerts der US-amerikanischen Singer/Songwriterin Joanna Newsom, dieses Jahr aufgenommen in der Sixth and I Synagoge in Washington, D.C. Ihr neues 3fach-Album “Have one on me” hat bei Fans und Kritik für ziemlichen Wirbel gesorgt; bei diesem Mitschnitt kann man sich davon überzeugen, dass die Newsom auch live eine ungewöhnliche und unbedingt entdeckens- und hörenswerte Künstlerin ist.
Nach einer nicht ganz freiwilligen dreimonatigen Pause vom Webradio, gehe ich heute Abend endlich wieder auf Sendung. Für meine “Comeback”-Show habe ich eine besonders wirre bunte Mischung aus Pop. Rock, Klassik, Jazz und Krach (!) zusammengestellt. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich schon einmal versprechen, dass ich 2 Songs von meinem aktuellen Hype “Barry Cleveland – Hologramatron” spiele, außerdem gibt es Musik von György Ligeti, Claude Debussy, AC/DC, Frédéric Chopin, George Harrison und … ach, was, hört selbst rein.
s|a|m von 21:00-23:00 Uhr
auf dem Stream des Webradios metal-refinement.de Thema: Neues und Altes aus Pop, Rock, Klassik, Jazz und Krach
Wie bereits gestern versprochen habe ich nun auch das Mixtape zum »sal | about | ccmusic #1″-Podcast bei archive.org hochgeladen. Dank der freien Lizenzen, mit der die Stücke ausgestattet sind, kann ich hier den Download GEMA-frei kostenlos und nicht kommerziell zum Download anbieten, ohne gegen restriktive Autorenrechte-Regelungen zu verstoßen. Er enthält die *fast komplette Playlist der ursprünglichen Radioshow.
Hier kann man sich das komplette Mixtape (inklusive Jingle-Musik und Musikbett) anhören
und → hier gelangt man zur entsprechenden Seite auf archive.org
Direkter Download → hier (28 27 mp3-Dateien in einem zip-Archiv, 254,9 247, 5 MB)
Dieses Mixtape beinhaltet ausschließlich Musik, die unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurde. Welche spezifische Lizenz die einzelnen Stücke genau haben, ist dem Kürzel (CC-BY-NC-ND, CC-BY-NC-SA usw.) zu entnehmen.
Eigentlich habe ich ja aufgehört an dieser Stelle auf meine Rezensionen anderswo hinzuweisen (obwohl, vielleicht sollte ich das wieder machen – das füllt das Blog und schafft ne Menge Backlinks und so), aber in diesem Fall will ich mal eine Ausnahme machen, nicht weil ich ein so brillantes Machwerk der Kritiker-Kunst verbrochen hätte, sondern weil das Album, um das es geht, mich wirklich total umgeblasen hat und ich mir wünsche, dass es möglichst viele hören, kaufen, gut finden und mir, dem Rezensenten huldig… äh … sorry: Zurück zu Thema: Die Rede ist von Barry Clevelands gerade auf Moonjune Records erschienenem Album “Hologramatron”, einem äußerst gelungenem Album dessen, was ich gerne als elaborierte Rockmusik bezeichne: Düster, aggressiv, beklemmend, dann wieder melancholisch und bittersüß.
Das Album sollte in den nächsten Tagen auf der Homepage des Labels erhältlich sein. Üblicherweise sind die Alben dort zu günstigen Preisen (nicht nur dank des günstigen Wechselkurses) bestellbar.
Ehrlich gesagt: Ich habe dieses Jahr noch kein besseres Album gehört.
