Meine Radio-Sendung “sal | about | music” wird für unbestimmte Zeit leider ausgesetzt. Grund dafür ist, dass das [progrock-dt]-Radioteam, von dem ich ein Teil bin, sich mit sofortiger Wirkung von Radio Euro Online zurückgezogen hat. Dort gab es zuletzt Entwicklungen und Undurchsichtigkeiten, die wir nicht mehr mittragen wollten.
Das Team hält bereits Ausschau nach einem anderen Stream, auf dem dann nicht nur die montägliche [progrock-dt]-Show (bei der ich ja nur gastiere), sondern auch “sal | about | music” gesendet werden wird. Sobald es Updates gibt, werde ich hier darüber berichten.
Was das derzeit etwas brachliegende Blog hier anbelangt, so gelobe ich Besserung. Hier sollten bald wieder regelmäßig Artikel gesendet werden: Stay tuned.
Eine Binsenweisheit des 21. Jahrhunderts: “Das Internet ist (auch) ein Spielort für ungewöhnliche Musikprojekte.” Heute ist es nicht mehr ungewöhnlich, dass Musiker rund um den Globus an musikalischen Projekten zusammenarbeiten, ohne jemals im Reallife zusammengetroffen zu sein. Die Digitalisierung und Vernetzung der Welt ist für viele kreative Menschen eine große Erleichterung.
Eine pfiffige und faszinierende Idee, auf die ich heute gestoßen bin, nennt sich in Bb 2.0 (gelesen “in B flat two (point) oh”, gemeint ist die Tonart “b-moll” und das berühmt-berüchtigte Web 2.0) und charakterisiert sich als “a collaborative music/spoken word project”. Dahinter steckt die Idee, dass sich Musiker/ Künstler auf eine minimale Idee einigen (in diesem Fall offenbar die Tonart) und jeder eine “Spur” zum Projekt beiträgt, musikalischer Art (in b-Moll) oder mit einem gesprochenen Text. Das Ganze wird dann auf YouTube hochgeladen, so dass man auf der inbfat.net-Seite sich aus den einzelnen Beiträgen einen ganz persönlichen Mix zusammenklicken kann, jedes Mal neu (wenn man will). Das Ergebis (eigentlich die Ergebnisse) klingt erstaunlich homogen und ist auf jeden Fall ein schöne Beschäftigung. Wann kann man schon einmal als Hörer aktiv in die Musik eingreifen?
RSO Krakau, Karl Anton Rickenbacher – Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung (Arr. für Orchester von Sergej Gortschakow, 1955), 2002: Promenade (0:54)
BBC Symphony Orchestra, Leonard Slatkin – Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung (Arr. f. Orchester div. Komponisten), 2005: II. Il vecchio castello [orch. Naoumoff (1991)] (4:27)
Mandelring Quartett – Dmitri Shostakovich: Complete String Quartets Vol. II, 2007: Streichquartett No. 8, c-Moll, op.110 – II. Allegro molto (2:41)
Eugene List – USSR RSO, Maxim Shostakovich – Dmitri Shostakovich – Piano Concerto No.2, op. 101 in F Major, 1975: II. Andante attaca (5:21)
London Symphony Orchestra, Claudio Abbado – Serge Prokofiev: Lieutenant Kijé, op. 60, 1980: II. romance (4:10)
London Symphony Orchestra, Claudio Abbado – Serge Prokofiev: Lieutenant Kijé, op. 60, 1980: IV. Troika (2:44)
(Format = Interpret – Komponist: Album, Erscheinungsjahr: Titel)
Künstlerspecial:John Wetton
John Wetton – Caught In The Crossfire, 1980: Turn On The Radio (3:43)
Uriah Heep – High And Mighty, 1976: One Way Or Another (4:36)
Asia – Alpha, 1983: True Colors (3:48)
Family – Fearless, 1971: Spanish Tide (4:03)
King Crimson – The Great Deceiver, 1974: Doctor Diamond (4:51)
John Wetton – Battle Lines, 1994: Walking On Air (3:10)
sal | about | music #5
Chickenfoot – Chickenfoot, 2009: Oh Yeah (4:54)
Billy Joel – 52nd Street, 1975: Zanzibar (6:47)
Markus Stockhausen – Symphonic Colours, 2009: Tanzendes Licht F (6:41)
Einer meiner liebsten Künstler (und einer jener, die ich vermutlich ohne das Internet niemals kennengelernt hätte – all hail Internet!), nämlich Jade Leary, veröffentlicht im Herbst sein neues Album “Heilotrope”. Eigentlich ist das Album fertig, doch Jade will die Nummer noch etwas sacken lassen. Außerdem steht bald Nachwuchs an uuuund Bernard Falaise (ein sehr alter Freund von Jade) von den kanadischen Avantproggern Miriodor wird im Sommer einige Spuren für das Album einspielen. (Es ist also doch nicht fertig, ha!)
OK OK, Italien hat Berlusconi, aber Italien hat auch den großartigen Roberto Benigni und einen Claudio Abbado
Ein Ausschnitt aus der Live-Aufführung vom 25. Oktober 2008 in Bologna von Sergei Prokofievs “Peter und der Wolf” (Ital. “Pierino e il lupo”) des Orchestra Mozart unter der Leitung von Maestro Claudio Abbado. Die Texte werden von Roberto Benigni vorgetragen. Das Ganze lief im italienischen Staatsfernsehen RAI am Weihnachtstag und ist mittlerweile auf DVD erhältlich, logischerweise ist die italienischsprachige Version üblicherweise nur in Italien erhältlich.
(Format = Interpret -Komponist: Album, Erscheinungsjahr: Titel)
* = auf den Seiten des National Public Radio (NPR) kostenlos als Podcast downloadbar (Subskription der All Songs Considered Concerts Podcast-Newsletter erforderlich)
Nächste Ausgabe von s| a| m #48
wird am 29. 09. 2011, von 21:00-23:00 Uhr
auf dem Stream des Senders Metal Refinement gesendet. Thema: t.b.a.
Paralleler Chat im IRC zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement