Am 15. Mai ist es (endlich) soweit: Zwei Jahre nach “American Doll Posse” erscheint das neue Tori-Amos-Album “Abnormally Attracted to Sin” erscheint im deutschsprachigen Raum (die USA müssen sogar bis zum 19. Mai warten). Es ist das insgesamt 10. Studioalbum Toris und sowohl das wunderschöne Cover, als auch die vorab veröffentlichte Ballade “Maybe California” lassen auf ein großartiges Album hoffen. Unter jetzt kommt der Clou: Gegen Registrierung auf ihrer Website, kann man “Maybe California” kostenlos in drei Formaten (als MP3, als Video und als Klingelton (sic!)) downloaden. Einbetten darf ich das Video hier nicht (es gibt kein offizielles Video auf den hinlänglich bekannten Videoplattformen), aber der Download lohnt sich allemal, zumindest den Song sollte man sich nicht entgehen lassen → www.toriamos.com/Gift
Aber es gibt ein Video von einem weiteren Song namens “Welcome to England”, ebenfalls vom neuen Album, den ich euch hier zeigen kann:
Und ja, ich weiß, ich bin ein schrecklicher Fanboy. Aber ich stehe zu meinen Schwächen. Ich könnte wahrlich einen schlechteren Geschmack haben. Ich freue mich auf das Album
Vorgestern schrieb ich über roccatune.com als ein empfehlenswertes “deutschsprachiges Portal” auf dem man die Möglichkeit hat, komplette Alben im Streaming zu hören, heute muss ich klarstellen: Roccatune ist derzeit nur aus Deutschland heraus nutzbar. Wie so oft hängt dies mit Lizenzfragen zusammen. Musik-Fans aus den (teilweise) deutschsprachigen Nachbarländern Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Belgien müssen in die Röhre gucken … ähmm… ins Leere lauschen
Schon seit einigen Monaten am Start (und zuvor mit derselben Oberfläche unter dem Namen adtunes aktiv) ist das deutschsprachige Streaming-Portal roccatune.com. Anders als andere Streaming-Portale (auch das populäre last.fm) bietet Roccatune die Möglichkeit komplette Alben in eine Playlist zu setzen und anzuhören, das alles in guter bis sehr guter Soundqualität und mit einer Riesenauswahl: Roccatune greift auf die Katalog der Majors EMI, Sony und Warner sowie diverser kleinerer Label zu. Neue Alben sind oft am Erst-Erscheinungstag zu hören, der Back-Katalog wird Tag für Tag erweitert: Derzeit kann man bei Roccatune gut 150.000 Alben mit ca. 2 Mio. Titel komplett anhören. Da ist auch für den Musik-Fan jede Menge dabei, was er gewiss schon einmal anhören wollte, egal ob Klassik. Jazz, Rock oder Pop.
Bob Dylan – Together Through Life (2009, CD; Columbia)
Jou, der gute, alte (wirklich alte) Robert Allen Zimmerman (ihr wisst schon Bob Dylan halt) hat mal wieder ne Scheibe gemacht, sein 33. Studiowerk, wenn ich der Wikipedia glauben darf. Und da er ja nicht ganz unberechtigt im Ruf steht, nicht der abgehalftertste Künstler der 1. Rock-Generation zu sein, der noch aktiv ist, sollte ich zumindest mal ein Ohr riskieren, ne’est pas?
Und, wie ist Together Through Life nun? Nun, in erster Linie ist es kein Rock-Album: Blues, Cajun, Zydeco, Folk, Country – vieles ist dabei, aber Rock höre ich da (quasi) nicht, was auch nicht weiter verwunderlich ist: Dylan hat sich in den letzten Jahren verstärkt mit seinen Wurzeln beschäftigt, schließlich ist der Mann ja kein posender Rocker im eigentlichen Sinne, sondern ein – äh – Unikat, aus der Folkbewegung hervorgegangen und dann, tja, dann kamen erst einmal alle möglichen Genres.
Habt ihr heute Abend schon etwas vor? Nein? Prima! Dann lade ich euch ein zu meiner neuen Internet-Radioshow, Arbeitstitel: sal|about|music (beta), ein. Wenn alles gut geht, dann werde ich ab heute alle 14 Tage donnerstags abends Web-Radio machen. Der Titel der Sendung ist ein wenig aus der Not geboren und wird sich gewiss in etwas weniger Egozentrisches ändern. Namen sind Schall und Rauch…
Um halb neun geht es offiziell los, ich bin aber schon ab 20h auf dem Stream und mach ein paar Mikro-Proben und ein bisschen Pre-Show und, ja: Ich bin ein wenig aufgeregt. Ich bin vor allem immer noch ziemlich erkältet und heiser, aber die Playlist sieht hübsch aus.
Die Playlist der Sendung und ein paar Links folgenden dann nach der hoffentlich vergnüglichen Sendung an dieser Stelle.
Der US-amerikanische Komponist Steve Reich erhält den diesjährigen Pulitzer-Preis für Musik. (…) In der Jurybegründung heißt es, dass Reichs Werk durch seine “Fähigkeit, eine Anfangsenergie in eine breit angelegte musikalische Form zu transferieren” überzeugt habe.
Schön, dass ich wenigstens ab und zu derselben Meinung bin mit spiegel.de und seiner nicht gerade euphemistisch betitelten Rubrik “Abgehört – Die wichtigsten CDs der Woche” samt dem Autor Jan Wigger. Obwohl die meisten Wigger-Tipps für mich wie Warnhinweise wirken, sind wir uns bei Gazpachos neuem Album “Tick Tock” einig:
Beide Rezensionen sind zu Wochenbeginn erschienen: Meine gestern, obwohl sie schon seit einer Woche fertig im Redaktionsmodul des Schallplattenmanns lag (Immer diese Feiertage…) und die von Herrn Wigger heute morgen. Ich schätze es sehr, wenn sich ach-so-hippe Profi-Rezensenten winden und wenden, wenn sie etwas so Verschrienes wie ein Konzeptalbum oder Progressive Rock doch gut finden. Dabei gebärden sie sich ja schon seit 1977 so, als ob sie höchstpersönlich den Prog abgeschossen und die Rockmusik und die Welt von dem Untergang gerettet hätten (was sie freilich mit jedem neuen Hype wieder tun).
Davon abgesehen: Tick Tock ist ein schönes Album, das belegt, dass aus dem Dunstkreis des Bösen durchaus noch Musik kommen kann, die mehr Hörer begeistert, als ein paar Nerds.
Nächste Ausgabe von s| a| m #48
wird am 29. 09. 2011, von 21:00-23:00 Uhr
auf dem Stream des Senders Metal Refinement gesendet. Thema: t.b.a.
Paralleler Chat im IRC zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement