Eurovision Song Contest 2009: Das Ergebnis
Geschrieben von sal in Kurioses, Listen, Musikwelt, tags: Albern, Eurovision Song Contest, Pop, Schlager, TrashUnd hier das abschließende vollständige Ergebnis des Eurovision Song Contest 2009 in Moskau:
- Norwegen: Alexander Rybak – Fairytale (387 Punkte)
→ http://www.youtube.com/watch?v=fBFFlL58UTM - Island: Yohanna – Is it true? (218 Punkte)
- Aserbaidschan: AySel & Arash – Always (207 Punkte)
- Türkei: Hadise – Düm Tek Tek (177 Punkte)
- Großbritannien: Jade Ewn – It’s My Time (173 Punkte)
- Estland: Urban Symphony – Rändajad (129 Punkte)
- Griechenland: Sakis Rouvas – This Is Our Night (120 Punkte)
- Frankreich: Patricia Kaas – Et S’il Fallait Le Faire (107 Punkte)
- Bosnien Herzegowina: Regina – Bistra Voda (106 Punkte)
- Armenien: Inga & Anush – Jan Jan (92 Punkte)
- Russland: Anastasia Prikhodko – Mamo (91 Punkte)
- Ukraine: Svetlana Loboda – Be my Valentine! (Anti-crisis Girl) (76 Punkte)
- Dänemark: Brinck – Believe Again (74 Punkte)
- Moldawien: Nelly Ciobanu – Hora Din Moldova (69 Punkte)
- Portugal: Fior-de-lis – Todas As Ruas Do Amor (57 Punkte)
- Israel: Noa & Mira Awad – There Must Be Another Way (53 Punkte)
- Albanien: Kejsi Tola – Carry Me In Your Dreams (48 Punkte)
- Kroatien: Igor Cukrov feat. Andrea – Lijepa Tena (45 Punkte)
- Rumänien: Elena – The Balkan Girls (40 Punkte)
- Deutschland: Alex Swings, Oscar Sings!- Miss Kiss Kiss Bang (35 Punkte)
- Schweden: Malena Ernman – La Voix (33 Punkte)
- Malta: Chiara – What If We (31 Punkte)
- Litauen: Sasha Son – Love (23 Punkte)
- Spanien: Soraya – La Noche Es Para Mí (The Night Is For Me) (23 Punkte)
- Finnland: Waldo’s People – Lose Control (22 Punkte)
Nein, ich bin kein großer Fan des norwegischen Siegertitels – aber man muss anerkennen, dass Alexander Rybak überall in Europa punkten konnte, sehr oft mit 12 Punkten. Der haushohe Sieg für den gesetzten Favoriten geht also wohl irgendwie in Ordnung. Allein 16 von 42 Ländern hatten Alexander Rybak, der sich von Anbeginn des Votings auf Platz eins befand, die Höchstnote von 12 Punkten verliehen. Jedes Land hatte an Norwegen Punkte vergeben: ein Notendurchschnitt von 9,5 Punkten – so etwas ist alles noch nie dagewesen. Ein Fabel-Rekord, den man respektieren muss. Bemerkenswert war Rybaks sehr souveränes Auftreten bei der anschließenden Pressekonferenz, wo er sich charmant und schlagfertig den teilweise schwierigen Fragen der internationalen Presse stellte.
Zwei echte Überraschung sind für mich in dieser Top Ten gelandet: Die etwas dröge Ballade aus Großbritannien (gute Stimme, aber unendlich langweilig) punktet sich ins obere Viertel; die eher durchschnittliche Dance-Pop-Nummer von AySel & Arash aus Aserbaidschan schlägt Mitfavoritin Hadise aus der Türkei, der Zauberlehrling besiegt den Meister, sozusagen. Die von mir befürchtete sehr gute Platzierung für die Ukraine blieb aus, gut so: Sex doesn’t sell everything. Ebenso erfreulich: Die unaufgeregten Nummern aus Estland und vor allem Island konnten sich exzellent platzieren und es springt ein respektabler 9. Platz für meinen Favoriten des Abends (gemeinsam mit Island) aus Bosnien Herzegowina heraus.
Von den den Verlieren des Abends habe ich 4 von 5 richtig getippt
; von den von mir benannten 6 Topfavoriten waren immerhin 3 unter den besten 6 – das habe ich auch schon mal besser hinbekommen
– wenn gleich ich mit Griechenland und Frankreich zwei weitere “gut platzierte” Länder im erweiterten Favoritenkreis hatte. Deutschland schnitt erwartet schlecht ab, ich glaube sogar, dass das ganze Getöse um Dita von Teese Deutschland noch ein paar Punkte gekostet hat, aber machen wir uns nichts vor: Der Titel war mindestens ebenso schwach wie die schlechten und erfolglosen Titel der letzten Jahre. Das Experiment, dass der Song nicht per Televoting durch das deutsche Fernseh-Publikum, sondern durch eine “Fachjury” ausgewählt wird, ist gescheitert. Vielleicht muss man noch einmal ganz zurückgreifen und wieder einen “großen” nationalen Vorentscheid anleiern – und natürlich wäre es mal sinnvoll, wenn bessere oder zumindest erfolgreichere Musiker für Deutschland antreten würden. Well… ist ja vielleicht auch egal.
Nach dem Spektakel kann man sich ja auch noch einmal vor Augen führen, dass der Eurovision Song Contest keinesfalls ein echter Gradmesser für die europäische Popmusik-Kultur ist. Die wenigsten Nummern dieser vergangenen Eurovision-Woche werden wir im Radio wiederhören (das war in den vergangenen Jahren nicht anders), an noch weniger werden wir uns in einem Jahr erinnern können.
Wem diese Tabelle nicht ausreicht, der kann noch mehr Ergebnisse auf der offiziellen ESC-Homepage nachlesen, dort findet man nun auch die detaillierten Ergebnisse aus den beiden Halbfinals hierfür das → 1. Halbfinale und hier für das → 2. Halbfinale
Und jetzt reicht es mir auch mit diesem Spektakel. Bis zum nächsten Jahr, dann in Oslo ![]()

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Meine Favoriten waren: Island, Aserbaidschan und sogar Israel. Norwegen hat mir überhaut nicht gefallen. Für mich der erste Platz also ein totales Rätsel. Deutschland auf dem 20. Platz finde ich super. Der Titel und die Show waren, wie immer grottenschlecht. Armes Deutschland. Die Leute die so etwas ausgewählt haben waren scheinbar blind und taub.
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