Eigentlich darf man ja bei Charity-Sachen nicht meckern: Der Zweck heiligt ja die Mittel oder so und es geht ja um eine wichtige Sache und die armen Menschen (und Kinder, vor allem die Kinder) in Haiti haben unsere Unterstützung verdient und so weiter. Aber wenn ich mich jetzt doch dazu hinreißen ließe, ein paar musikalische Anmerkungen zu der Neufassung des Charity-Klassikers “We are the World” zu machen, dann sähen die so aus:

  1. Warum sind denn fast alle Stimmen autogetuned? Können die Schreihälse nicht singen? Ich dachte, die heutigen Heulbojen wären alles ach-so-tolle Sänger?
  2. Der eingespielte St. Michael vom Jacksonclanwar keine Überraschung, die tonlos mitsingende Janet (ist es Janet oder irgendeine ander Jackson?) berechnend rührselig. Wann wird der Michel denn nun selig gesprochen?
  3. Diana Ross würde in Deutschland gegen das Vermummungsverbot verstoßen.
  4. Heureka! Barbra Streisand wird immer faltenloser!
  5. Hat sich Wyclef Jean willentlich vorgenommen, den Song mit seinem Gesang zu ruinieren?
  6. Celine Dion ist im Cyndi-Lauper-Part ‘ne echte Nervensäge!
  7. Pink ist mit Abstand die beste Pop-Sängerin in diesem Video.
  8. Warum haben sich die Sänger denn um Himmels Willen alle so aufgedonnert. Muss man im Studio mit der Designer-Sonnenbrille stehen?
  9. Hat Carlos Santana EPO genommen oder warum spielt er wie ein Derwisch auf der Gitarre (und dann auch noch ohne erkennbaren Takt)?
  10. Ich bin froh, dass ich die ganzen Pop-Sterne und Sternchen nicht mehr kenne.


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2 Antworten zu “We Are The World 25 For Haiti: 10 Gemeinheiten, die ich nicht schreiben sollte”
  1. Tobais Constien sagt:

    Wenn das nicht deine Musik ist dann können die Sänger doch nichts dafür. Vielleicht überlegst du dir einfach mal deine Brahms CD wieder aufzulegen und nicht die heutige Musik niederzumachen.
    Zu deinem Argument mit dem Aussehen der Sänger/innen kann ich nur sagen dass das ein Videoclip ist…da kann man nicht mit Badeschlappen aufkreuzen…

  2. sal sagt:

    ROTFL, ausgerechnet Brahms! LOL, Du weißt ja gar nicht, was Du da geschrieben hast.
    Ich mache die heutige Musik nieder, wenn sie mir nicht gefällt. Ich bin auch bekannt dafür, dass ich die Musik der 1990er, gerne und vor allem der 1980er und ebenso gerne auch der 1970er niedermache (denn damit bin ich groß geworden, mit den 1970ern und 1980ern) – von dem Müll der 1960er und 1950er wollen wir erst gar nicht anfangen. Pop-Musik war schon immer zum Großteil Wegwerf-Musik.
    “We are the World” war schon im Original ein billiger, amerikanischer Abklatsch der spontanen Geldof-Ure-Idee “Do They Know It’s Christmas”, einer Aufnahme, der man heute noch sehr genau die Spontaneität und Freude (und die Fehler, hör Dir mal die volle Maxi-Version an) anhört, die sie zum erfolgreichsten Song aller Zeiten gemacht hat, bevor Elton Johns unsägliche Candle-in-the-Wind-for-Diana-Schmonzette den Massen-Ungeschmack traf.
    Ich bleibe dabei: Auto-Tuning, Jodel-Modulationen bei den Damen, empathischer Sprech-Gesang bei den Herren und ein Dolce-&-Gabbana-Schaulaufen sind keine gute Mussik. Hier heiligt der Zweck ausnahmsweise die Mittel – aber der Song ist musikalisch schlecht und mit den Michael-Jackson-Einwürfen geradezu peinlich nach Mitgefühl bettelnd.
    Ich lehne keine zeitgenössische Popmusik ab, wohl aber das, was mir die Major-Industrie aufwärmt und als Super-Ding (und dann auch noch für den guten Zweck) verkaufen will. Es gibt heute noch genügend Pop-Künstler, die originelle Unterhaltungsmusik machen, manchmal sogar für einen guten Zweck.

  3.  
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