Archiv für Februar 2010

One Dollar Note

“Billboard”: U2 2009 Topverdiener im Musikgeschäft auf dradio.de – Kulturnachrichten

Laut eines Berichtes des US-amerikanischen Musikmagazins Billboard waren U2 die Topverdiener 2009  im Business, gefolgt von Bruce Springsteen, Madonna, AC/DC und Britney Spears. Wow. Britney als “Jüngste” und “Ärmste” in der Top 5 bei den Spitzenverdienern, der Rest der Baggage ist seit mindestens 20, wenn nicht 30 Jahre und mehr im Geschäft und sicher ihren künstlerischen Höhepunkt schon weeeeit hinter sich haben und ihre Kohle offenbar eher mit Konzerten machen, als mit Alben (in der Top 40 sind weitere beeindruckende Topverdiener, die bereits seit Jahren mehr kein Album veröffentlicht haben). Und was lernen wir daraus? Olle Kamellen ziehen immer noch (vor allen bei Konzerten): Ein Symptom für eine Musikszene, der es an dauerhaft charismatischen Persönlichkeiten mangelt. Und ein Symptom dafür, wie schlecht es um die Rockmusik steht, wenn man sich freiwillig das altersschwache Genöle von Bruce und Bongo Bono anhört. Ich kann das nicht nachvollziehen, aber … ich muss mir das ja auch nicht anhören. Tue ich bei den beiden schon lange nimmer.

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Vor ein Tagen meckerte ich noch über die Modeversammlung Charity-All-Star-Truppe von “We Are The World 25 For Haiti”, nun ist auch ein deutlich kleiner gestricktes Charity-Projekt zugunsten der Opfer des Schweren Erbebens auf Haiti am Start: Ex-Pogues-Frontmann Shane MacGowan hat ein paar abgerissene Kumpels eingeladen (Nick Cave, Chrissie Hynde, Johnny Depp etc.) un den ollen Screamin-Jay-Hawkins-Klassiker “I Put A Spell On You” eingespielt. Wahrlich: Nicht alles, was man sieht (oder hört) ist schön, aber musikalisch haben sich die Gruseltypen echt Mühe gegeben. Und das hier ist ehrlich und spontan und nicht so … mmmh … gesteuert, wie die Multi-Konzern-Ami-Geschichte. Und der Song hat zwar nix mit Haiti zu tun (das hat “We Are The World” freilich auch nicht), aber er ist um Längen besser.

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Ich muss zugeben, ich kriege viel zu wenig mit, was im Tuxedomoon-Kosmos geschieht, obwohl ich den Krempel in den allermeisten Fällen sehr schätze, wenn er mit mal in die Fi… äh Ohren kommt. Eher zufällig bin ich jetzt bei Myspace.com (immer noch eine Scheiß-Community als Social Network aber konkurrenzlos für Musik) an das Projekt “The Fitzcarraldo Sessions” geraten und muss sagen: Datt hat watt! Die richtige Mischung aus Schrägowski und catchy tunes. Kennt jemand das ganze Album?

The Fitzcarraldo Sessions bei MySpace.com

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27 Songs from BarcelonaKennt ihr die Band I’m from Barcelona? Nein? Hm, ich auch nicht, noch nicht, sind aber gerade der absolute Hype bei den Musikbloggern (OK, das muss noch nichts Gutes sein). Aber ich werde sie bald kennen, denn ich habe mir von ihrer Website kostenlos 27 Songs heruntergeladen und werden sie irgendwann, bald, bestimmt, fast ganz sicher gleich, in naher Zukunft anhören. Immerhin eine sympathische Geste eine ganze Latte an Songs ins Netz zu stellen mit dem Wunsch nach Feedback, Weiterverbreitung usw.

Hat man übrigens alle Songs in einem Ordner gespeichert, dann grüßt die Band einen auch noch ganz freundlich? Wie das? Das müsst ihr schon selbst herausfinden: Herunterladen und in den Ordner gucken. Kommentiert mal, was ihr da hört. Nur für den Fall, dass ich nicht gleich, fast, bald, sofort dazu komme ;-)

Ach ja: Ein Geheimnis verrat ich euch: Wenn ich so die Namen der beteiligten Musiker sehe … Daniel Lindlöf, David Ljung, Johan Mårtensson, Frida Öhnell, Emanuel Lundgren.. ich glaube die sind gar nicht aus Barcelona! ;-)

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Eigentlich darf man ja bei Charity-Sachen nicht meckern: Der Zweck heiligt ja die Mittel oder so und es geht ja um eine wichtige Sache und die armen Menschen (und Kinder, vor allem die Kinder) in Haiti haben unsere Unterstützung verdient und so weiter. Aber wenn ich mich jetzt doch dazu hinreißen ließe, ein paar musikalische Anmerkungen zu der Neufassung des Charity-Klassikers “We are the World” zu machen, dann sähen die so aus:

  1. Warum sind denn fast alle Stimmen autogetuned? Können die Schreihälse nicht singen? Ich dachte, die heutigen Heulbojen wären alles ach-so-tolle Sänger?
  2. Der eingespielte St. Michael vom Jacksonclanwar keine Überraschung, die tonlos mitsingende Janet (ist es Janet oder irgendeine ander Jackson?) berechnend rührselig. Wann wird der Michel denn nun selig gesprochen?
  3. Diana Ross würde in Deutschland gegen das Vermummungsverbot verstoßen.
  4. Heureka! Barbra Streisand wird immer faltenloser!
  5. Hat sich Wyclef Jean willentlich vorgenommen, den Song mit seinem Gesang zu ruinieren?
  6. Celine Dion ist im Cyndi-Lauper-Part ‘ne echte Nervensäge!
  7. Pink ist mit Abstand die beste Pop-Sängerin in diesem Video.
  8. Warum haben sich die Sänger denn um Himmels Willen alle so aufgedonnert. Muss man im Studio mit der Designer-Sonnenbrille stehen?
  9. Hat Carlos Santana EPO genommen oder warum spielt er wie ein Derwisch auf der Gitarre (und dann auch noch ohne erkennbaren Takt)?
  10. Ich bin froh, dass ich die ganzen Pop-Sterne und Sternchen nicht mehr kenne.

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Fast vergessen bei meiner Live-Review zu Peter Gabriels “Scratch my Back”: Derzeit kann man das vollständige Album (!) auf den Seiten des Guardian probehören (und kostenlos den Track “Flume” downloaden):

http://www.guardian.co.uk/music/musicblog/2010/feb/04/peter-gabriel-scratch-back

außerdem gibt es ein 10-minütiges Making-Of-Video zum Album;

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Schon lange habe ich mich nicht mehr so sehr auf ein Album gefreut, wie auf “Scratch My Back” von Peter Gabriel. Warum? Nun, St. Peter ist einer jener Künstler, die mich mein ganzes Leben begleitet haben (seit seinen späten Jahren bei Genesis, als ich noch ein kleiner … äh junger Pimpf war) und dessen Alben mich nie enttäuscht haben. Obwohl ich die eine oder andere Cover-Version von Peter Gabriel bereits kannte, überraschte mich die Nachricht von einem ganzen Cover-Album dann doch. Wer hätte das gedacht, dass ein so arrivierter Songschreiber andererleuts Zeugs singen will? Ein Blick auf die Tracklist des Albums offenbart dann aber auch: Guter Geschmack, einige Überraschungen und einige Fragezeichen. Wie werden die Songs klingen, die ich kenne? Wie sind die Songs, die ich nicht kenne?

Es folgt eine Live-Review. Ich habe – bis auf eine Ausnahme – vor der offiziellen VÖ. keinen einzigen Song des Albums gehört und habe der Versuchung widerstanden, das Album im Digital-Promopool bei EMI oder bei halbseidenen Quellen vorab anzuhören. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich für ein Album extra am Erscheinungstag in den Saturn gepligert bin, nur um es zu kaufen (nicht einmal bei amazon.de wollte ich dieses Mal bestellen). Hier also meine ersten Eindrücke vom Album, ungefiltert, so wie ich sie in Realtime gleich raustwittern werde und am Ende hier gebündelt zusammenfassen möchte. Hau in die Tasten, Peter…

Den Rest des Eintrages lesen »

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