Wow, das nenne ich einmal spendabel: Wenn man die Newsletter der israelischen Band Eatliz (zu Deutsch ‘Schlachthaus’) auf deren Homepage abonniert, dann erhält man das exzellente Debütalbum “Violently Delicate” und einige Tracks der neuen EP “Delicately Violent” als kostenlose MP3-Downloads in exzellenter 320-kbps-Qualität.Ich habe es ausprobiert – es klappt tatsächlich
In meiner Besprechung des Debüt-Albums im Schallplattenmann schrieb ich im Oktober 2008 darüber:
»Ihre bittersüßen Melodien, die sofort ins Ohr gehen, verbinden sie respektlos mit krummen Takten, Metal-Riffs, Gefühlsausbrüchen, funky Coolness und weiteren seltsamen Wendungen. Das Ergebnis, das Debüt-Album “Violently Delicate”, ist eine der anspruchsvollsten und gleichzeitig unterhaltsamsten ‘Pop’-Platten dieses Jahres. Endlich darf ich mal als Verfechter der hohen Schule der Rockmusik hemmungslos mitwippen, -summen und -singen: Eatliz stehen für Popmusik ohne Banalität, die Spaß macht. Sie selbst definieren es als ‘Complicated Pop’ und treffen damit den Nagel auf den Kopf.«
Wer Eatliz also noch nicht kennt, der sollte unbedingt einmal auf Youtube das eine oder andere Video des Sextetts bewundern und sich dann das Album besorgen, es lohnt sich:
Ich mach’s kurz, weil die das Material brandneu und heiß ist. Heute wurde bei meiner Lieblingsquelle für coole Live-Sessions daytrotter.com eine Session einer Band namens Snowblink (Wer zum Teufel sind denn Snowblink? Die sind ja geilomeilo!) veröffentlicht, die aus vier wirklich sehr ungewöhnlichen Cover-Nummern von Michael Jackson besteht, übrigens allesamt Songs aus seiner ersten Solo-Phase (Off The Wall / Thriller), als er noch wirklich gut war.
Anhören und kostenlos downloaden* – so anders können Michael-Jackson-Nummern klingen.
*Bei der Gelegenheit könnt ihr mir dann auch mitteilen, ob es euch gelungen ist, den Kram mit diesem neuen Java-Downloader auf daytrotter.com herunterzuladen ich bin gerade daran gescheitert UPDATE: Man muss halt die ver!*#*!!e Windows-Firewall entsprechen instruieren, dann klappt’s auch mit dem Download.
Die wahrhaft prophetischen Worte von Dirk Bach aus dem Jahre 2004 zum Echo Pop haben immer noch volle Gültigkeit: »Und ihr wundert euch, dass es euch schlecht geht?«
Machen wir es kurz: Hier ist das neue Portugal.The Man-Album, in voller Länge, in guter Streaming-Qualität, selbstverständlich mit Links zum Kauf der verschiedenen Editionen. Portugal.The Man reihen sich mit dieser Aktion in die stetig wachsende Zahl von großen, erfolgreichen Bands ein, die das Marketing der Alben mittels moderner digitaler Kommunikations- und Medientechniken selbst in die Hand nehmen. Fairer kann der Umgang mit dem Käufer nicht mehr sein: Reinhören und bei Gefallen bestellen.
Eine meiner findigsten Quellen für freie Downloads und Streaming Links ist das nicorola musikblog – rock-a-hula baby von Nico Schipper aus Berlin. Hier findet man immer wieder die heißesten Tipps und Trends rund um digitale Musik im Web und auch wenn wir beileibe nicht den selben Geschmack haben, so ist es doch immer wieder interessant, was Nico in seinem Blog zusammenträgt (und außerdem bin ich ein wenig grün vor Neid, weil er so fleißig und so umtriebig bei seinem Blog ist: regelmäßig legale und kostenlose MP3-Sampler, ein eigenes laut.fm-Radio usw. usw.). Heute hat er einen kleinen Artikel zum neuen Smashing-Pumpkins-Album veröffentlicht, das gerade nach und nach im Web kostenlos veröffentlicht ist. Ich habe die Band seit Ende der 1990er aus den Augen verloren (irgendwie brauche ich nicht mehr als ein Album von denen), aber den einen oder anderen mag es ja doch interessieren, was Billy Corgan und seine reformierten Kürbisse heute so fabrizieren.
Nächste Ausgabe von s| a| m #48
wird am 29. 09. 2011, von 21:00-23:00 Uhr
auf dem Stream des Senders Metal Refinement gesendet. Thema: t.b.a.
Paralleler Chat im IRC zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement